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Online im Grünen

UMTS-Datenkarten im Test

T-Mobile

Die Installation der T-Mobile-Datenkarte ist deutlich einfacher. Das Modell "Option 3G" der Firma Qualcomm unterstützt die Standards UMTS und GPRS. Im Vergleich zur Vodafone-Karte eignet sich das Qualcomm-Gerät besser für den Transport, da es kaum aus dem PCMCIA-Slot ragt. Nach dem Einstecken in den passenden Schacht Ihres Laptops sollten Sie zuerst durch einen leichten Druck die Butterfly-Antenne öffnen. Laut tail -f /var/log/messages erkennt das System die Datenkarte sofort korrekt und initialisiert den Nozomi-Treiber. Sie müssen nur noch den Verbindungsaufbau durchführen.

Unter Suse Linux wählen Sie dazu wieder den Weg mittels YaST, wobei Sie auch hier das anzusprechende Gerät (/dev/noz0) von Hand angeben müssen. Die PIN-Code überträgt bei der T-Mobile-Karte ein gewöhnlicher AT-String. In YaST klicken Sie dazu auf Details und fügen dann im Feld Init 3 folgende Zeile ein

AT+CPIN=xxxx

Den Eintrag xxxx müssen Sie dabei durch die vierstellige PIN-Kennzahl Ihrer SIM-Karte ersetzen. Auch Kppp und das Netzwerk-Tool von Gnome bieten entsprechende Felder zum Anpassen der Init-Strings an. Die T-Mobile-Karte benötigt zudem einen festen DNS-Eintrag. Dazu eignen sich zum Beispiel folgende Nameserver:

139.7.30.125
139.7.30.126
145.253.2.11
217.237.149.225

Kinternet verbindet Sie auch in diesem Falle zuverlässig mit dem UMTS-Netzwerk von T-Mobile, der Verbindungsaufbau dauert allerdings deutlich länger als bei der Vodafone-Karte.

E-Plus per USB

Das USB-Mini-Modem von E-Plus lässt sich nur über einen Trick zur Zusammenarbeit mit Linux überreden. Schuld daran ist der eingebaute Flash-Speicher des Geräts, der sich unter Linux als CD-ROM-Laufwerk ausgibt. Auf diesem befinden sich die Treiber und Software für Windows-Systeme zur automatischen Installation per Autorun-Skript. Anscheinend finden immer mehr Hardwarehersteller an dieser Methode der Treiberinstallation Gefallen. Linux erkennt den Flash-Speicher als /dev/sr0 und bindet ihn als externes Laufwerk brav ein. Damit Linux das eigentliche HSDPA-Modem findet, müssen Sie zunächst als Root über die Befehle umount /dev/sr0 und rmmod usb-storage die Laufwerkfunktion des Modems deaktivieren. Danach laden Sie das usbserial-Modul mit den Hersteller-Parametern:

modprobe usbserial vendor=0x12d1 product=0x1003

Die Ausgabe von ls -l /dev/ttyUSB* sollte ihnen jetzt die Geräte /dev/ttyUSB0 bis /dev/ttyUSB2 anzeigen. Das Modem sprechen Sie über die Gerätedatei /dev/ttyUSB0 und die üblichen Parameter an. Mit dem Init-String AT+CPIN=xxxx setzen Sie die PIN, für die Einwahl benutzen Sie den Modembefehl AT+cgdcont=1,"ip","internet.eplus.de" und die Telefonnummer *99#. Weitere Init-Strings benötigt das Modem nicht. In den Tests mit wvdial hatte das Kommandozeilentool unter Suse Linux 10.1 Probleme mit dem E-Plus-Gerät, die Einwahl per kppp klappte allerdings problemlos.

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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LinuxUser 06/2012

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