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Nummer Eins

Die KDE-Brennsuite in Version 1.0

Neue Features

Auf den ersten Blick unterscheidet sich das neue K3b nicht vom alten: Per Klick auf eine der vier Schnelltasten erstellen Sie eine neue Audio- oder Daten-CD, kopieren eine CD oder beschreiben eine DVD mit Daten. Die neue Version zeigt Ihnen aber auch, welche Projekte K3b sonst noch beherrscht. Wählen Sie dazu den Button Weitere Aktionen (Abbildung 3). Möchten Sie die Schnellstarttasten ändern, klicken Sie diese mit der rechten Maustaste an und wählen Knopf hinzufügen beziehungsweise Knopf entfernen.

Für jedes Projekt öffnet K3b einen neuen Reiter. Im Unterschied zur Vorgängerversion können Sie jedoch in K3b auch dann auf die Schnellstartknöpfe zugreifen, wenn Sie ein Projekt geöffnet haben, da die Schnellstarter auf einem eigenen Reiter residieren. In den Brenndialogen fällt auf, dass K3b 1.0 auf einige frühere Optionen verzichtet und bei fast allen Einstellungen die Option Automatisch vorgibt.

Sollte es beim Brennen zu Problemen kommen, hilft der Systemcheck von K3b über Hilfe | Systemüberprüfung weiter. Er zeigt an, ob die Berechtigungen für sämtliche Programme stimmen, und bietet bei Problemen auch Lösungsvorschläge an.

Im Brenndialog hat Sebastian Trüg gleich zwei wichtige Änderungen vorgenommen: K3b zeigt den Namen eines Laufwerks nur noch an, wenn sich kein Medium darin befindet. Je nach Projekt zeigt der Dialog neu einen Hinweis (Bitte legen Sie eine Audio-CD ein) oder den Typ des Mediums an (Abbildung 2). Dies erleichtert die Arbeit in K3b mit mehreren Laufwerken deutlich.

Abbildung 2: In K3b 1.0 muss sich der Benutzer keine Gerätenamen merken, sondern nur den Medientyp (links). In bisherigen Versionen zeigte K3b hier den Namen des Lese- oder Schreibgeräts an (rechts).

Traditionell zeigte K3b bislang im Brenndialog unten drei Schalter an, über die Benutzer ihre Einstellungen speichern und neue laden konnten. Anstelle dieser drei Knöpfe stellt Version 1.0 nur noch zwei Schaltflächen bereit: Einen Button, um die Einstellungen zu speichern, und ein Dropdown-Menü, über das sich die Standardwerte oder eigene Einstellungen laden lassen. Der Dialog wirkt dadurch deutlich übersichtlicher.

Rippen macht Spaß

Gut gefallen hat uns der neue Videokodierungsdialog von K3b. Die Oberfläche lehnt sich stark an das Audio-Ripping-Fenster an. Klicken Sie auf das entsprechende Laufwerk-Symbol, so listet K3b die einzelnen Filme auf und markiert diese automatisch für die Auslese (Abbildung 3). Ein Klick auf Auslese starten öffnet einen zweiten Dialog, in dem Sie den Codec, die Bitrate und die Bildgröße auswählen. Für die meisten Benutzer dürfte auch in diesem Dialog ein Klick auf Start genügen, um die DVD ins MPEG4-Format umzuwandeln. Im Hintergrund arbeitet dann transcode je nach Länge des Spielfilms und CPU-Leistung ein paar Stunden, bis das MPEG4-Video fertig ist.

Abbildung 3: Einfacher denn je: mit dem neuen Video-Ripping-Dialog von K3b wandeln Sie Ihre Filme über wenige Mausklicks ins MPEG4-Format um.

Möchten Sie die Videodaten nicht umwandeln, sondern bearbeiten oder direkt darauf zugreifen, werden Sie am neuen KIO-Slave von Konqueror gefallen finden: Über die Adresse videodvd:/ ziehen Sie die MPEG-Streams einer DVD per Drag & Drop auf Ihren Rechner. Um die Verschlüsselung brauchen Sie sich dabei nicht zu kümmern.

Zwei kleine Schönheitsfehler haben sich beim DVD-Ripping-Modul allerdings noch eingeschlichen: Die Statusanzeige spiegelt den tatsächlichen Verlauf nicht wirklich wider und bleibt bereits nach wenigen Sekunden bei 99 Prozent stehen, obwohl die eigentliche Arbeit noch bevorsteht. Zudem liest K3b noch keine Untertitel aus.

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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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LinuxUser 06/2012

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