Bash-Screensaver 0.0.28, Zertifikatsprüfer Certinfo 0.1.47, Datenbankmanager Rainfrog 0.3.8, Dateiüberwacher Watchexec 2.3.2, Video-Downloader Ytdownloader 3.19.3.
Kontrolleur
Mit Certinfo 0.1.47 prüfen Sie die Gültigkeit von Zertifikaten.
Verschlüsselte Verbindungen zwischen Client und Server gehören heute zum Standard. Wer sicherstellen möchte, dass seine Server immer gültige Zertifikate nutzen, kann sich wahlweise immer manuell anmelden oder mit einem Tool wie Certinfo das automatisierte Prüfen einer Software überlassen. Die in Go geschriebene App ermittelt alle Parameter eines Zertifikats. Fertige Binärpakete stehen auf der Github-Seite des Projekts bereit. Zum schnellen Auswerten aller Parameter eines Zertifikats geben Sie es Certinfo als Parameter mit. Bei einem TLS-Zertifikat gibt die Applikation alle enthaltenen X.509-Informationen sowie die Gültigkeitsdauer aus. Außerdem nennt die Software den verwendeten Verschlüsselungsalgorithmus und die Eigentümersignatur. Die Konfiguration von Certinfo erfolgt über Umgebungsvariablen. So sorgt zum Beispiel VERBOSE=true für eine detaillierte Ausgabe und liefert beispielsweise auch vorhandene Hex-Werte. Für eine Ausgabe im HTML-Format setzen Sie vor dem Aufruf die Variable HTML=true. Alle Umgebungsvariablen lassen sich miteinander kombinieren. Diverse Anwendungsbeispiele zeigt die Github-Seite des Projekts. In der Grundeinstellung bereitet das Tool die Ausgabe zur besseren Übersicht farblich auf, bei der HTML-Ausgabe entfällt diese Art der Formatierung. Mit NO_COLOR=true erhalten Sie immer eine monochrome Ausgabe. Optional prüfen Sie mit Certinfo auch private SSH-Schlüssel, hier fällt der Informationsgehalt aber eher gering aus. Die Applikation eignet sich zur Integration in eigene Skripte, beispielsweise um das Prüfen von Zertifikaten zu automatisieren. Allerdings liefert Certinfo keine maschinell verwertbare Ausgabe, etwa im JSON- oder XML-Format, was die Weiterverarbeitung von Ergebnissen etwas aufwendiger gestaltet.
Datengräber
Mit Rainfrog 0.3.8 editieren und verwalten Sie SQL-Datenbanken auf der Konsole.
Viele Programme nutzen heutzutage relationale Datenbanken zum Speichern von Informationen. Suchen Sie einen universellen SQL-Client für die Konsole, sollten Sie einen Blick auf Rainfrog werfen. Das relativ junge Rust-basierte Tool unterstützt wichtige Datenbanken wie MySQL, SQLite und PostgreSQL. Für die Unterstützung kommerzieller Datenbanksysteme wie jenen von Oracle benötigen Sie zusätzliche Treiber. Fertige Binärpakete stehen auf Github zum Einsatz bereit. Die Konfiguration erfolgt über Kommandozeilenparameter beim Aufruf. Neben Datenbanktyp, Host, Port, Datenbanknamen, Benutzerkennung und Passwort geben Sie auch an, ob Sie eine Mausunterstützung wünschen. Ohne Parameter aufgerufen, startet Rainfrog mit einem rudimentären Assistenten, der alle Daten interaktiv abfragt. Die Software öffnet die Datenbank in einem dreigeteilten Fenster. Eine Spalte am rechten Rand listet alle verfügbaren Tabellen auf. Ein Druck auf die Eingabetaste listet den Inhalt der aktiven Tabelle im unteren Fensterbereich auf. Der obere Fensterbereich fungiert als Editor, der SQL-Statements zur Ausgabe anzeigt und das Bearbeiten erlaubt. Die Bedienung ähnelt der des Editors Vim. Über die Nummerntasten erhalten Sie weitere Informationen zur jeweiligen Tabelle. So zeigt <\[>1]+ den Tabellenaufbau an, während <\[>3]+ vorhandene Indizes auflistet. Im Editorbereich bearbeiten Sie mit dem Tastenkürzel i das aktuelle Statement oder erweitern es. Mit [F5] führt die App das neue Statement aus. Das Tool erlaubt es, angepasste Statements zu speichern. Eine ausführliche Funktionsbeschreibung sowie eine Übersicht aller Tastenkürzel finden Sie auf der Github-Seite des Projekts. Auch wenn sich Rainfrog noch im Beta-Stadium befindet und es Ausgaben zuweilen fehlerhaft darstellt, lohnt sich ein Blick darauf.
Stiller Wächter
Das Tool Watchexec 2.3.2 registriert Veränderungen in Dateien und Ordnern und löst vordefinierte Aktionen aus.
