Ganz gleich, ob Adressaufkleber, CD-Labels, Ordnerrücken oder Visitenkarten – gLabels erstellt Etiketten für fast jeden Zweck. Dabei unterstützt das Programm über 100 verschiedene Papiervorlagen von mehr als 45 Anbietern, darunter auch deutsche Größen wie Data Becker oder Zweckform. Falls das Programm die verwendete Vorlage doch nicht kennt, legen Sie mit dem Vorlagen-Designer selbst eine an. Der integrierte Assistent führt Sie selbsterklärend durch das Prozedere und fügt die neue Vorlage nahtlos zwischen den vorhandenen ein.
Haben Sie sich für eine Vorlage entschieden, versehen Sie diese neben Text bei Bedarf auch mit einfachen geometrischen Formen wie Rechtecken oder Kreisen. Darüber hinaus bietet das Programm die Möglichkeit, Bilder einzufügen oder Barcodes zu erzeugen. Dabei stehen 30 verschiedene Barcode-Typen von EAN über ISBN bis UPC zur Auswahl. Standardmäßig zeigt der Editor nur ein Etikett an, selbst wenn auf der DIN-A4-Seite mehrere Aufkleber untergebracht sind. Das Programm dupliziert den Inhalt des angezeigten Etiketts beim Druck automatisch auf alle anderen.
gLabels bietet eine einfache und schnelle Möglichkeit, Etiketten herzustellen. Das riesige Papiervorlagen-Repertoire lässt kaum Wünsche offen.
Zum Erstellen der eigenen Web-Site muss man heutzutage nicht zwingend HTML beherrschen: Mit Kompozer kommen auch weniger erfahrene Webmaster zu brauchbaren Ergebnissen. Das Programm basiert auf dem Code der Web-Entwicklungsumgebung Nvu, die seit 2005 nicht weiter entwickelt wird.
Standardmäßig startet das Programm im normalen Designmodus. Hierbei handelt es sich um eine Art Überblick, die auch einfache Formatierungselemente wie beispielsweise Tabellen anzeigt. Bei Bedarf lassen sich auch Symbole mit dem Kürzel des verwendeten HTML-Tags einblenden. Im Vorschaumodus zeigt sich die HTML-Seite so, wie sie später im Browser erscheint. Experten steht außerdem eine Quelltextansicht zur Verfügung, in der sie nah am Quellcode entwickeln können. Weniger Versierte greifen dabei zur Bearbeitung der Webseite auf die Elemente der Symbolliste zurück. Mit ihnen kann man Formulare und Tabellen anlegen, Bilder und Hyperlinks einbinden oder Cascading Style Sheets festlegen. Änderungen der Schriftart oder -farbe sowie die Positionierung sind ebenso mit wenigen Klicks möglich wie das Einfügen von Listen und Aufzählungen.
Insgesamt arbeiten Sie mit Kompozer fast wie mit einer Textverarbeitung und sehen in der Designansicht sofort ein Ergebnis. Dabei erlaubt das Werkzeug auch das gleichzeitige Öffnen und Bearbeiten mehrerer HTML-Dokumente, die es in getrennten Reitern verwaltet. Der integrierte Site-Manager unterstützt Sie schließlich beim Ausrollen und Abgleichen der Webseite mit dem Server beim Providers.
Der leistungsfähiger HTML-Editor Kompozer eignet sich gleichermaßen für Einsteiger wie Experten und hilft sowohl beim Erstellen als auch bei der Verwaltung von Webseiten.
Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei See um ein Werkzeug zur Anzeige von Textdateien und Manpages. Im Gegensatz zu anderen Programmen wie etwa man oder less verfügt es über eine grafische Oberfläche, die unter anderem auch Funktionen zum Hervorzuheben von Textpassagen oder zum Setzen von Markierungen bereitstellt.
See besteht aus den beiden Programmen seetxt und seeman, wobei es sich bei letzterem um einen symbolischen Link auf Seetxt handelt: Auf diese Weise erkennt das Tool, dass es sich beim angegebenen Dokument um eine Man-Page handelt. In der Bedienung und im Funktionsumfang unterscheiden sich die beiden Aufrufvarianten nicht. So haben Sie sowohl bei Texten wie auch Manpages die Möglichkeit, Lesezeichen im Text zu platzieren. Über eine Lesezeichenliste, die zu jedem Bookmark auch eine Textzeile als Auszug zeigt, steuern Sie markierte Passagen später wieder an. Besonders wichtige Textstellen kann See auch farblich hervorheben: Hier haben Sie die Wahl zwischen einer kursiven Rot- oder einer fetten Blauschrift.
Farbliche Markierungen sowie Lesezeichen für jedes einmal geöffnete Dokument legt See in der Konfigurationsdatei seedata ab. Auf diese Weise stehen die Markierungen und Lesezeichen auch beim nächsten Zugriff auf das Dokument wieder zur Verfügung – vorausgesetzt, der Pfad zum Dokument stimmt noch. Falls nicht, müssen Sie diesen manuell in der Datei seedata anpassen.
