Home / LinuxUser / 2007 / 04 / Fit für die Zukunft

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

Mandriva gibt Distribution in die Hände der Community
(268 Punkte bei 24 Stimmen)
Neues vom Systemd
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
Mandriva in Nöten
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Mageia 2 ist fertig
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Fit für die Zukunft

Das neues Dateisystem Ext4

01.04.2007 Mit dem Dateisystem Ext2 wuchs Linux auf, mit Ext3 hielt zum ersten Mal ein Journaling Filesystem im Kernel Einzug. Ext4 soll Linux nun für die Zukunft rüsten.

Im Heimbereich erfüllt Ext3 die Wünsche der meisten Nutzer zur vollen Zufriedenheit. Auch das alternative ReiserFS arbeitet stabil und bringt sämtliche Features mit, die man von einem modernen Dateisystem erwartet.

Sowohl im Businessumfeld als auch im heimischen Einsatz gibt es jedoch zunehmend Probleme mit einigen Beschränkungen von Ext3: So erlaubt das Dateisystem bei einer Blockgröße von 4 KByte (Standardeinstellung) nur eine maximale Dateisystemgröße von 8 Terabyte. Das stellt nicht nur für professionelle RAID-Systeme ein echtes Manko dar: Auch für den heimischen Einsatz gibt es bereits erste Harddisks mit einer Kapazität von 1 TByte.

Die maximale Dateigröße von Ext3 liegt zurzeit bei 2 Terabyte. Auch diesen Grenzwert erreicht man spielend – zum Beispiel mit hochauflösenden, unkomprimierten Videodaten.

Was ist neu?

Gegenüber Ext3 bringt die aktuelle Entwicklerversion Ext4 hauptsächlich zwei wichtige Neuerungen:

  • Das eigentliche Dateisystem, die Metadaten und das Journaling Block Device (JBD) [1] sollen volle 64-Bit-Unterstützung bieten, um deutlich größere Dateien und Dateisysteme anlegen zu können.
  • Dank Extents soll Ext4 deutlich schneller schreiben als Ext3 und die Dateien weniger fragmentieren.

Vollen 64-Bit-Support bietet bislang aber nur das JBD: Die Arbeiten am Dateisystem und an den Metadaten sind noch voll im Gange. So beläuft sich die maximale Dateisystemgröße zwar bereits auf 1024 Petabyte, die 2-Terabyte-Schranke für einzelne Dateien hat Ext4 jedoch noch nicht überwunden.

Weniger gut ist es um die Rückwärtskompatibilität von Ext4 bestellt: Während sich Ext3-Partitionen problemlos als Ext2 einhängen lassen, gilt dies bei Ext4 nur, wenn der Benutzer keine Extents einsetzt. Da die Geschwindigkeitsvorteile von Ext4 gegenüber Ext3 allerdings in den Extents liegen (siehe Benchmarkergebnisse), dürften sie bei den meisten Nutzern den Grund für einen Wechsel zu Ext4 darstellen. Eine Rückkehr zu Ext3 ist dann nicht mehr möglich.

Achtung Baustelle!

Obwohl Ext4 seit Kernel 2.6.19 offiziell zu Linux gehört, sind die Arbeiten am neuen Dateisystem noch lange nicht abgeschlossen. So arbeitet zum Beispiel Takashi Sato an einem Online-Resizer, der Ext4 im laufenden Betrieb auf allfällige Fragmentierungen prüft und diese korrigiert. Das fertige Ext4 soll zudem auch eine Undelete-Funktion mitbringen. Einige neue Features benötigen jedoch eine Änderung des Dateisystemformats, wodurch es zu Problemen mit aktuellen Ext4-Partitionen kommen kann. Den Wechsel zum Ext3-Nachfolger sollten Sie sich deshalb gut überlegen. In Sachen Stabilität konnten wir in den Tests allerdings keine Probleme feststellen.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1501 Hits
Wertung: 107 Punkte (12 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

Zum Blog von Marcel Hilzinger →


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

LinuxUser 06/2012

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Adobe AIR
Adobe-AIR-Programme installieren und (manuell) starten
Tim Schürmann, 14.05.2012 13:09, 0 Kommentare

Es gibt sie noch: neue Anwendungen, die Adobes Integrated Runtime voraussetzen. Aktuellstes und vermutlich auch größtes Beispiel ist das Adventure Botanicula

Aktuelle Fragen

gibt es ein Kommandozeilen Tool, um ein X11-Fenster in ein Anderes einzubetten?
GoaSkin , 21.05.2012 16:44, 0 Antworten
Das XEmbed-Protokoll ist u.A. dazu gedacht, dass man eine X11-Anwendung in eine andere wie ein Wi...
Apache2, Options -Indexes geht nicht
no no, 12.05.2012 19:01, 8 Antworten
Habe in apache2.conf folgendes stehen: Options -Indexes ...
LInux auf Dell LS H500
Andreas Endresl, 09.05.2012 08:54, 2 Antworten
Habe einen alten Dell Latitude LS H500 nur mit ext. Floppy und CD es geht nur immer eines von den...
Datenwiederherstellung unter Ubuntu 12.04 mit "Simple Backup" nach Umzug von Linux Mint
Christian Lottmann, 07.05.2012 13:33, 0 Antworten
Vor dem Umzug auf Ubuntu 12.04 habe ich unter Linux MInt mit "Simple Backup" voll (15.4.2012) und...
DKMS für den propritären NVIDIA-Treiber
Commander Data, 26.04.2012 22:02, 2 Antworten
Hallo an die Gemeinde. Ich habe hier ein interessantes Stück openSuSE gefunden. http://forums.op...