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In bester Ordnung

Datenverwaltung auf der Shell

Geschickt navigiert

Mit dem Befehl cd ("change directory", wechsle Verzeichnis) wandern Sie durch die Ordner hindurch. Geben Sie zum Ortswechsel entweder einen absoluten oder relativen Pfad an:

cd /var/log
cd ../../var/log

Das Kommando bringt einige praktische Abkürzungen mit: Geben Sie einfach nur cd ohne weitere Angaben ein, landen Sie in Ihrem Home-Verzeichnis. Wo das Zuhause des Benutzers ist, erfährt cd über die UmgebungsvariableHOME:

$ echo $HOME
/home/huhn

Weiterhin merkt sich die Bash über die Umgebungsvariable OLDPWD, in welchem Ordner Sie zuletzt waren. Über cd $OLDPWD gelangen Sie an diesen zurück. Mit dem erneuten Aufruf von cd $OLDPWD springen Sie wieder an den vorherigen Aufenthaltsort – die Shell merkt sich nur diese zwei Verzeichnisse, so dass Sie mit wiederholter Eingabe vor und zurück springen. Noch mehr Tipparbeit ersparen Sie sich, wenn Sie $OLDPWD durch das Minuszeichen ersetzen (Abbildung 1).

Abbildung 1: Mit cd - springen Sie an den letzten Aufenthaltsort und wieder zurück.

Dateien und Verzeichnisse kopieren

Das Programm cp ("copy", kopieren) dupliziert Dateien. Geben Sie dazu eine Quelle und ein Ziel an:

cp datei1 datei2

Die dabei entstehende Kopie erhält standardmäßig einen aktuellen Zeitstempel und gehört dem kopierenden Benutzer; die Zugriffsrechte regelt auch hier Umask. Sollen hingegen möglichst viele Eigenschaften der Originaldatei übernommen werden, setzen Sie die Option -p ein, um Berechtigungen und Timestamp der Quelle zu erhalten.

Sie können als Ziel auch ein Verzeichnis benennen. Während sich problemlos mehrere Dateien in ein Verzeichnis kopieren lassen, weigert sich das Programm, Verzeichnisse selbst zu duplizieren:

$ cp ordner1 ordner2
cp: Verzeichnis "ordner1" ausgelassen

Damit das klappt, weisen Sie cp über den Schalter -r an, rekursiv zu arbeiten. Der Kopierkünstler kann aber noch mehr: Weisen Sie den Befehl an, statt einer "normalen" Datei einen Symlink zu duplizieren, kopiert cp diejenige Datei, auf die der Link zeigt. Um stattdessen einen neuen Link zu erzeugen, setzen Sie die Option -d ein.

Vorsicht ist geboten, wenn Sie als Ziel eine gleichnamige Datei angegeben: cp überschreibt diese einfach. Eine Sicherheitsabfrage bauen Sie über die Option -i ein:

$ cp -i datei1 ordner/datei1
cp: "ordner/datei1" überschreiben?

Alternativ bringen Sie cp dazu, mit -b ein Backup anzulegen:

cp -b datei1 ordner/datei1

Die Sicherungskopie trägt eine Tilde ("~") an den Dateinamen angehängt.

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LinuxUser 06/2012

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