Ständiger Begleiter
Jetbook von Ectaco
Linux inside
Wie praktisch alle aktuellen E-Book-Reader basiert auch das Jetbook auf einem Linux-System (Busybox) und einer ARM-CPU. Als Standard-Bibliothek kommt die auf Embedded Devices optimierte µClibc zum Einsatz. Für die Darstellung der elektronischen Inhalte setzt das Jetbook auf den FBReader – eine der am weitesten verbreiteten freien Anwendungen dieser Kategorie. Wer die Firmware entpackt und etwas analysiert, findet auch noch weitere Open-Source-Komponenten [4]. So dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis für das Jetbook alternative freie Firmware-Versionen zur Verfügung stehen, die dann eventuell auch das Musikformat Ogg Vorbis und weitere Schriften unterstützen. Zurzeit bringt das Lesegerät nur die Schriften Arial und Verdana mit, was die Darstellung doch sehr einschränkt.
Fazit
Das Jetbook von Ectaco bietet ein gutes Preis/Leistungsverhältnis, die Lite-Version mit den AA-Batterien gibt es zudem schon für 150 Euro. Wer mit dem E-Book-Reader vor allem Bücher lesen möchte, wird am Jetbook viel Freude haben, auch entsprechend verarbeitete News-Zusammenstellungen bereiten dem Linux-Gerät kaum Probleme. Der MP3-Player eignet sich in erster Linie dazu, um während des Lesens etwas Musik zu hören, den separaten Bildbetrachter darf man mangels ausreichend Graustufen getrost als überflüssig bezeichnen. Gut gefielen auch die integrierten Wörterbücher, die ihre Funktion in erster Linie bei englischen Werken erfüllen.
Infos
[1] Sigil: Frank Wieduwilt, "Neu gesetzt", LinuxUser 02/2010, S. 48, http://linux-community.de/20048
[2] FictionBook-Tools für OpenOffice: http://ooofbtools.googlecode.com/
[3] Calibre: Frank Wieduwilt, "Künftig digital", LinuxUser 03/2010, S. 60, http://linux-community.de/20049
[4] Jetbook-Hacking: http://www.mobileread.com/forums/showthread.php?t=65048



