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Für die Kleinsten

Live-CD mit Spielen für Vorschulkinder

11.10.2007 Linux bietet bekanntlich für jede Zielgruppe eine passende Distribution. Nun gibt es auch für die Kleinsten ein Linux: Es nennt sich Juxlala und basiert auf Knoppix.

Die Live-CD-Distribution Juxlala von Netbridge [1] ist eine speziell auf Kinder zugeschnittene Live-CD mit vielen Lern- und Geschicklichkeitsspielen. Sie eignet sich ideal für Eltern und Lehrer, die ihren Schützlingen Linux-Spiele zeigen wollen, ohne dazu ein komplettes System zu installieren. Juxlala gibt es unter [2] zum freien Download, für Wiener besteht auch die Möglichkeit, direkt bei der Wienxtra-Kinderinfo im Museumsquartier oder im Netbridge-Büro eine CD abzuholen. Neben dem ISO-Image können Sie auch das CD-Label und das CD-Cover herunterladen. Juxlala ist nicht die erste CD von Netbridge: Die Österreicher bieten bereits seit vier Jahren Linux-CDs für Kinder an.

Einlegen, loslegen

Der Start von der Live-CD dauert je nach Rechner rund zwei Minuten. Die Knoppix-Tools untersuchen dabei die Hardware und richten die grafische Oberfläche sowie die Sound-Ausgabe passend ein. Beim Start des X-Servers erscheinen allerlei Symbole auf dem Bildschirm, nach dem kompletten Systemstart sehen Sie Abbildung 1. Als Fenstermanager setzt die Kinderdistribution auf den schlanken Fluxbox.

Abbildung 1: Die Juxlala-Oberfläche kommt komplett ohne Widgets oder Desktop-Elemente aus.

Die Kinder müssen zunächst per Maus herausfinden, hinter welchen grafischen Elementen sich welche Spiele verstecken. Befindet sich der Mauszeiger über einem Spiel, ändert sich automatisch die Grafik darunter. Ist die Oberfläche einmal erkundet, finden selbst Vierjährige ihr Lieblingsspiel im Nu. Sämtliche Spiele starten im Vollbildmodus und werden über [Esc] beendet, auch dies lernen die Kinder schnell. Sehr gut gefiel uns das Setup-Menü: Anstelle einer Passworteingabe poppt ein Rechenfenster auf, das dem Administrator erst nach Eingabe des richtigen Ergebnisses einer anspruchsvollen Kopfrechnung den Zugriff auf das Menü erlaubt (Abbildung 2).

Abbildung 2: Der Zugang zum Setup-Menü ist über eine fortgeschrittene Rechenaufgabe gesperrt.

Bekannte Gesichter

Hinter den einzelnen Menüpunkten befinden sich die Spielesammlungen Gcompris und Pysycache sowie die Einzelprogramme Tuxpaint, Tuxtype, Circuslinux und Mandelbrotbaum. Für Erwachsene befinden sich zudem ein Browser und ein Chat-Programm auf der Live-CD, auch Gimp und Audacity sind mit von der Partie. Sie starten diese Programme über das Rechtsklick-Menü.

Als Knoppix-Distribution bietet Juxlala sämtliche Features des Vorbilds. So können Sie zum Beispiel über das Setup-Menü ein permanentes Home-Verzeichnis auf einem USB-Stick oder einer externen Festplatte einrichten. Dazu wählen Sie aus dem Menü den Eintrag Permanentes Heimverzeichnis sichern aus und folgen dann den Anweisungen des Assistenten. Um beim nächsten Booten auf das eingerichtete Verzeichnis zuzugreifen, geben Sie am Boot-Prompt

knoppix home=scan

ein. Auch die komplette Installation auf eine Festplatte oder einen USB-Stick ist möglich. Details dazu lesen Sie auf der Juxlala-Homepage [3].

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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