Home / EasyLinux / 2008 / 02 / Für eine Handvoll Plasma

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

„Klickbunt auf dem Server? Warum nicht, wenn's hilft!"
(220 Punkte bei 8 Stimmen)
KDE 4.10.2, Gnome 3.6 und mehr
(121 Punkte bei 4 Stimmen)
Google schmeißt Jabber raus ...
(121 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.

Für eine Handvoll Plasma

Desktop-Effekte von KDE 4

10.04.2008 Plasma haucht dem KDE-4-Desktop Leben ein. Die optisch beeindruckenden Widgets bringen Spaß und Informationen auf die KDE-Oberfläche.

Plasma und die Plasmoiden – was wie ein Bandname aus den 50er Jahren klingt, sorgt auf dem KDE-Desktop für neuen Schwung. Die Desktop-Bewohner bringen teils nützliche, teils hübsche Spielereien mit. Sie holen Daten aus dem Internet, aber auch vom lokalen Rechner, und präsentieren diese grafisch aufgehübscht in halbtransparenten Widgets (Abbildung 1). Dabei kann es sich ebenso um die Auslastung der CPU handeln, wie um die aktuelle Wettervorhersage von einer einschlägigen Webseite.

Abbildung 1: Plasmoide in Aktion: Der halbtransparente Rand enthält die Steuerfunktionen, über die Sie die Widgets vergrößern, drehen oder konfigurieren.

Diese so genannten Plasmoids, die unter KDE 4 den Desktop bevölkern, stammen nicht aus dem leeren Raum. Superkaramba hieß unter KDE 3 ein Versuch, dem geneigten Nutzer mit visuellen Spielereien den Desktop schmackhaft zu machen. Das gelang nur halb. Die Applets von Superkaramba (Abbildung 2) brachten Transparenz mit, verpackten ebenfalls Daten in einer hübschen Hülle und legten sie auf dem Desktop ab. Doch in der Praxis erwiesen sich die kleinen Racker meist als recht träge: Einige von ihnen starteten einfach nicht, andere verabschiedeten sich regelmäßig und rissen den Desktop im schlimmsten Fall mit in den Abgrund.

Abbildung 2: Auch KDE 3 brachte mit Superkaramba Desktop-Applets mit, allerdings erwiesen diese sich häufig als recht instabil.

Volle Kontrolle

Doch die Idee war gut. Also nahmen die Entwickler mit KDE 4 einen neuen Anlauf, den Desktop optisch aufzuwerten. Die grafischen Effekte sind Hingucker und verschaffen dem Desktop die gewünschte Aufmerksamkeit.

Die visuellen Effekte setzen bei KDE 4 allerdings auf ein neues Konzept – auf Plasma. Die gleichnamige Bibliothek kontrolliert sämtliche Komponenten des Desktops – das Hintergrundbild, die Leisten, das Startmenü und die Icons. Die einzelnen Komponenten, die Plasma zusammenhält, heißen Plasmoids. Letztlich besteht der KDE-4-Desktop also aus einer handvoll Plasmoids – Plasma verwaltet diese bunte Truppe. Alternativ nennen Entwickler die Plasmoids gern auch Widgets (in Anlehnung an die Dashboard Widgets von Mac OS X), eine eindeutige Terminologie fehlt offenbar noch.

Nach dem Start von KDE 4 sieht der Plasma-Desktop so aus, wie Sie es gewohnt sind. Er bringt eine Fußleiste, Desktop-Icons und ein klassisches Startmenü mit. Nun können Sie ihn verändern, neue Plasmoids hinzufügen und vorhandene den eigenen Bedürfnissen anpassen.

In Version 4.0.1 von KDE erledigen die Plasmoids noch recht simple Aufgaben. Sie zeigen Bilder aus einem bestimmten Verzeichnis an, prüfen den Ladezustand der Laptop-Batterie und laden aktuelle Comicstrips auf den Desktop. Doch ab KDE 4.1 laufen voraussichtlich auch Komponenten von komplexeren Anwendungen wie Amarok 2 in den Plasmoids (Abbildung 3).

Abbildung 3: Auf der Entwicklerveranstaltung FOSDEM präsentierte ein Entwickler eine Aussicht auf Amarok 2 mit Plasmoids.

Plasmoids in Bewegung

Plasmoids lassen sich manipulieren. Das ist nichts Neues – Icons lassen sich auch unter KDE 3 über den Desktop schieben. Plasmoids können Sie jedoch auch vergrößern – ohne am Ende pixelige Riesen-Icons zu erhalten. Die integrierten Grafiken nutzen das Vektorgrafikformat.svg – solche Bilder lassen sich ohne Qualitätseinbußen beliebig vergrößern und verkleinern. Zudem ist es möglich, die Icons und sämtliche anderen Widgets zu drehen. Der auf dem Desktop angezeigte RSS-Feed kann also auch von links oben nach rechts unten laufen (Abbildung 4). Plasmoids können auch miteinander interagieren. So ist es möglich, ein Bild aus dem Dateimanager Dolphin per Drag & Drop auf den Desktop zu ziehen. Plasma bettet das Bild dann automatisch in ein Plasmoid ein. Alternativ schieben Sie dieses Plasmoid von der Auswahlliste in die Taskleiste oder von dort auf den Hintergrund.

Abbildung 4: Echt schräg: Plasmoiden lassen sich auch rotieren. Das Bild zeigt einen Newsticker und ein Plasmoid, das ausgewählte Bilder anzeigt.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1289 Hits
Wertung: 0 Punkte (6 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

EasyLinux 02/2013

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet EUR 9,80. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der EasyLinux-Homepage.

Das EasyLinux-Jahresabo mit Prämie kostet ab EUR 33,30. Details zum EasyLinux-Jahresabo finden Sie im Medialinx-Shop.

Tipp der Woche

Emacs als Psychologe
Emacs als Psychologe
Tim Schürmann, 21.05.2013 11:49, 0 Kommentare

Wer beim Schreiben in Emacs nicht mehr weiter weiß oder schier an einer Programmieraufgabe verzweifelt, der kann den eingebauten Psychologen um Rat fragen.

1966 entwickelte der Infor...

Aktuelle Fragen

Kontakt via QR code hinzufügen
Herman Sproesser, 17.05.2013 17:46, 3 Antworten
Hi hab in der aktuellen ausgabe 06.2013 den artikel über QR Codes gelesen. Ich hab nartürlich...
Dateimanager Dolphin, wo legt er die Datei Kommentare ab?
Uwe Heine, 16.05.2013 15:19, 1 Antworten
Suse Linux 12.1 - KDE 4.7.2 / Dolphin 1.7. Ich habe bei vielen Dateien über Dolphin Kommentare...
wie baut man Kernel Module so, dass sie mit jedem Kernel laden?
GoaSkin , 22.04.2013 10:22, 1 Antworten
Hallo, baut man anhand eines Kernel-Sources Module, nutzt Linux im Normalfall eine strikte V...
Problem beim Installieren von SuSe 12.3
Georg Prokert, 14.04.2013 00:04, 16 Antworten
Hallo, auf meinem neuem Laptop (Acer Aspire V3-771, Intel Core i5-3230 M, Intel HD Graphics 4...
lvm wieder loswerden
Peter Dibbern, 11.04.2013 16:28, 4 Antworten
Ich habe sämtliche alten Kisten ausgeschlachtet und aus der Teilen einen Rechner zusammengeschrau...