Würfelzauber
Fantastische 3D-Effekte mit Xgl
Xgl nutzen
Die Bedienung von XGL erfolgt weitgehend über Tastenkombinationen und das Mausrad. Um zum nächsten Desktop zu wechseln, drücken Sie [Strg]+[Alt]+[Pfeil-rechts], zurück kommen Sie über [Strg]+[Alt]+[Pfeil-links]. Die Kombination [Strg]+[Alt]+[Pfeil-unten] zeigt sämtliche Desktops nebeneinander an.
Eine Sonderfunktion von XGL erreichen Sie, indem Sie den Mauszeiger in die obere linke (Gnome) oder rechte (KDE) Bildschirmecke bewegen. Das Programm ordnet dann sämtliche Fenster einer Arbeitsfläche nebeneinander an (Abbildung 3), sodass Sie per Klick das gewünschte Fenster in den Vordergrund holen können.
Zwei weitere nützliche Funktionen erreichen Sie nur per Mausrad oder Scrollbereich auf dem Touchpad. Bewegen Sie bei gedrückter Windows-Taste das Mausrad, vergrößert XGL den aktuellen Ausschnitt des Bildschirms. [Alt]+[Mausrad] über einem Fenster ändert den Transparenzwert. So stellen Sie einzelne Fenster vollständig durchsichtig ein.
Eine nette Spielerei aktivieren Sie über [Umschalt]+[F9]: Auf Ihrem Desktop fängt es dann an zu regnen, die einzelnen Tropfen hinterlassen ihre Spuren auf der Arbeitsfläche (Abbildung 4). Beachten Sie, dass nur wenige Grafikkarten diese Funktion perfekt unterstützen und Ihr System dabei sehr langsam werden kann. Erneutes Drücken von [Umschalt]+[F9] schaltet den Regen wieder aus. Sind auch die letzten Tropfen weg, normalisiert sich die Prozessorlast wieder.
Licht und Schatten
Xgl ist mehr als eine bloße Spielerei. Der 3D-Desktop hat jedoch auch seine Schattenseiten: Bei vielen Problemen funktioniert irgendwann der X-Server nicht mehr. Hier hilft oft nur noch die Neuinstallation sämtlicher X.org-Pakete, gelegentlich bleibt die komplette Neuinstallation als einziger Ausweg.
Einige Benutzer berichten auch von einem weißen Würfel, der keinerlei Fenster oder andere Desktop-Elemente anzeigt. Das Problem trat vereinzelt auch auf Rechnern der Redaktion auf. Hierbei handelt es sich um einen Konflikt der für die Kompilierung von XGL und Compiz/Beryl benutzen X.org-Versionen. Achten Sie deshalb darauf, möglichst keine Fremdpakete zu installieren oder nach Möglichkeit dann sämtliche X.org-Pakete vom gleichen Drittanbieter zu beziehen. Details zum weißen Cube lesen Sie in der Bug-Datenbank von Beryl [8].
Bei manchen Spielen funktioniert die 3D-Beschleunigung unter XGL nicht, und durch den fremden Fenstermanager büßt KDE einiges an Funktionalität ein. Zumindest dieses Problem lässt sich durch einen Wechsel zu Gnome beheben. Für KDE-Benutzer ist dies allerdings keine echte Lösung – da bietet sich ein Umstieg auf Beryl/Aquamarine an.
[1] Xgl-Wiki: http://www.freedesktop.org/wiki/Software/Xgl
[2] Open-Suse-Wiki: http://de.opensuse.org/Xgl
[3] Ubuntu-XGL: http://wiki.ubuntuusers.de/Xgl
[4] Ubuntu-Compiz: http://wiki.ubuntuusers.de/Compiz
[5] Ubuntu-Beryl-Repository: http://ubuntu.beryl-project.org
[6] Gandalfn-Blog: http://gandalfn.wordpress.com/
[7] Open-Suse-Repositories: http://repos.opensuse.org
[8] Weißer Würfel: http://3v1n0.tuxfamily.org/beryl-backup/bugs/trac/ticket/469



