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Virtueller Steinmetz

Der Modeller K-3D

Licht und Schatten

Die vielen Modifier im Modify-Menü (Abbildung 7) stellen eine besondere Stärke von K-3D dar: Mit ihnen lassen sich viele komplexe Formen mit wenig Aufwand erstellen. Kein anderer freier Modeller bietet einen vergleichbaren Leistungsumfang. Alle Einträge in diesem Menü sind als Plugins realisiert, deren Bestand sich mit relativ wenig Aufwand und ohne Kenntnis des gesamten K-3D-Quellcodes erweitern lässt. Weniger gut ist die Dokumentation: Zwar findet sich in der K-3D-Dokumentation [4] eine Erläuterung zu allen Plugins. Die knappe Beschreibung in ein bis zwei Sätzen reicht aber so eben als Einstieg zu eingenen Experimenten.

Abbildung 7: Basierend auf der Plugin-Architektur stehen in K-3D mehr Funktionen zum Formen der räumlichen Drahtgitternetze zur Verfügung, als in allen anderen freien Modellern.

Zudem gibt es in K-3D auch Inkonsistenzen, die dem Anwender zusammen mit der dünnen Dokumentation das Leben schwer machen: So ist es nicht möglich, Untereinträge aus der Node-History zu löschen. Sobald der Benutzer dies versucht, verschwindet das zugehörige Objekt aus der Anzeige. Der Hintergrund: Beim Löschen eines Glieds aus der Pipeline reißt diese einfach ab, da die Verknüpfung zwischen der Grundform und der Instance (die die Voraussetzung für die Anzeige eines Objekts ist) verschwindet.

Wer sich die Mühe machen möchte, kann die Verknüpfung manuell wieder herstellen: In den Node Properties symbolisieren die kleinen Steckersymbole die Verknüpfung zwischen den Gliedern der Pipeline. Damit K-3D überhaupt etwas anzeigt, muss hinter dem Symbol für die Input Matrix immer eine Verknüpfung zur Output-Matrix des Objekts stecken, das in der Node-History darunter steht (Abbildung 8). Ein Klick auf dass Steckersymbol erlaubt es, die Verknüpfung neu zu setzen. Die Abfolge Input Matrix auf Output-Matrix ist dabei stets zu beachten. Diese Handarbeit sollte jedoch eigentlich die Software übernehmen.

Abbildung 8: Beta-Charakter: Löscht der Anwender einen Zwischenschritt aus der Pipeline, so muss der die zerrissene Verknüpfung wieder mühsam per Hand herstellen.

Rendern

Bei der Anzeige im K-3D-Fenster handelt es sich nur um eine Vorschau. Für eine fotorealistische Abbildung müssen Sie das Modell erst noch rendern. K-3D verlässt sich dabei auf externe Programme wie Yafray [5], Povray [6] oder Agsis [7]. Eines davon muss auf dem Rechner installiert sein. Für die Aufmachergrafik kam Yafray zu Einsatz. Für diesen leistungsfähigen Renderer stellen die meisten Distributionen Pakete zur Verfügung.

Um überhaupt rendern zu können, ist mindestens eine Lichtquelle erforderlich. Deren Typ richtet sich nach dem eingesetzen Renderer: Für Yafray reicht für erste Gehversuche ein YafrayPointLight aus, das Sie links vor der Säule platzieren. Beim ersten Klick auf Render fragt die Software nach der zu verwendenden Engine. Create YafrayEngine ist die richtige Wahl für Yafray. Unter dem Eintrag YafrayEngine in der Node List lassen sich Einstellungen wie die Auflösung des Renderings anpassen.

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