Home / LinuxUser / 2007 / 04 / Extrem schnittig

Top-Beiträge

GIMP - Auswahl und Ebenen
(324 Punkte bei 38 Stimmen)
GIMP - Laserschwert
(322 Punkte bei 41 Stimmen)
Panorama ohne Weitwinkel
(272 Punkte bei 16 Stimmen)
Ein erstes Resümee
(247 Punkte bei 20 Stimmen)
Re: Mehrere Partitionen auf USB-Stick
(233 Punkte bei 9 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 8500 Shops,
3.1 Mio Artikel. Alle Bestseller, Gutscheine und Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Bei Freeware bietet Ihnen kostenlose Software Downloads von Programmen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

Extrem schnittig

Videoeditor LiVES

01.04.2007 Wer seine Videos am Computer nachbearbeitet, hat bislang nur die Wahl zwischen dem recht einfach gestrickten Kino und dem Funktionsmonster Cinelerra. LiVES schickt sich an, die verbleibende Lücke zu füllen.

Dank herrlichem Sonnenschein lud der diesjährige Winterurlaub mehr zum Wandern denn zum Skifahren ein. Die vereinzelten Regentage tilgen Linux-Anwender nachträglich mit einer freien und kostenlosen Videoschnittlösung aus den filmischen Erinnerungen. Wem Kino zu spartanisch und Cinelerra zu umständlich ist, der findet in LiVES eine interessante Alternative. Der Name steht für das rekursive Akronym "LiVES is a Video Editing System" [1].

Installation

Noch fehlt LiVES in den meisten aktuellen Distributionen: Dem interessierten Hobbyfilmer bleibt also nur der Griff zum Archiv mit dem Quelltext. Im Test kam Version 0.9.8.2 zum Zuge, die Sie auch auf der Heft-CD finden.

Um das Archiv in eine ausführbare Anwendung umzuwandeln, müssen Sie zunächst zahlreiche Abhängigkeiten auflösen (siehe Kasten "Abhängigkeiten"). Vergessen Sie dabei nicht, auch die jeweils zugehörigen Entwicklerpakete zu installieren. Die tragen meist ein angehängtes -devel oder -dev im Namen (es gibt jedoch nicht von jedem Paket eine Devel-Version).

Abhängigkeiten

Schnallen Sie sich an – hier kommt die Liste mit allen Paketen, die Sie zum Kompilieren von LiVES brauchen:

  • MPlayer ab Version 0.90rc1 (mit JPEG-Unterstützung)
  • ImageMagick 5,
  • Perl in Version 5 oder höher
  • Gtk+ ab Version 2.8 oder Libgtk2.0-0 (Ubuntu)
  • Libjpeg62
  • Gdk-pixbuf-loaders oder Libgdk-pixbuf2 (Ubuntu)

Empfohlen, aber nicht zwangsweise notwendig sind daneben Cdda2wav, Dvgrab, Jackd, Libjack, Libavc1394, Libmjpeg-tools, Libraw1394, LibSDL-1.2, Libvisual, MEncoder, Mjpegtools, Sox, Transcode und XMMS.

Fehlen später Pakete, reduziert LiVES den Funktionsumfang – was Sie meist erst bemerken, wenn es zu spät ist. Beispielsweise dienen die letzten drei im Kasten genannten Pakete zum Einbinden einer digitalen Videokamera. Vergessen Sie diese, fehlt der entsprechende Menüpunkt, und Sie müssen selbst sehen, wie Sie Ihr Videomaterial auf die Festplatte bekommen. Mit der Suse Linux 10.0 beiliegenden Version von Jack kam LiVES übrigens nicht zurecht: Tauschen Sie das Jack-Paket entweder gegen eine neuere Version oder leben Sie ohne eine Echtzeit-Audiovorschau. Auch mit den Beschriftungen gibt es Probleme (siehe Kasten "Beschriftungen").

Beschriftungen

Da eine vollständige Übersetzung der Menüpunkte und Beschriftungen von LiVES ins Deutsche noch nicht vorliegt und die Version von Suse Linux offensichtlich nur englisch spricht, verwenden wir im Artikel durchgehend die englischen Beschriftungen.

