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Alle meine Klone

Komplettsysteme und Daten sichern

Mindi testet und rettet

Mondo greift bei der Erzeugung bootfähiger Medien auf Mindi zurück. Mit dieser Software erzeugen Sie eine Notfall-CD für Ihr System, auf der Sie dann den Kernel, die verwendeten Module sowie alle Werkzeuge und Bibliotheken finden.

Bevor Sie Mondo einsetzen, testen Sie, ob Mindi tatsächlich eine bootfähige Test-CD Ihres Systems erstellt. Dafür geben Sie als Benutzer root einfach den Befehl mindi ein. Es folgen einige Abfragen. Bestätigen Sie die Frage Do you want to use your own kernel [...]? mit [Y] und verneinen Sie bei Would you like to use LILO [...] mit [N]. Auf Would you like to create boot+data [...]? antworten Sie ebenfalls mit [N], die anschließende Frage Shall I make a bootable CD image? bejahen Sie.

Danach legt die Anwendung das Image mindi.iso im Verzeichnis /root/images/mindi ab. Brennen Sie es als root mit dem Befehl cdrecord -v -data /root/images/mindi/mindi.iso auf einen Rohling. Booten Sie Ihr Computersystem von dieser CD-ROM, finden Sie sich auf der Textkonsole eines Notfallsystems wieder. Klappt es mit dem Booten, können Sie Mondo auf Ihrem System einsetzen.

Komplett sichern

Schließen Sie alle laufenden Anwendungen, die Sie im Moment nicht benötigen, damit die Sicherung zuverlässig erfolgt. Dies gilt vor allem für aktive Datenbanken und Datenbankverbindungen. Legen Sie ein Verzeichnis wie /tmp/iso für die ISO-Dateien an. Danach rufen Sie Mondo mit Root-Rechten in einem Terminalfenster mittels des Befehls mondoarchive auf. Sofern Sie keine Parameter angeben, startet die dialoggesteuerte Textoberfläche (Abbildung 1 und 2).

Abbildung 1: Sicherungen erstellen Sie wahlweise auch mit Hilfe einer komfortablen Textoberfläche.

Abbildung 2: Das dialoggesteuerte Frontend vereinfacht die Benutzung von Mondo, beschränkt aber auch die Möglichkeiten: So lässt sich der Kompressionsgrad für gesicherte Dateien nicht so fein einstellen wie auf der Kommandozeile.

Wesentlich flexibler arbeiten Sie auf der Kommandozeile. Das erste Beispiel verrät, wie Sie ISO-Dateien mit höchster Kompressionsrate (-9) (Abbildung 2) und einer maximalen Dateigröße von 650 MByte im Verzeichnis /tmp/iso erzeugen. (Die Verzeichnisse /proc, /tmp und /home sichern Sie dabei nicht.) Tippen Sie mit Root-Rechten:

mondoarchive -Oi -d /tmp/iso -s 650m -9 -H -E /proc -E /tmp -E /home

Was die Parameter im einzelnen bedeuten, schlüsseln die Tabellen "Programmparameter" und "Ausgabeziele" auf.

Programmparameter

Parameter

Bedeutung

O Ausgabeziel. Siehe dazu Tabelle "Ausgabeziele".
d Gerät oder Verzeichnis für die Ausgabe.
s Kapazität des Datenträgers oder der zu erstellenden Datei.
9 Kompressionsgrad von 0 (keine) bis 9 (maximale Kompression).
E Verzeichnisse, die übersprungen werden
V Überprüfen der Sicherung auf Vollständigkeit
p Dateiname (1)
g Text-GUI (2)
D Nur geänderte Daten schreiben
I Startverzeichnis
H Bei der Wiederherstellung wird die Festplatte partitioniert, formatiert und der Bootloader installiert.
l eingesetzter Bootmanager, etwa Grub
f Festplatte, die den Bootmanager enthält, etwa /dev/hda

(1) Die Standardbezeichnung für ISO-Dateien lautet mondorescue-laufendeNummer .iso. Verwalten Sie Sicherungsdateien unterschiedlicher Rechner, dann erhalten Sie über den Parameter -p Name die Dateien Name-laufendeNummer .iso.

(2) Rufen Sie Mondo mit diesem Parameter auf, gibt es Statusmeldungen und Bestätigungsabfragen in einer dialoggesteuerten Textoberfläche aus. Dieser Modus eignet sich nicht für die automatische Ausführung als Cron-Job.

Ausgabeziele

Ausgabeziele werden mit dem Buchstaben O eingeleitet. Dann folgt eines der folgenden Zeichen.

Parameter

Bedeutung

i ISO-Datei
c CD-R
w CD-RW
r DVD-R
n NFS-Server-Laufwerk

Mondo beginnt mit einer Analyse Ihres PCs und erstellt danach die ISO-Dateien mit der Komplettsicherung. Befinden sich mehrere Systeme auf mehreren Partitionen Ihrer Festplatte, sichert Mondo nur dasjenige, in dem Sie sich gerade befinden, sowie eingehängte Partitionen. Beim interaktiven Wiederherstellen passen Sie über eine integrierte Software die Partitionstabelle so an, dass Mondo nur die gesicherten Partitionen einspielt.

Wichtig: Verwenden Sie Grub als Bootmanager, ergänzen Sie den Befehl um folgende zusätzliche Parameter: -l GRUB -f /dev/hda. Dabei setzen Sie für /dev/hda die Festplatte ein, auf der sich Ihr Bootsektor befindet.

Abschließend stellt Mondo die Frage, ob Sie eine Bootdiskette erstellen wollen (Abbildung 3). Diese brauchen Sie nur, wenn Sie Daten auf Bandlaufwerken oder einem NFS-Server sichern. Brennen Sie abschließend sämtliche ISO-Dateien auf CD/DVD und booten Sie später vom ersten Medium.

Abbildung 3: Nach dem Erstellen eines ISO-Images fragt Mondo an, ob es eine Bootdiskette anlegen soll.

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