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Fernsehdemokratie

Democracy Player spielt Video-Podcasts

Programmdirektor

Die meisten Kanäle hält der Programmführer auf Englisch bereit. Die Internetseite bietet in der rechten Spalte jedoch unter Browse Channels weitere Sprachen (More languages) an. Wählen Sie German, dann stehen Ihnen immerhin 70 Kanäle in deutscher Sprache zur Verfügung. Neben den privaten Ergüssen selbsternannter Fernsehunterhalter finden Sie auch einige interessante Kanäle mit bekannten Sendungen, wie "heute Journal" des ZDF oder das Wissenschaftsjournal "Quarks & Co.".

Jeder noch nicht abonnierte Kanal wartet mit einem grünen +ADD-Icon auf, dessen Betätigen ihn in die linke Navigationsliste des Players befördert. Aktivieren Sie den Kanal dort, erscheint die Aufreihung verfügbarer Videobeiträge, die Sie wie oben beschrieben nutzen. Auf diese Weise führen Sie sich auch die "Tagesschau" der kompletten letzten Woche noch einmal vor Augen.

Neben Wiederholungen bekannter Fernsehsendungen warten auch viele selbst produzierte Beiträge auf Zuseher. Es gibt Filme mit fragwürdiger Komik, misslungene Slapsticks aus dem privaten Bereich, Musikvideos, ernsthafte Beiträge von kleinen Gruppierungen mit einer Mission und sogar erstaunlich gute unabhängigen Kunstfilme, die auch schon mal abendfüllende Länge erreichen.

Wem das Angebot von Videobomb.com [3] nicht genügt, der nutzt den umfangreichen Clip-Fundus der Videoportale YouTube, Google Video oder auch Yahoo! Video. Der linke untere Fensterrand hält eigens dafür ein Suchfeld bereit (Abbildung 5). Sonstige Kanäle, auf die Sie während ihrer Internetrecherche stoßen, fügen Sie über den Menüeintrag Kanäle | Kanäle hinzufügen ein, indem Sie dort den richtigen Link eintragen. Democracy Player verwaltet dann auch diese Videos für Sie.

Abbildung 5: Wem das Angebot des Channel Guide von Videobomb.com nicht genügt, der wird vielleicht auf anderen Portalen fündig.

Ausblick

Was die Zukunft bringt, vermag der frischgebackene Podcaster nur erahnen. Den aufmerksamen Betrachter beschleicht aber das ungute Gefühl, dass auch der idealistische und freie Gedankenansatz hinter dem Democracy Player in kommerzielle Mühlen gerät, sobald die technischen Voraussetzungen dies erlauben.

Nichtsdestotrotz erweist sich Democracy Player als gute Medienverwaltungssoftware. Das durchdachte Bedienkonzept macht es Anwendern des Programms einfach. Um unter Linux festen Fuß zu fassen, sollten die Macher auch Pakete für Open Suse und andere große Distributionen bereitstellen. Gelegentliche Abstürze der Software offenbaren den Beta-Status – engagierte Anwender unterstützen das Projekt, indem sie Probleme melden.

Infos

[1] Democracy Player: http://www.getdemogracy.com

[2] Organisation hinter dem Player: http://www.participatoryculture.org

[3] Video-Portal für Democracy-Player: http://www.videobomb.com

[4] Democracy Player für Suse 10.0: http://nileshbansal.blogspot.com/2006/05/democracy-player-on-suse-100.html

[5] Democracy Player für Suse 10.2: http://mteixeira.webset.net/blog

[6] Linux-Hilfe: https://develop.participatoryculture.org/democracy/wiki/LinuxNotes

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Infos zum Autor

Mirko Albrecht

Mirko Albrecht schreibt seit Ende 2004 regelmäßig Beiträge für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Wenn er nicht gerade eine neue Distribution ausprobiert, spielt er gern Schach oder fotografiert die Welt.
Seine Rechner werden meist von Xubuntu oder Opensuse bevölkert.


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LinuxUser 06/2012

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