Essenziell ist MPlayer – ohne ihn verweigert LiVES komplett den Dienst. Leider liefern ihn einige Distributionen aus lizenzrechtlichen Gründen nicht mit. Also gilt es, ihn aus dem Internet zu holen [2]. Zu seiner Übersetzung benötigen Sie die Entwicklerpakete für die X11-Umgebung. Sie entpacken das Quellcodearchiv des MPlayer in ein Verzeichnis, rufen ein Terminalfenster auf und übersetzen den Mediaplayer über die Befehlsfolge ./configure; make; sudo make install.

Ubuntu-Nutzer aktivieren hingegen in der Datei /etc/apt/sources.list einfach das Universe-Repository und tragen hinter universe zusätzlich multiverse ein. Nach einer Aktualisierung der Paketliste steht Ihnen auch MPlayer zur Verfügung.

Als Suse-Anwender ergänzen Sie über YaST das Repository von Packman als zusätzliche Paketquelle. Dazu binden Sie die Adresse ftp://packman.iu-bremen.de/suse/10.replaceableX ein, wobei Sie das X durch die Versionsnummer Ihrer Distribution ersetzen. Dann installieren Sie die notwendigen Pakete über YaST.

Sind alle Abhängigkeiten erfüllt, entpacken Sie das LiVES-Archiv und erstellen die Videobearbeitung mittels der Kommandofolge ./configure; make; sudo make install

Start

Zum Starten der Schnittsoftware geben Sie lives in ein Terminalfenster ein. Es erscheint eine Meldung, die Sie abnicken, um zunächst einen Blick in die Grundeinstellungen zu werfen, die Sie über ToolsPreferences erreichen.

Von besonderem Interesse sind zunächst die Karteikartenreiter Themes und Directories. Über den ersten verpassen Sie LiVES ein anderes Aussehen – dieser kosmetische Eingriff beeinflusst die Funktionalität aber nicht. Über Directories legen Sie anschließend ein paar wichtige Verzeichnisse fest (Abbildung 1).

Das Temp directory dient als Arbeitsverzeichnis und sollte auf einer möglichst schnellen Festplatte mit möglichst hoher Kapazität liegen. Stellen Sie LiVES dort mindestens doppelt so viel freien Speicherplatz bereit, wie das gesamte Video-Rohmaterial umfasst.

Alle anderen Verzeichnisangaben verwendet LiVES lediglich als Vorschlag in den später angezeigten Dialogfenstern. Mit einem Klick auf OK kehren Sie zum Hauptfenster zurück.

Abbildung 1: In den Einstellungen zählt besonders das Temp Directory, das LiVES als Arbeitsverzeichnis nutzt.

Aktuelles Heft bestellen
Kommentare
Einem Freund empfehlen    Druckansicht

597 Hits
Wertung: 110 Punkte (8 Stimmen)

Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


Infos zur Publikation

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Schöneres Gnome mit Faenza
Schöneres Gnome mit Faenza
Marcel Hilzinger, 19.08.2010 14:49, 0 Kommentare

Wer seinen Desktop liebt, verpasst ihm ab und zu ein optisches Update. Sehr gut eignen sich dazu neue Fensterdekorationen, ein neues Farbschema und natürlich ein neues Symbolset. Ein besonders...

Aktuelle Fragen

SUSE und Windows parallel betreiben, reparieren des BOOTMANAGERS
oli m., 31.08.2010 10:17, 6 Antworten
ich betreibe XP, VISTA, W7 und SUSE parallel auf einer Festplatte. wenn ich SUSE als letztes ins...
kmail link verweist auf firefox, umstellung wieder auf konqueror ???
oli m., 31.08.2010 10:06, 2 Antworten
seit firefox mit suse installiert wird, startet ein link in einer email automatisch auch firefox....
SUSE 11.3 - nvidia 9800GT+ - DUALMONITOR Installation/Einstellung
oli m., 31.08.2010 09:57, 2 Antworten
Grafikkarte: nvidia GForce 9800GT+ Monitore: 2x Medion MD 20094 1920x1200 SUSE 11.3 nach ins...
Tastatur / Maus blockiert
Roland M. Egloff, 30.08.2010 22:56, 0 Antworten
Hallo Linux Freunde, Die folgende Info. ist vielleicht für jemand nutzlich... Ich musste mi...
Erstellung von Newslettern unter Suse 11.3
Klaus Werner, 27.08.2010 09:45, 1 Antworten
Moin suchen ein Programm zur Erstellung von Newslettern. sollte unter Linux laufen. Jemand eine...