LUG-Camp feiert 10. Geburtstag
Seit dem Jahr 2000 kennen einige Linux-Fans am Himmelfahrts-Wochenende nur ein Ziel: Das LUG-Camp (http://www.lug-camp.org). Als Treffen von Linux-Usergroups aus dem gesamten deutschsprachigen Raum hat sich die Community-Veranstaltung, bei der es nicht ausschließlich um Vorträge und Workshops, sondern vor allem um den Spaß und persönlichen Kontakt geht, inzwischen fest etabliert: Jedes Jahr treffen sich zwischen 100 und 150 Linux-Fans teils mit, teils ohne ihre Familien zum Fachsimpeln, Chillen und Feiern.
Das von den LUGs Allgäu und Augsburg 2000 aus der Taufe gehoben Event feierte dieses Jahr am Alpsee bei Immenstadt sein zehnjähriges Jubiläum. Als Highlight der Veranstaltung fand die Uraufführung der offiziellen Veranstaltungshymne statt, des LUG-Camp-Blues. Das unter der Creative-Commons-Lizenz stehende Stück führte der Komponist Alf zusammen mit einer extra für das diesjährige Jubiläums-Camp engagierten Band in Weltpremiere auf.
Die Zukunft des LUG-Camps ist gesichert: Im nächsten Jahr richtet die LUSC aus Schwabach das Event aus, anschließend folgen 2011 die LUG Switzerland und 2012 erneut die LUG Flensburg. Wer also einmal eine Linux-Veranstaltung der etwas anderen Art erleben und eine Menge Spaß haben möchte, der sollte sich unter http://www.lug-camp-2010.de sicherheitshalber schon einmal für Himmelfahrt 2010 anmelden: Die Teilnehmerzahl ist auf 120 begrenzt. (Mike Schulte)

Am Himmelfahrts-Wochenende ging das LUG-Camp – ein Treffen von LUGs aus dem gesamten deutschsprachigen Raum – zum zehnten Mal über die Bühne.
Für Schüler: Dell-Netbook Latitude 2100
In seiner Business-Reihe Latitude bietet Dell ab sofort ein neues 10,1-Zoll-Netbook an, das einerseits auf Schüler zugeschnitten wurde, andererseits aber auch den Bedarf von geschäftlichen Mobilnutzern abdecken soll. Das Latitude 2100 mit gummibeschichtetem Gehäuse und Lehrer-ablesbarer WLAN-Kontrollleuchte im Deckel gibt es in fünf verschiedenen Farben. Es kostet in der Minimalausstattung mit vorinstalliertem Ubuntu 8.10 “Intrepid” 332 Euro. Für die Ausstattung mit XP Home fällt ein Aufschlag von 36 Euro an, für Vista Home Basic wird das Doppelte fällig.
Im Inneren des 1360 Gramm leichten Geräts mit den kompakten Maßen 26,5 x 19 x 2/4 Zentimeter (vorne/hinten) versieht ein Atom N270 mit 1,6 GHz Taktrate, 512 KByte L2-Cache und 533-MHz-FSB seinen Dienst. Der integrierte Arbeitsspeicher von 1 GByte Dual-Channel-DDR2 lässt sich über einen einzelnen Steckplatz maximal verdoppeln. Für die Grafik zeichnet ein Intel-GMA950-Chipsatz verantwortlich, die Bildschirmauflösung beträgt 1024 x 576 Pixel. Als Massenspeicher steht eine 80-GByte-SATA-Disk zur Verfügung, Speicherkarten liest ein 3-in-1-Reader aus. Die Schnittstellenausstattung umfasst 3 USB-2.0-Ports, einen VGA-Anschluss sowie Mikrofon- und Audio-out-Buchsen. Für die Anbindung nach außen sorgen ein Triplespeed-Ethernet-Interface, 802.11b/g-WLAN und optional Bluetooth. Der Drei-Zellen-Akku des Geräts speichert laut Hersteller genügend Leistung für eine Laufzeit von rund drei Stunden.
