Sie haben Ihren Rechner mit viel (Zeit-)Aufwand in einen perfekten Zustand gebracht: Die Partitionen stimmen, die gewünschten Betriebssysteme sind aufgespielt, alles funktioniert zu Ihrer Zufriedenheit. Bevor Sie nun aber mit dem System arbeiten, sollten Sie noch etwas Zeit in die Sicherung dieses perfekten Zustands investieren: So stellen Sie ihn im Problemfall rasch und einfach wieder her.
Mondo sichert Ihre komplette Festplatte mit Partitionen und Bootmanager wahlweise auf DVD, CD oder einen NFS-Server. Nach einem Systemausfall spielen Sie das Image einfach und schnell wieder auf die neue Platte. Das Home-Verzeichnis sichern Sie extra mit einer der zahlreichen Backup-Lösung [1] unter Linux.
Professionelles Backup
Mondo [2] gilt als stabil, zuverlässig und sehr schnell und kommt unter anderem bei Unternehmen wie Siemens, HP und IBM zum Einsatz. Da Sie die Anwendung entweder über Programmparameter oder eine komfortable Textoberfläche steuern, kommen Sie auch als weniger versierter Linux-Anwender schnell ans Ziel.
Mondo unterstützt LVM 1/2, Soft- und Hardware-RAID, Ext2/3, JFS, XFS, ReiserFS und VFAT. Bei der Wiederherstellung passen Sie auf Wunsch die Festplattengeometrie und das Dateisystem an. Mondo ermöglicht auch die Migration von Einzelplatten auf ein RAID und umgekehrt. Sie sichern mit Mondo keine einzelnen physikalischen Festplattenpartitionen, wie es etwa Partition Image [3] tut, sondern nur die komplette Festplatte oder einzelne Verzeichnisse. Reicht ein Datenträger für die Sicherung nicht aus, beschreibt Mondo den nächsten.
Obwohl ursprünglich für die Sicherung von Linux-Systemen entwickelt, sichern Sie mit Mondo bei Bedarf auch Windows-Partitionen. Beachten Sie dabei aber Folgendes:
- Windows 95/98/ME: Sie müssen die Partition erst mounten, um sie wie eine Linux-Partition zu sichern.
- Windows NT/2000/XP: NTFS-Partitionen speichert Mondo als große Datei. Beim Programmaufruf geben Sie das Laufwerk der Windows-Partition über den Parameter
-xan, wie etwa-x /dev/hda1,-x /dev/sda1etc.
Voraussetzungen
Mondo fordert als Hardware einen PC mit 128 MByte Arbeitsspeicher, 800 MByte freiem Festplattenplatz und einem Laufwerk zur Datensicherung. Dabei darf es sich um ein optisches Laufwerk (CD-R/RW, DVD-R/RW), ein Bandlaufwerk, ein NFS-Verzeichnis oder Festplattenplatz handeln.
Sie sollten einen Kernel ab Version 2.2.19 verwenden. Softwareseitig benötigt Mondo die Pakete afio, gzip, mkisofs und busybox. Diese bringen die meisten Distributionen bereits mit, daher richten Sie das Tool einfach über den Paketmanager ein. Ubuntu-Nutzer verwenden Synaptic, schalten das Universe-Repository frei und geben an der Konsole sudo apt-get install mondo mindi ein. Auch Knoppix 5.0 hat Mondo mittlerweile an Bord. Die aktuellsten Programmpakete finden Sie auf den Mondo-FTP-Servern ([4],[5]), die Heft-CD bringt weitere (insbesondere für Suse) mit.


