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Musik liegt in der Luft

Multimedia-Streaming im lokalen Netz mit Firefly

Webinterface

Um den Server über das Netz zu administrieren, öffnen Sie einen Webbrowser und geben als Adresse die IP-Adresse des Rechners ein, auf dem Firefly läuft. Hinter die IP schreiben Sie die Portangabe 3689, getrennt von einem Doppelpunkt:

http://IP-Adresse
:3689

Die Software fordert Sie auf, einen Benutzernamen sowie ein Passwort einzugeben. Ins Feld für den Benutzernamen tragen Sie nichts ein; als Passwort geben Sie jenes ein, das Sie in der Konfigurationsdatei zuvor im Feld admin_pw gesetzt haben.

Das Webinterface (Abbildung 3) bietet auf übersichtliche Weise einige nützliche Funktionen: Klicken Sie beispielsweise links auf den Eintrag Configuration, sehen Sie, dass sich hier viele Einstellungen wiederfinden, die Ihnen beim manuellen Editieren der Konfiguration bereits begegnet sind. Um diese jedoch mit dem Webinterface zu ändern, benötigt Firefly vollen Zugriff auf die Konfigurationsdatei. Das erledigen Sie am einfachsten auf der Konsole, indem Sie dort den Befehl

# chown Benutzer
:root /usr/local/etc/mt-daapd.conf

Abbildung 3: Über das Webinterface steuern Sie den Firefly-Server auf komfortable Weise.

als root ausführen. Den Benutzer ersetzen Sie dabei durch den Namen des Kontos, mit dessen Rechten bei Ihnen der Server läuft. Wissen Sie nicht, welcher das ist, dann schauen Sie in der Datei nach, die Sie eben editiert haben – beim Eintrag runas findet sich die begehrte Information.

Sie ändern mit dem Kommando den Eigentümer der Konfigurationsdatei. Ein anschließender Reload im Browserfenster sorgt dafür, dass die Meldung über nicht ausreichende Zugriffsrechte verschwindet. Sie haben nun über das Webinterface vollen Zugriff.

Über das grafische Editieren der Konfigurationsdatei hinaus bietet das Interface noch weitere Funktionen. Bereits auf der Startseite finden Sie drei wichtige Buttons: Mit dem ersten halten Sie den Server an, mit den beiden anderen weisen Sie das Programm an, eine Suche nach neuen Audiodateien zu starten. Das wird insbesondere dann notwendig, wenn Sie im laufenden Betrieb neue Musik in den MP3-Ordner kopiert haben. Die erscheint nicht automatisch in der Playlist. Start Scan startet dabei einen Schnellsuchlauf, Start Full Scan sorgt für eine intensive Suche in allen Ordnern des MP3-Verzeichnis.

Playlists

Mit dem Eintrag Smart Playlists haben Sie die Möglichkeit, eigene Playlisten anhand der ID3-Tags der Musikdateien zu erstellen. Diese Funktion richtet sich insbesondere an iTunes-User: Hören Sie Musik in iTunes per DAAP, erlaubt die Software es nicht, lokale Playlists anzulegen. Mit serverseitigen Abspiellisten umschiffen Sie das Problem, und der Eintrag Smart Playlists bietet den richtigen Ort, um diese zu erstellen.

Klicken Sie auf Add New Playlist und geben Sie der neuen Abspielliste danach zunächst einen passenden Namen. Anschließend klicken Sie unten rechts auf Wizard, um einen Assistenten auf den Schirm zu holen. Der hilft bei der Auswahl der Kriterien, nach denen Firefly der Playlist Lieder hinzufügt (Abbildung 4).

Abbildung 4: Mithilfe eines Assistenten fügen Sie der serverseitigen Playlist nach frei definierbaren Kriterien Titel hinzu.

Geben Sie bei Artist beispielsweise The Smashing Pumpkins ein und verwenden als Operator das Gleichheitszeichen, dann fügt der Assistent nur solche Lieder in die Playlist ein, die als Interpreten genau den gesuchten Eintrag haben. Verwenden Sie statt des Gleichheitszeichens das Wort Includes, enthielte die Trefferliste auch Einträge, die als Interpreten nur den Eintrag Smashing Pumpkins haben. Über die Schaltflächen Match all sowie Match some am Ende des Fensters aktivieren Sie eine Art Überraschungsmodus für die Musikauswahl.

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LinuxUser 06/2012

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