Die Distribution Proxmox Backup Server setzt mit nur wenigen Mausklicks einen einfach zu bedienenden Backup-Server auf. Die aktualisierte Fassung führt eine Zwei-Faktor-Authentifizierung für die Benutzeroberfläche ein und unterstützt Bandlaufwerke.
Der Proxmox Backup Server folgt dabei dem LTO-Standard ab Version 4. Über zuvor festgelegte Aufträge (Jobs) lassen sich Datastores in Medienpools beziehungsweise auf Bändern sichern und umgekehrt von diesen wiederherstellen. Administratoren dürfen vorgeben, ob und in welchen zeitlichen Abständen der Backup-Server Bänder noch einmal verwenden soll.
Des Weiteren gibt es einen neuen, in Rust geschriebenen Userspace-Bandteiber. Das Werkzeug „mtx“ haben die Entwickler ebenfalls in Rust neu implementiert und das Ergebnis „pmtx“ getauft. Mit seiner Hilfe steuert der Proxmox Backup Server verschiedene Autoloader beziehungsweise Band-Roboter. Abschließend gibt es noch einen LTO-Barcode-Generator. Sämtliche Funktionen lassen sich über die vom Proxmox Backup Server angebotene Weboberfläche konfigurieren.
Die genannten Features sind allesamt noch als Technology Preview gekennzeichnet. Sie sollten daher noch nicht auf produktiven Backup-Servern zum Einsatz kommen.
Der Proxmox Backup Server basiert auf Debian Buster 10.9. Im Hintergrund läuft der Linux Kernel 5.4.106 mit Long Term Support, das Dateisystem basiert auf ZFS 2.0. Der Zugang zum Repository mit stabilen und getesteten Updates erfordert den Abschluss eines kostenpflichtigen Support-Vertrags.
Der Backup-Server sichert neben realen Rechnern auch virtuelle Maschinen und Container. Das Backup erfolgt inkrementell und deduplizierend, wodurch sich die zu übertragenden Datenmengen reduzieren. Der Proxmox Backup Server arbeitet auf Wunsch mit dem Proxmox Virtual Environment zusammen, das eine Virtualisierungsplattform bereitstellt.
Weitere Informationen zu allen Neuerungen fasst die offizielle Ankündigung zusammen.





