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Schönheit kommt von unten

Hübsches Panel installieren

AWN managen

Nach dem ersten Start ist vom Navigator noch nicht viel zu sehen, höchstens die Icons laufender Anwendungen tauchen auf. Sie aber wollen eine vollständige Taskleiste, über die Sie die üblichen Programme aufrufen. Kein Problem: Dazu öffnen Sie den Konfigurationsdialog über [Alt]+[F2] und geben awn-manager ein.

Sie sehen nun im rechten Bereich mehrere waagerechte Reiter, links ordnet der Manager übergeordnete Register an. Momentan befinden Sie sich im Register General im Reiter Allgemein. Wechseln Sie zu Launchers und klicken Sie auf Hinzufügen (Abbildung 5). Unter OpenSuse 11 geben Sie zunächst einen Namen und eine Beschreibung (Description) für das Programm an. In die letzte Zeile gehört das Kommando, über das Sie die Software aus der Kommandozeile aufrufen würden, zum Beispiel firefox.

Über den Button links suchen Sie ein Icon für den Starter aus: Hier sollten Sie, wenn möglich, eine Vektorgrafik im SVG-Format wählen. Der Vorteil: Während herkömmliche Icons beim Vergrößern der Fußleiste pixelig und unscharf wirken, wachsen Vektorgrafiken mit ihrer Umgebung. OpenSuse und Ubuntu bringen im Verzeichnis /usr/share/icons bereits einige SVG-Bildchen mit (unter OpenSuse im Ordner Tango), aber nicht für alle Anwendungen finden Sie passende Motive. In diesem Fall suchen Sie im Internet nach SVG-Dateien, entpacken diese in einen lokalen Ordner und klicken dann im Auswahldialog für Bilder auf das Drop-Down-Menü Directory – zumindest in OpenSuse. Unter Ubuntu wählen Sie über einen Klick auf Auswählen einen alternativen Icon-Ordner.

Abbildung 5: Um neue Anwendungen auf dem Panel zu platzieren, rufen Sie den AWN Manager auf und wechseln zum Register "Launchers".

Im nächsten Schritt bestimmen Sie das Aussehen des Panels. Erste Frage: Wollen Sie die Fußleiste permanent im Auge behalten oder soll sie verschwinden, solange Sie sie nicht nutzen? Im zweiten Fall setzen Sie ein Häkchen bei Taskleiste automatisch verstecken: Dann macht sich die Taskleiste unsichtbar, sobald Sie ein Fenster maximieren. Setzen Sie ein Häkchen bei der Option Keep below maximized windows when not in use, verschwindet die Leiste ebenfalls hinter maximierten Fenstern, es sei denn, Sie bewegen die Maus in deren Fußbereich.

Generell gibt es in beiden Fällen ein Problem: AWN ragt in das Vollbild-Fenster hinein, sobald Sie zum Beispiel versehentlich mit dem Mauszeiger zu weit nach unten wandern. Deshalb existiert die Option Maximierte Fenster überlappen die Leiste nicht, die das tut, was sie verspricht – allerdings nur halb. Die Versionen von Ubuntu und OpenSuse zeigen die Icons mitunter frei schwebend an (Abbildung 6). Entweder installieren Sie also eine ganz aktuelle Version von AWN (siehe Abschnitt "Applets und Themes"), oder Sie verzichten auf diese Option.

Abbildung 6: Ein Bug in der mitgelieferten AWN-Version der Distributionen: Die Icons schweben oberhalb des Panels "in der Luft".

Effektvoll

Der AWN Manager verwaltet aber auch das Aussehen der Taskleiste. Über das Dropdownmenü Icon Effects zaubern Sie verschiedene Effekte für die Präsentation der Icons aus dem Hut: Wählen Sie classic, hüpfen diese langsam auf und ab. Fällt die Wahl auf 3D Spotlight Turn, drehen sich die Icons im Licht eines virtuellen Scheinwerfers – fast schon zu viel des Guten. Im Reiter Beschriftung bestimmen Sie die Schrift, die erscheint, sobald Sie ein Icon mit der Maus berühren. Sie ändern zudem die Farbe des Schattens, die Größe der Schrift und so weiter.

Spannender wird's im Reiter Taskleisten Design: Setzen Sie den Look auf 3D look, verändert sich nach dem Neustart des Navigators das Aussehen der Leiste, ihre Farbe und der Rahmen. Weiterhin bestimmen Sie über ein Häkchen, ob AWN Trennstriche zwischen Startern und Fenstern anzeigt. Wahlweise verändern Sie auch die Höhe des Panels und den Schrägheitsgrad der Seitenlinien. Zwei Reiter bleiben übrig: Über Glass Engine bestimmen Sie die Färbung des AWN-Menüs sowie dessen Deckkraft, über Muster Engine verzieren Sie das Panel mit einem Bild.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

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