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Leicht gemacht

Toorox 05.2009 LinuxUser-Edition im Test

Toorox behalten

Wem Toorox so zusagt, dass er diese Distribution auf seine Festplatte bannen möchte, sucht im Desklet Desktop das Symbol Toorox Festplatten Installation. Das Skript, um Toorox auf Ihren Rechner zu bringen bezeichnet Lindau selbst noch als "experimentell" und warnt vor eventuellen Datenverlusten. Wir sind das Risiko eingegangen und richteten als nächsten Schritt mittels GParted die Festplatte ein. Erstellen Sie am besten eine Swap-Partition mit der doppelten Größe Ihres Arbeitsspeichers und eine Ext3-Partition von mindestens 4 Gigabyte Umfang.

Beenden Sie GParted und das Installationsskript fährt mit seinen Dialog-Anweisungen fort. Hat Toorox erfolgreich eine Swap-Partition und mindestens eine Datenpartition gefunden, fordert das Skript Sie zur Eingabe Ihres Namens und des gewünschten Benutzernamens auf. Nach der Eingabe des Passwortes beginnt auch schon die Installation auf die Festplatte, nach deren Ende noch ein Bootloader in den MBR geschrieben wird. Sie können dies ablehnen und den Bootloader Ihres bisherigen Linuxsystems entsprechend konfigurieren. Andere Konfigurationsmöglichkeiten erlaubt das noch sehr rudimentäre Skript derzeit nicht.

In unserem Test gelang die Installation der Distribution auf Festplatte nicht in jedem Versuch auf Anhieb. So akzeptierte die Installationsroutine ausschließlich ein Beschreiben der ersten Partition. Das System auf mehrere Partitionen aufzuteilen sieht das Skript noch nicht vor. Zudem dürften die noch etwas rudimentären Funktionen des Installers nicht nur Linux-Neulinge etwas verwirren: So entsprechen zum Beispiel die erläuternden Dialogtexte nicht den tatsächlichen grafischen Menüs (Abbildung 4).

Abbildung 4: Die rechte Box und das Gerätesymbol existieren bis jetzt lediglich in der Imagination des Programmierers.

Fazit

In Toorox finden Sie eine interessante Alternative zu den unzähligen Live-Distributionen. Dabei achtet der Entwickler bei jedem neuen Release auf höchste Aktualität. Die Linksammlung zu den Systemkonfigurationstools und vor allem der gelungene Treiber- und Multimediasupport per Mausklick verdeutlichen den Interessierten, dass Linuxkonfiguration und Multimediales auch unter dem freien Betriebssystem keine Hexerei sind.

Das rudimentäre Installationsskript verbietet derzeit allerdings noch ein ernsthaftes Arbeiten mit Toorox am Desktoprechner. Als "Ersatzlinux" für die Westentasche zum Vorführen, aber auch als Rettungstool am Schlüsselbund leistet Toorox bereits jetzt hervorragende Dienste.

Infos

[1] Toorox: http://www.toorox.de

[2] Gentoo: http://www.gentoo.org

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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LinuxUser 06/2012

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