Egal ob ein transparenter 3D-Desktop oder eine Volltextsuche via Beagle – die Anwendungen auf aktuellen Linux-Distributionen schlucken immer mehr Rechenleistung. Schon ein drei Jahre alter PC röchelt unter einem aktuellen Open Suse 10.2. Statt funktionierende gegen kostspielige neue Hardware auszutauschen, verwenden Sie doch einfach eine Mini-Distribution: Die eignet sich perfekt für schwachbrüstige Computer.
Bevor Sie aber zu diesem Mittel greifen, sollten Sie alternativ eine Schlankheitskur erwägen. Zwar setzt etwa Ubuntu 7.04 nur 256 MByte RAM voraus, die installierten Programme fressen jedoch weitaus mehr Ressourcen. Über die Paketmanager der Distributionen wechseln Sie Ressourcenmonster gegen schlanke Kollegen aus und entschlacken so das gesamte System.
Abspecken
Dazu überlegen Sie zunächst, wofür Sie den Computer überhaupt brauchen. Um Briefe zu schreiben, genügt schon AbiWord [1] – in diesem Fall putzen Sie den Speicherfresser OpenOffice von der Platte. Mit dem schlanken Browser Dillo [2] surfen Sie flott durchs Internet. Prüfen Sie also, ob Sie die installierten Programme tatsächlich benötigen und falls ja, ob es nicht auch schlanke Alternativen tun. Die finden Sie über den Paketmanager oder auf Seiten wie Freshmeat [3].
Bunte Fressorgie
Als Ressourcenfresser Nummer 1 gilt der Desktop: Je größer, schöner und komfortabler, desto mehr Leistung schluckt er. Es gibt weitaus genügsamere Benutzeroberflächen als KDE und Gnome: Neben XFCE [4] liegen vielen Distributionen auch die Leichtgewichte Icewm [5], Fluxbox [6] oder Window Maker [7] bei. Nach ihrer Installation über den Paketmanager wählen Sie am Anmeldebildschirm einfach einen anderen Desktop aus.