Der über den Dell-Webshop erhältliche Latitude 2100 lässt sich mit zahlreichen Optionen nachrüsten: verdoppelter L2-Cache und Arbeitsspeicher, 6-Zellen-Akku, Touchscreen mit Webcam, Festplatten bis 250 GByte Kapazität, 802.11a/g/n-WLAN und Bluetooth. Im Vollausbau kostet die Linux-Variante dann 637 Euro. Zusätzlich offeriert Dell zahlreiche Support-Optionen mit Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren zu Preisen zwischen 31 und 100 Euro.

Dells Gummitier Latitude 2100: Das stoßsicher überzogene Netbook mit Ubuntu “Intrepid” ist vor allen Dingen für Schüler gedacht.
Longene macht Linux Windows-kompatibel
Das chinesische Longene-Projekt (http://www.longene.org/en/) zielt darauf ab, den Linux-Kernel binärkompatibel zu für Windows entwickelten Anwendungen und Treibern zu machen. Ende Mai hat es das Release 0.2.4 des Linux Unified Kernel (LUK) herausgegeben. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Kernel-Patches, die Windows-Syscalls in Linux integrieren, sowie um Kernel-Module, die sich um das Management von Objekten, Prozessen und Threads, um Memory-Management und Registry, die Synchronisation und anderes mehr kümmern. Dabei übernehmen die Entwickler soweit als möglich Funktionen aus Projekten wie Wine oder ReactOS.
Die neue LUK-Version portiert die File-Management-Funktionen mit einem einheitlichen Interface in den Kernel und beseitigt einige Bugs des Vorgängers beim Registry-Management. Mit diesen Verbesserungen sollen laut dem Projekt Windows-Applikationen jetzt unter LUK schneller laufen als unter Wine. Zur leichteren Installation fasst das Release 0.2.4 außerdem die notwendigen Dateien als leicht installierbares RPM- beziehungsweise DEB-Paket zusammen.
Weitere Informationen zu LUK/Longene finden Sie bei Interesse in der englischsprachigen Wikipedia unter http://en.wikipedia.org/wiki/Linux_Unified_Kernel.
Red Hat stoppt Microsoft
Im Februar kaufte das schweizerische Bundesamt für Bauten und Logistik Microsoft-Lizenzen für Desktops im Wert von rund 25 Millionen Euro – ohne öffentliche Ausschreibung, weil es angeblich keine Alternativen zu den Microsoft-Produkten gab. Daraufhin reichten Red Hat und 17 weitere Open-Source-Firmen Beschwerde beim schweizerischen Bundesverwaltungsgericht ein. Das stoppte die Beschaffung prompt mit einer einstweiligen Verfügung (http://tinyurl.com/lu0907-nzz) – nun muss der Auftrag vermutlich doch noch öffentlich ausgeschrieben werden.
Mehr als 100 neue Effekte für Gimp 2.6
Über die Gimp FX Foundry (http://gimpfx-foundry.sourceforge.net) statten Sie Gimp 2.6 mit 117 zusätzlichen Skripten aus, die den Bildern teils spektakuläre Effekte angedeihen lassen. Dazu zählen etwa das “Roy Lichtenstein Effect Script”, das Bilder im Stil des Pop-Art-Künstlers aufbereitet und das “Planet Render Script”, das einen Planeten generiert, dessen Größe und Lichteinstrahlung Sie selbst bestimmen. Das “Old Photo Script” verleiht aktuellen Fotos einen altertümlichen Touch. Die Skripte laden Sie als Tarball herunter, den Sie ins Verzeichnis ~/.gimp-2.6/scripts entpacken. Nach dem Start von Gimp 2.6 und dem Auffrischen der Skripteinindung finden Sie die neuen Effekte unter dem Menüpunkt Fx Foundry.