Wer im Heimnetzwerk verschiedene Abläufe steuern möchte, muss manchmal auf Änderungen zeitnah reagieren. Wem eine komplexe Monitoring-Lösung zu aufwendig ist, der sollte einen Blick auf das Rust-basierte Watchexec werfen. Das Github-Repository stellt Binärpakete des Tools bereit. Die Software überwacht nach dem Start die Dateien im aktuellen Verzeichnis sowie in allen enthaltenen Unterverzeichnissen. Um ein bestimmtes Verzeichnis zu überwachen, geben Sie es nach dem Parameter --workdir an. Um dabei Unterverzeichnisse zu ignorieren, verwenden Sie -W. Möchten Sie nur eine bestimmte Datei im Auge behalten, übergeben Sie deren Namen nach -w. Soll sich die Überwachung auf einen bestimmten Dateityp beschränken, veranlassen Sie das mit -e. Zu ignorierende Pfade übergeben Sie hinter -i. Dafür eignen sich auch Pfadmuster. Watchexec berücksichtigt außerdem Dateien wie .ignore und .gitignore. Den Befehl oder das Programm, das die Software im Falle einer Änderung ausführt, geben Sie als letzten Parameter an. Nutzt der Befehl eigene Parameter, müssen Sie die Watchexec-Parameterliste mit -- beenden, bevor Sie den neuen Befehl anhängen. Soll das Ausführen des Befehls verzögert erfolgen, legen Sie die Wartezeit mit --delay-run fest. Um bereits laufende Programme neu zu starten, geben Sie den Parameter -r mit. Um sicherzugehen, dass die laufende Version wirklich beendet wird, brechen Sie sie vorab über -s ab. Für alle Aufrufe nutzt die App die Sh, eine andere Shell legen Sie mit --shell fest. Alles in allem bietet Watchexec eine interessante Möglichkeit, um Veränderungen an Dateien und Verzeichnissen zu überwachen und darauf zu reagieren. Anwendungsbeispiele finden Sie auf der Github-Seite des Projekts, mit -h erhalten Sie eine Onlinehilfe.
Fürs Archiv
Das Programm Ytdownloader 3.19.3 hilft Ihnen dabei, Videos von Youtube herunterzuladen.
Youtube ist für viele Anwender die Plattform der Wahl, um Unterhaltungsclips oder Schulungsvideos zu suchen. Findet man einen interessanten Beitrag und will ihn lokal speichern, ist Ytdownloader das Mittel der Wahl. Im Github-Repository des Projekts stehen Binärpakete für alle gängigen Plattformen und Paketmanager bereit. Die in Javascript verfasste und in HTML implementierte Software setzt im Hintergrund auf Tools wie Yt-dlp, Ffmpeg, Node.js und Electron. Nach dem Aufruf präsentiert sich Ytdownloader mit einem schlichten Fenster, in das Sie den Youtube-Link via Copy & Paste zum Herunterladen einfügen. Sobald die Software den Link geladen hat, besteht die Möglichkeit, den Download-Vorgang zu konfigurieren. Sie wählen dabei zwischen verfügbaren Video- und Audioformaten. Die erweiterten Einstellungen ermöglichen das Anpassen des lokalen Speicherplatzes oder das zeitliche Festlegen des Downloads. Bei Bedarf sichern Sie verfügbare Untertitel gleich mit. Auf Wunsch schließt sich das Tool nach erfolgreicher Übertragung wieder. Beim ersten Aufruf legt die App ihre Konfiguration unter $HOME/.config/ytdownloader an. Weitere Einstellungen nehmen Sie in der Onlinekonfiguration des Tools vor. Das betrifft beispielsweise die Standardbildqualität, den gewünschten Video-Codec sowie das Audioformat. Benötigen Sie einen Proxy, geben Sie dessen URL mit an. Es besteht außerdem die Möglichkeit, Cookies aus einem beliebigen Browser zu übernehmen. Einige Änderungen der Einstellungen erfordern einen Neustart von Ytdownloader. Alles in allem ist die Bedienung sehr intuitiv, was aber mit einem vergleichsweise hohen Ressourcenbedarf erkauft wird. Im Hintergrund nutzt Ytdownloader außerdem eine Variante der Chromium-Sandbox.
Auszeit
Der Bash-Screensaver 0.0.28 betätigt sich als Bildschirmschoner für die Konsole und bietet viele Motive.
In der Ära der CRT-Monitore stellten Bildschirmschoner sicher, dass sich das Bild während der Leerlaufphasen nicht in die Kathodenstrahlröhre einbrannte und sie damit unbrauchbar machte. Man hatte in der Regel die Wahl zwischen vielen verschiedenen, mehr oder minder attraktiven Motiven. Mit dem Bash-Screensaver steht nun ein ähnlicher Bildschirmschoner für das Terminal bereit. Da es sich lediglich um ein Shell-Skript handelt, lässt es sich nach dem Herunterladen direkt einsetzen. Ohne Parameter aufgerufen, zeigt das Tool eine Übersicht der verfügbaren Motive an. Dazu zählen unter anderem Klassiker wie der Zeichenvorhang aus “Matrix” oder die Life-Simulation. Insgesamt stehen 13 Motive zur Auswahl. Mit [Strg]+[C] beenden Sie den Bildschirmschoner und gelangen wieder zur Auswahl. Um ein bestimmtes Motiv zu verwenden, geben Sie dem Bash-Screensaver dessen Namen als Parameter beim Aufruf mit. Alternativ wählt das Tool mit -r ein zufälliges Motiv aus. Mit -n, gefolgt von einem Namen, legt es eine Vorlage für eigene Motivdefinitionen an. Standardmäßig zeigt die Vorlage nur wechselnde Punkte auf der Konsole an. Die Konfiguration der Motive finden Sie als Ordner im Unterverzeichnis gallery/. Auch dabei handelt es sich um Shell-Skripte, die Sie leicht an Ihre eigenen Bedürfnisse anpassen. Falls Sie jetzt neugierig geworden sind, sollten Sie die Applikation selbst testen. Eine ganze Reihe von Anwendungsbeispielen finden Sie im Github-Repository des Projekts. Eine Sperrfunktion für die Konsole bietet das Tool bisher allerdings nicht an. (Uwe Vollbracht/tle)









