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© sxc.hu

Schlanker Windowmanager Awesome

Herr der Fenster

Der Windowmanager Awesome soll extrem schnell, klein und dynamisch, kurz fantastisch sein – Grund genug, ihn einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Der Windowmanager Awesome [1] basiert auf dem Quellcode des Dynamic Window Manager DWM [2] und offeriert zum Verwalten von Fenster die beiden Modi "Floating" und "Tiling". Während Sie die Fenster im Floating-Modus selbst anordnen und deren Größe anpassen, übernimmt im Tiling-Modus Awesome diese Aufgaben für Sie. Der Windowmanager lässt sich komplett über die Tastatur bedienen, unterstützt unter anderem Multihead sowie echte Transparenz und ist dabei angenehm klein und schnell.

Die Installation

Awesome findet sich in den Repositories vieler Distributionen, Sie installieren es dann einfach über den Paketmanager. Allerdings kommt es vor, dass die Softwarequellen lediglich veraltete Versionen des Windowmanagers vorhalten. Wer Wert auf das aktuellste Release legt, kommt deshalb nicht darum herum, sich den Quellcode [3] herunterzuladen und selbst zu übersetzen.

Entscheiden Sie sich für diesen Weg, müssen Sie im Vorfeld die benötigten Abhängigkeiten installieren. Awesome erfordert Xlib, Xinerama, Xandr, Cairo, Pango, Imlib2 oder GTK+ und die Libconfuse. Letztere muss in der Version 2.6 oder neuer vorliegen, was es bei vielen Distributionen nötig macht, auch diese Bibliothek mit ./configure && make && make install aus den Quellen [4] zu übersetzen.

Nach dem Einrichten der benötigten Bibliotheken kompilieren und installieren Sie Awesome wie zuvor Libconfuse. Falls Sie X von der Kommandozeile starten, genügt es, die Zeile exec awesome in die ~/.xinitrc einzutragen, um Awesome zum Windowmanager Ihrer Wahl zu machen. Verwenden Sie dagegen einen Login-Manager wie GDM, KDM oder XDM, müssen Sie für diesen einen neuen Eintrag anlegen. Für den GDM kopieren Sie die angepasste awesome.desktop (Listing 1) in das Verzeichnis /usr/share/xsessions und die Datei awesome.sh (Listing 2) in Ihr Heimatverzeichnis. Führen Sie danach chmod 755 ~/awesome.sh im Terminal aus, um die Berechtigungen anzupassen.

Listing 1
[Desktop Entry]
Encoding=UTF-8
Name=Awesome
Comment=Awesome Window Manager
Exec=/home/USER/awesome.sh
Icon=
Type=Application
Listing 2
#!/bin/bash
~/.awesome/awesome_start.sh
exec awesome

Einrichtung

Nach dem ersten Start von präsentiert sich Awesome ohne jegliche Annehmlichkeiten wie beispielsweise ein Hintergrundbild oder sonstigen Eyecandy. Nicht einmal gewohnte Tastenfunktionen wollen so recht funktionieren. Sie sehen lediglich eine Statuszeile mit Schaltflächen, mit denen Sie zwischen den einzelnen Tags (Arbeitsflächen) und Layouts wechseln.

An Layouts stehen zur Verfügung tile, tileleft, tilebottom, tiletop, spiral, dwindle sowie max und floating. Die Tile-Layouts und ihre Spezialfälle spiral und dwindle teilen den Bildschirm in einen Master- und einen Stacking-Bereich. Der Masterbereich enthält das Fenster, das zuletzt geöffnet wurde, die anderen liegen im Stacking-Bereich (Abbildung 1).

Abbildung 1: Im Modus tile übernimmt Awesome die Anordnung der Fenster. Statt neue Fenster im Vordergrund zu öffnen, verkleinert er die bereits geöffneten Fenster und ordnet sie neu an.

Im Layout max nehmen Fenster den gesamten Raum ein; floating erlaubt es, die Position und Größe der Fenster selbst zu bestimmen. Die Floating-Eigenschaften, die alle Popup-Fenster besitzen, erlauben es, sie frei zu bewegen. Awesome ermöglicht das Festlegen eines individuellen Layouts für jedes Tag. Die Erscheinungsbilder zappen Sie während der Arbeit entweder per Klick auf das Icon oder mit den Tasten [Windows]+[Leer] durch.

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