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Komfortable Jukebox

Der Musikserver Firefly

Musik und Streams

Hat der Firefly-Server seinen Dienst einmal aufgenommen, geht der Rest fast von alleine: Starten Sie auf einem Computer im Netz iTunes, zeigt das den Firefly-Server links in der Liste der Netzwerkfreigaben an. Klicken Sie auf den Eintrag, lädt iTunes den Index des Servers und zeigt eine Liste aller verfügbaren Musikstücke. Klicken Sie ein Lied an, spielt iTunes es ab.

Abbildung 2: In iTunes sieht der Server genauso aus, wie die Musik von anderen iTunes-Clients; per Klick auf einen Titel starten Sie die Wiedergabe.

Wachsender Beliebtheit erfreuen sich Internet-Radios, die MP3-Daten via Netz senden – die so genannten Streams. iTunes speichert in der Liste der Radiostationen viele derartige Hörfunkangebote, eine Übersicht populärer Sender findet man auf der Shoutcast-Website [[3]]. Der Firefly-Server bietet die Möglichkeit, als "Relay" für diese Radiosender zu fungieren: Sie sagen ihm lediglich einmal, wo er den entsprechenden Stream findet. Anschließend greifen Sie über mt-daapd von allen Rechnern im Netzwerk darauf zu und hören die Musik quasi über ein lokales Gateway.

Legen Sie im Ordner mit Ihrer Musik eine Datei namens Name .url an, wobei Sie Name durch einen prägnanten Eintrag ersetzen. In die Datei fügen Sie eine Zeile des Formats Bitrate, Name, Adresse ein. Um zum Beispiel den Sender Wolf.FM [4] hinzuzufügen, legen Sie eine Datei namens wolffm.url an und fügen gemäß den Angaben auf der Website folgende Zeile ein:

64,Wolf.FM – The hottest mix, http://sc1.abacast.com:8035/

Modifizieren Sie zudem in der Konfigurationsdatei des Firefly-Servers die Zeile extensions so, dass auch .url darin vorkommt. Starten Sie anschließend den Firefly-Server neu und führen Sie über das Webinterface einen neuen Dateiscan aus. Nach dessen Abschluss sehen Sie in der Playlist von Firefly den Eintrag Wolf.FM -- The hottest mix. Ein Mausklick stellt die Verbindung her.

Banshee statt iTunes

DAAP bringt Ihnen freilich nicht viel, wenn Sie ausschließlich auf Linux setzen und weder einen Mac noch einen Windows-PC haben. Abhilfe schafft das kleine Programm Banshee [5]: Der DAAP-Client wurde ursprünglich für Firesight Linux entwickelt, funktioniert mittlerweile aber auch mit anderen Distributionen. Auf der Homepage des Projekts [6] finden Sie fertige Pakete für Open Suse, Ubuntu, Gentoo und Fedora Core 4. Im Falle anderer Distributionen ist Handarbeit [7] angesagt.

Das Benutzerinterface von Banshee ist dem von iTunes zumindest in gewissen Aspekten nachempfunden. Jedenfalls erkennt der Player wie das große Vorbild vorhandene DAAP-Streams automatisch und zeigt links in der Hauptleiste des Programms das entsprechende Symbol an. Klicken Sie auf das entsprechende Symbol, ertönt das jeweilige Lied.

Abbildung 3: Banshee schickt sich an, zum Amarok für GNOME zu werden. Mit dem DAAP-Protokoll kommt es jedenfalls jetzt schon klar.

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LinuxUser 06/2012

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