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Wordpress 2.7 glänzt mit neuen Features

12.12.2008 Wordpress 2.7, Codename "Coltrane", ist ein Major Release und bringt nicht nur unter der Haube zahlreiche Neuerungen mit.

Zunächst der wohl wichtigste Punkt: Wordpress 2.7 lässt sich per Druck aufs Knöpfchen aktualisieren. Es ist nun nicht mehr notwendig, die Dateien einer neuen Version manuell über die alten zu bügeln. Der Upload erfolgt per SFTP, auch die Plugin-Ordner muss man künftig nicht mehr zu Fuß in das passende Verzeichnis auf dem Server schieben − das passiert nun alles über das als "Dashboard" bezeichnete Backend von Wordpress. Das ist ein großer Schritt nach vorn für das freie Blogging-System, das über eine sehr aktive und massive Entwickler-Community (150 Entwickler trugen zum aktuellen Release bei) verfügt und daher − aber auch aus Sicherheitsgründen − recht häufig neue Versionen veröffentlicht.

Die zweite große Innovation ist weniger sichtbar: Wordpress 2.7 verfügt über deutlich mehr API-Calls, um externen Entwicklern die Möglichkeit zu geben, an das System anzudocken. Das dürfte noch mehr Entwickler ermutigen, mit dem Blogging-System zu spielen, das sich immer mehr zu einem vollwertigen Content Management System mausert. So enthält Wordpress eine funktionierende Versionsverwaltung, verteilt Rollen an die Anwender und verfügt über ein umfangreiches Arsenal an Plugins.

Apropos Backend: Anwendern erleichtern die Wordpress-Macher das Leben, weil diese die meisten Funktionen nun mit deutlich weniger Mausklicks erreichen. Zudem können sie die einzelnen Komponenten des Backends per Drag-and-Drop herumschieben und so das Dashboard den eigenen Bedürfnissen anpassen. Wichtige Artikel lassen sich nun auf der Startseite auf sticky setzen, was ein sehr sinnvolles Feature ist, um wichtige Meldungen aus dem täglichen Nachrichtenstrom hervorzuheben. Gefeilt wurde auch an der Darstellung der Kommentare, die sich über mehrere Seiten verteilen lassen. Zudem kann der Wordpress-User die Kommentare nun über das Dashboard moderieren.

Immer wieder ein Thema bei Wordpress ist die Sicherheit − und wird es wohl auch bleiben. Nach wie vor konzentrieren sich die Entwickler in erster Linie auf neue Funktionen. Für Themes existieren Sicherheitschecks, für Plugins allerdings nicht, weshalb sie häufig als Einstiegstor für Spammer und Hacker dienen. Wer Plugins verwendet, sollte sich also vorher die Kommentare auf der Webseite des Entwicklers ansehen. Ein Artikel von Frank Bültge [Klub] im aktuellen LinuxUser zeigt, wie man Wordpress so absichert, dass die Standard-Version den gängigsten Hacker-Methoden widersteht. Wer Wordpress 2.7 ausprobieren möchte, findet eine deutschsprachige Version auf den lokalisierten Seiten von Wordpress.org.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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