ODF-Alliance rügt Microsoft
Da das ODF-Format als ISO-Standard ratifiziert wurde und viele Behörden weltweit es inzwischen als Austauschformat verpflichtend vorschreiben, muss Microsoft es in Office integrieren. Jedoch lässt die Implementierung viel zu wünschen übrig, so kritisiert die ODF-Alliance (http://tinyurl.com/lu0907-odf). Die erzeugten Dokumente entsprächen nicht dem Standard und blieben somit zu anderen ODF-kompatiblen Anwendungen wie beispielsweise OpenOffice inkompatibel. So unterstütze MS Office etwa nicht die in ODF-Dokumenten speicherbare Bearbeitungshistorie und verweigere außerdem das Öffnen passwortgeschützter ODF-Dokumente. Die mangelhafte Implementierung zeige, dass Microsoft – ganz im Gegensatz zu den öffentlichen Bekundungen diesbezüglich – keinerlei Interesse an einem reibungslosen Austausch mit Nicht-Microsoft-Software habe, rügt die ODF-Alliance.
FSF lässt Klage gegen Cisco fallen
Die Free Software Foundation reichte im Dezember 2008 eine Klage gegen den Netzwerkspezialisten Cisco ein, da dessen Tochter Linksys mehrfach gegen die GPL verstieß. Jetzt einigten sich die zwei Parteien (http://tinyurl.com/lu0907-fsf). Cisco richtet bei Linksys die Stelle eines “Free Software Director” ein, der Linksys’ Geschäfte bezüglich der betroffenen Lizenzen (in der Regel GPL) überprüfen soll. Der Free Software Director soll der FSF regelmäßig über die Erfolge bei Linksys, den Lizenzen zu entsprechen, berichten. Zudem weist Cisco auf seiner Homepage und in zusätzlichen Dokumentationen auf die Bedeutung der GPL und anderer freier Lizenzen hin und stellt den Quellcode der betroffenen Anwendungen und Produkte zum freien Download online. Zu guter Letzt leistet Cisco laut Abkommen auch einen finanziellen Beitrag zum Wohle der FSF.
Linuxtag: Zehn Jahre LPI
Das Linux Professional Institute (http://www.lpice.eu/) feiert am 25. Juni auf dem Linuxtag 2009 sein zehnjähriges Bestehen. Neben einem Umtrunk zum Jubiläum präsentiert die Zertifizierungsorganisation ihre Informations- und Prüfungsangebote, daneben beteiligt sich das LPI am Vortragsprogramm und stellt dort seine Geschichte sowie Neuerungen im Prüfungsprogramm vor.
LUG-Ticker
Die Kontaktadressen aller LUGs im deutschsprachigen Raum finden Sie jetzt tagesaktuell unter http://www.linux-user.de/LUG/. Für Veranstaltungsmeldungen, Unterstützungsanfragen und Änderungsmeldungen gibt es die Mailadresse mailto:usergroups@linuxnewmedia.de.
Die neu gegründete Niederrheinische Linux Unix User Group (http://www.nluug.de) fasst Linux- und Unix-Interessenten beidseitig des unteren Niederrhein von Xanten und Wesel bis Kamp-Lintfort und Emmerich zusammen. Die Treffen finden im “Müllers” in Wesel statt.
Die Kieler Linux-Community (KiLux) hat sich aufgelöst, stattdessen erlebt die seit einiger Zeit in Dornröschenschlaf liegende LUG Kiel (http://www.lug-kiel.de) jetzt eine Renaissance.
Die Hegau Linux User Gruppe löst ab sofort die bisherige LUG Singen ab. Die Homepage der HegauLUG findet sich unter http://www.linuxag.hegau.org.
Die Webadresse der LUG Iserlohn hat sich durch die Umwandlung der gastgebenden Märkischen FH zur FH-Südwestfalen geändert. Die Iserlohner residieren jetzt online unter http://area51.fh-swf.de.




