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Vollkommen ungestört

Texteditoren Marave und PyRoom im Vergleich

Extras

Seit kurzem findet sich in Marave die Möglichkeit, Programmcode mit Hilfe von Syntax-Highlighting übersichtlicher zu machen. Allerdings gilt diese Funktion noch als experimentell: Sie funktioniert nämlich nicht immer sicher. Um das Syntax-Highlighting zu aktivieren, benötigen Sie die Pakete GNU Source-highlight [5] und Source-highlight-qt [6] sowie SIP, das in PyQt bereits enthalten ist. Nach der Installation dieser Pakete rufen Sie im Verzeichnis mit dem Marave-Quelltext die Befehle python setup.py build_hl und als Root python setup.py install auf. Hat alles geklappt, schalten Sie das Syntax-Highlighting in den Optionen ein.

Auf einem aktuellen Ubuntu-System ließ sich Marave mit Syntax-Highlighting nicht konfigurieren. Mit Mandriva 2010.0 klappte zwar die Installation, doch das Programm erwies sich als unbenutzbar, da sich der Bildschirmaufbau bei aktiviertem Highlighting äußerst zäh gestaltete.

Die Musik, die im Hintergrund läuft, oder die Töne, die das Tastendrücken untermalen, passen Sie bei Bedarf an Ihre Vorlieben an. Dazu kopieren Sie die Dateien in die entsprechenden Unterverzeichnisse des Marave-Programmverzeichnisses, das sich bei der Installation aus dem Quellcode unter /usr/local/lib/python2.6/dist-packages/marave verbirgt.

Neue Hintergrundbilder gehören ins Verzeichnis backgrounds, nach wav kommen neue Klangdateien für Tastenklicks. In die Datei radio.txt im Programmverzeichnis tragen Sie Internet-Radiostationen ein, die Marave auf Wunsch abspielt. Dabei geben Sie pro Zeile die URL einer Station ein.

Wie PyRoom enthält auch Marave einen integrierten Hilfetext, den Sie mit [Strg]+[I] aufrufen. Das Entwickler-Blog [7] enthält zudem Tipps und Hinweise zum Umgang mit dem Programm und zur Konfiguration des Editors.

Fazit

Das Arbeiten mit den hier vorgestellten Editoren macht Spaß. Obwohl die Programme noch nicht in einer stabilen Version vorliegen, zeigten sie sich recht robust und stürzten selten ab.

Marave hat aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit leicht die Nase vorn. Das Syntax-Highlighting funktioniert allerdings noch nicht, auch die Plugins benötigen noch einiges an Arbeit. Die Möglichkeit in Marave, Töne für Tastendrücke einzustellen und eine Hintergrundmusik abzuspielen, läuft dem eigentlichen Konzept ein wenig zuwider. Es besteht aber immerhin die Option, alle Effekte abzustellen.

Wer den Editor nicht zum Programmieren nutzt oder auf Makros oder andere Schreibhilfen verwendet, für den lohnt ein Blick auf diese beidem Programme. Sie ermöglichen tatsächlich ein konzentriertes Arbeiten. Beide Kandidaten bräuchten jedoch dringend die Möglichkeit, Geschriebenes auszudrucken. 

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LinuxUser 06/2012

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