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Echt bewegend

Adobes Flashplayer 9 für Linux

Manipulativ mediales

Für die bereits erwähnte Kamera- und Mikrofon-Unterstützung gibt es zwei Anwendungsfälle: Im ersten Fall greifen externe Webseiten auf Ihre Kamera und Ihr Mikro zu, im zweiten Fall bieten Sie der Welt diese Inhalte über einen Webserver an – soweit die Theorie. Anschließen können Sie Webcam und Mikrofon zumindest recht problemlos. Laut Webseite unterstützt der Player nicht alle Videokameras, wohl aber solche Modelle, die als Treiber spca5xx und gspca verwenden.

Ein handelsübliches Mikrofon oder Headset stöpseln Sie wie üblich an die Soundausgänge. Um das Mikro zu aktivieren, starten Sie KMixer, ziehen die Regler Mic und Capture im Reiter Eingänge hoch und aktivieren unter Schalter den Mic Boost. Ihre Stimme sollte nun beim Sprechen in das Mikro in Ihren Kopfhörern ertönen.

Um die Gerät zu testen, rufen Sie eine Flash-Animation auf, klicken mit der rechten Maustaste darauf und wählen Einstellungen aus dem Kontextmenü. Wechseln Sie zunächst zum Reiter mit dem Mikrofonsymbol (Abbildung 2) und sprechen Sie ein paar Worte ins Mikro. Der farbige Pegel am linken Rand schlägt aus. Im Reiter mit der Kamera stellt ein Dropdown-Menü Ihre Kamera zur Auswahl. Ein Klick auf das Kamera-Icon zeigt schließlich ein Bild an (Abbildung 3). So weit, so gut: Aber was fangen Sie damit an?

Abbildung 2: Schlägt der farbige Pegel neben dem Mikrofon aus, stimmen die Einstellungen in KMixer.

Abbildung 3: Erkennt Linux Ihre Kamera, führt der Flashplayer sie in einem Dropdown-Menü. Ein Klick auf das Kamerasymbol zeigt auch das Bild.

Streaming mit Flash

Wollen Sie sich der Welt in Bild und Ton präsentieren, schicken Sie die von der Kamera aufgenommene Bilderflut an einen Webserver. Sie brauchen dafür den Macromedia Flash Media Server 2 [3]. Nach dem Registrieren bei Adobe erhalten Sie eine kostenlose Version der Software für Entwickler. Viel weiter kommen Sie aber nicht: Die Software funktioniert offiziell nur mit Red Hat Enterprise in den Versionen 3 und 4 zusammen. Selbst unter diesen Distributionen ließ sie sich in einem kurzen Test nicht starten. Für Live-Streaming eignet sich der Flashplayer noch nicht.

Als Linux-Nutzer fahren Sie besser mit freien Lösungen wie Flumotion [4] und Icecast [5]. Damit sparen Sie auch die schlappen 5500 Euro, die Adobe für eine Vollversion des Macromedia Flash Media Server 2 verlangt.

Etwas einfacher konvertieren Sie bereits vorhandene Filme in das Flash-Format. Die dabei entstehende SWF-Datei bieten Sie auf Ihrem Webserver an. Im Netz gibt es Tutorials zum Thema [6], die sich allerdings noch auf die Version 7 berufen.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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LinuxUser 06/2012

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