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Distributions-News

Distributionen

Grml 2009.10 "Hello-Wien" mit runderneuerter Ausstattung

Rechtzeitig zu Halloween hat das Grazer Distributionsteam die neueste Release des auf Debian basierenden Sysadmin-Werkzeugkastens Grml (http://www.grml.org) herausgegeben. Grml 2009-10 mit dem zum Releasedatum passenden Codenamen "Hello-Wien" gibt es wie üblich in den Varianten Standard (grml, ca. 700 MByte), Medium (grml-medium, ca. 200 MByte) und Small (grml-small, ca. 100 MByte), die jeweils in 32- und 64-Bit-Ausführungen zum Download bereitstehen. Die kleinste Ausgabe eignet sich primär für den Einsatz als textbasierte Rettungskonsole, die Medium-Version bringt bereits einen X-Server, eine auf Fluxbox basierende grafische Oberfläche sowie die wichtigsten Werkzeuge für den Sysadmin mit. Das ISO in CD-Größe schließlich hat in gepackter Form mehr als 2 GByte Software mit an Bord und erlaubt das Aufsetzen einer vollwertigen Arbeitsumgebung für den täglichen Desktop-Einsatz.

Grml 2009.10 basiert auf Kernel 2.6.31.5 mit verschiedenen Patches und Zusatzmodulen (darunter aufs, ndiswrapper, squashfs und openafs) sowie X.org 1.6.5. Als Fenstermanager versieht Fluxbox seinen Dienst, als Browser Firefox 3.5.3. Aufgrund der Ausrichtung auf administrative Zwecke bringt Grml keine Büroanwendungen mit, und auch das bisher enthaltene LaTeX entfällt in der aktuellen Version. Zu den weiteren Neuigkeiten zählen die Integration eines Vesamenu-Bootsplash, von Etherboot/gPXE sowie von Grub2. Außerdem verbessern diverse neue Boot-Optionen die Netzwerkfähigkeiten der Distribution. Zu guter Letzt lässt sich Grml nun nicht mehr nur per Installationsskript bootfähig auf USB-Sticks übertragen, sondern auch ohne Umwege per dd. Eine komplette Liste der Änderungen halten die Release-Notes (http://grml.org/changelogs/README-grml-2009.10/) bereit.

Kürbis grüßt Steffl: In einer schlanken, aber funktionalen Fluxbox-Oberfläche packt Grml 2009.10 die wichtigsten Systemverwaltungswerkzeuge für Linux-Rechner zusammen.

Ubuntu 9.10: Buddhistischer Baum-Beutler bootbereit

Pünktlich am 29. Oktober hat Canonical Ubuntu 9.10 "Karmic Koala" zum Download freigegeben, kurz danach erschienen die auch Derivate Kubuntu (KDE), Xubuntu (XFCE), Ubuntu Studio (Audio/Video), Mythbuntu (Media-Center), Edubuntu (Bildung) und Ubuntu Rescue Remix (Rettungssystem) sowie Ubuntu Netbook Remix in der neuesten Version. "Karmic Koala" basiert auf Kernel 2.6.31 und X.org 1.6.4, als Desktop versieht Gnome 2.28 seinen Dienst. Die Software-Ausstattung ist wie üblich auf dem neuesten Stand, so sind etwa OpenOffice 3.1.1, Firefox 3.5.3 und Thunderbird 2.0.0.23 mit an Bord.

Den Display-Manager GDM haben die Entwickler komplett überarbeitet, für Neuinstallationen löst Grub2 den nicht mehr weiterentwickelten Vorgänger ab. Die Einführung des Telepathy-Frameworks bringt den Instant-Messenger Empathy mit sich, der Pidgin als Standard-IM-Programm ablöst. Einen weiteren Neuzugang stellt das "Ubuntu Software Center" dar: Die GUI-Anwendung zum Installieren und Entfernen von Software soll langfristig sowohl Synaptic als auch den Update-Manager ersetzen. Die dokumentenorientierte Datenbank CouchDB speichert Adressen, Notizen und Bookmarks. Über das Ubuntu-One-Filesharing, erstmals in allen Standardinstallationen vorhanden, lassen sich diese Daten aus dem Cloud-Speicher synchronisieren. Etwas düster wirkt das neue Standard-Theme mit erdigen Schokoladentönen, das das bisherige orange-braune Desktopmotiv ablöst.

In ersten Tests in der Redaktion bereiteten weder das Update von der Betaversion noch vom Vorgänger 9.04 "Jaunty Jackalope" auf das neue Release irgendwelche Probleme und funktionierten sowohl auf Desktoprechnern wie auch auf Mini-Notebooks mit dem Ubuntu Netbook Remix ohne Macken. Auf der DVD zu diesem Heft finden Sie sowohl die DVD-Ausgabe von Ubuntu 9.10 "Karmic Koala" als auch die Netbook-Remix-Variante in installierbaren Live-Versionen. ->DVD

Neben zahlreichen Änderungen unter der Haube und einer topaktuellen Softwareausstattung bringt Ubuntu 9.10 auch ein neues, etwas düster wirkendes Desktop-Theme mit.

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Dieser Artikel stammt aus der Zeitschrift LinuxUser.

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