Als etwas unpraktisch erweist sich die Suchfunktion von See. Zwar arbeitet sie schreibweisenabhängig und unterstützt auch reguläre Ausdrücke, allerdings muss man den Suchbegriff bereits beim Aufruf mit übergeben. Wollen Sie im Verlauf der Recherche einen anderen Begriff verwenden, müssen Sie das Programm mit dem entsprechenden Parameter starten. Erfreulicherweise erkennt See jedoch, wenn schon ein Fenster mit diesem Dokument offen ist, und nimmt die Suche dort vor. Einen weiteren Wermutstropfen stellt die fehlende Mausradunterstützung dar – zur Navigation im Dokument stehen ausschließlich die Pfeiltasten zur Verfügung.
Lesezeichen und Markierungsoptionen machen See zu einer interessanten Alternative zu man und less. Eine Integration der Suchoption in die Oberfläche würde das Tool jedoch noch attraktiver machen.
Treeline unterstützt Sie beim Verwalten von Texten in einer Baumstruktur. Je nach gewählter Vorlage erfasst das Tool Aufgaben, Adressen oder Buchlisten. Neben diesen bereits sehr spezifischen Vorlagen stehen auch die Varianten Plaintext und HTML zur Auswahl, in denen Sie reine Textobjekte ablegen. Jedes Objekt besteht dabei aus einer Überschrift und einem Text. Die HTML-Textvorlage erlaubt überdies den Einsatz von HTML-Tags, was eine simple Formatierung ermöglicht. Sind Aspell oder Ispell installiert, prüft Treeline die Texte außerdem auf mögliche Rechtschreibfehler.
Die Bedienung von Treeline gestaltet sich weitgehend intuitiv. Zur Navigation nutzen Sie entweder eine Baumstruktur oder eine flache Liste. Dabei zeigt das Programm den Inhalt der Textobjekte standardmäßig im Ansichtsmodus an. Der Wechsel in den Editormodus ist jedoch nur einen Mausklick entfernt. In der Baumstruktur verschieben Sie per Drag & Drop oder über den Menüpunkt Bearbeiten einzelne Textobjekte oder ganze Teilbäume. Eine Undo-Funktion stellt dabei sicher, dass Fehler keine fatalen Folgen zeitigen.
Genügen die vorhandenen Vorlagen Ihren Ansprüchen nicht, dann wandeln Sie über den Menüpunkt Daten eine existierende Vorlage ab oder definieren eine neue. Sowohl Vorlagen als auch Hierarchien mit Einträgen speichert Treeline im XML-Format. Wahlweise lassen sich die Dokumente dabei komprimieren und auch verschlüsseln. Zur Interaktion mit anderen Programmen wandelt Treeline die Inhalte in andere Formate. Je nach Benutzervorgabe exportiert es den gesamte Baum oder nur festgelegte Teilstücke. Neben HTML, XSLT und einigen anderen speziellen Formaten unterstützt Treeline auch das von OpenOffice verwendete ODF-Format.
Treeline eignet sich hervorragend zum Archivieren und Verwalten von Textpassagen, Codefragmenten oder auch URLs. Letztere öffnet Treeline beim Anklicken automatisch im Standard-Browser.
Ursprünglich zum Verwalten von WLAN-Verbindungen gedacht, hat sich Wicd inzwischen zu einen vollwertigen Managementwerkzeug für Netzwerke und Interfaces entwickelt. Mit seiner Hilfe legen Sie auf einfache Weise zu verwendende DNS-Server fest, konfigurieren den DHCP-Client, setzen statische IP-Adressen und Routen oder passen Netzwerkmasken an. Bei der Konfiguration von WLAN-Verbindungen gestattet Wicd zudem, die ESSID und das Verschlüsselungsprotokoll des jeweiligen Netzes anzugeben. Bei der Verschlüsselung reicht die unterstützte Palette dabei von WAP 1 und 2 über WEP bis zu TTLS.
Alle Interfaces werden über Profile konfiguriert. In ihnen legen Sie die notwendigen Konfigurationsparameter fest. Auf diese Weise erstellen Sie beliebig viele Profile, zwischen denen Sie im Betrieb wechseln – ideal für den mobilen Einsatz. Globale Einstellungen, wie die vorhandenen Netzwerkkarten, das Verhalten bei der Trennung vom Netz oder die externen Dienstprogramme, legen Sie hingegen für alle Profile in den Programmeinstellungen fest. Bei der Verwendung externer Programme zeigt sich Wicd flexibel und erkennt weitgehend eigenständig, welche Tools das System vorhält. Mit deren Hilfe ermittelt Wicd dann die angeschlossenen Netzwerkkarten, setzt DHCP-Requests ab oder manipuliert die Routingtabellen.
Das größtenteils in Python implementierte Wicd besteht aus einem Daemon, der beim Systemstart aktiviert wird und alle Einstellungen vornimmt, sowie aus zwei Konfigurationsclients: Neben der grafischen Oberfläche gibt es auch eine Curses-basierte Variante für die Konsole.