Aktuelles
Neues rund um Linux
Gnome-3.0-Entwicklung beginnt
Nur wenige Tage nach dem ersten Maintenance-Release von Gnome 2.28 haben die Entwickler bereits Version 2.29.1 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um das erste Developer-Release für das kommende Gnome 2.30 (http://live.gnome.org/ThreePointZero/Plan), das möglicherweise nächstes Jahr als Gnome 3.0 einen Paradigmenwechsel auf dem Gnome-Desktop einleitet. Viele Komponenten laufen bei dem aktuellen Entwickler-Snapshot noch unter der Versionsnummer 2.28 – neue Features und zusätzliche Module planen die Entwickler erst für Gnome 2.29.2, das noch im November erscheinen soll.
Derweil hat Gnome-Release-Manager Vincent Untz bereits eine Umfrage unter den Entwicklerteams gestartet, ob sie als Releasedatum für Gnome 3.0 den März oder den September 2010 für passender halten (http://tinyurl.com/lu0912-gnome). "Wir wollen 3.0 auf jeden Fall 2010 veröffentlichen, aber wir möchten auch, dass es ein grundsolides Release wird.", umreißt Untz die Eckparameter der anstehenden Entscheidung.
Seamonkey 2.0 ist da
Das zur Mozilla-Familie zählende Projekt Seamonkey (http://www.seamonkey-project.org) hat Version 2.0 seiner gleichnamigen Internet-Suite veröffentlicht. Als Basis dient die selbe Codeplattform, die auch bei Firefox 3.5.4 zum Einsatz kommt. Hinzu kommen Mailclient, HTML-Editor und Newsgroup-Client hinzugefügt. Zu den Fähigkeiten der Suite zählen Tabbed-Mail, HTML5-Funktionen, ein Downloadmanager und Mail-Archivierung. Mail und Newsgroups profitieren nun von anpassbaren Werkzeugleisten. Aufgrund der Verwendung des Firefox-Codes hat Seamonkey die meisten Funktionen des Browsers im Gepäck, darunter auch die Add-On-Installationsmöglichkeiten. Eine bereits deutsch lokalisierte Fassung der Internet-Suite finden Sie bei http://www.seamonkey.at. ->DVD
Kurz notiert
Skype plant, die grafische Bedienoberfläche für Linux unter einer Open-Source-Lizenz zu veröffentlichen (http://tinyurl.com/lu0912-skype). Dies betrifft aber nur die GUI selbst, die zugrunde liegenden Bibliotheken bleiben Closed Source. Immerhin sollen sie aber Drittanbietern erlauben, alternative Frontends anzubieten oder Skype in eigene Anwendungen einzubinden.
100 Millionen Mal ist OpenOffice seit der Veröffentlichung von Version 3.0 allein von der offiziellen Website http://www.openoffice.org heruntergeladen worden. Anwender, die die Software aus dem Repository ihrer Linux-Distribution oder aus anderen Quellen installiert haben, sind in dieser Statistik noch gar nicht mitgezählt.
Ende Oktober erschien das schon lange erwartete X.org 7.5 (http://www.x.org/wiki/Releases/7.5). Der darin enthaltene neue X-Server 1.7 bringt Multipointer-Unterstützung mit, sodass sich nun mehrere Eingabegeräte simultan nutzen lassen.
Der Python-Vater Guido van Rossum hat sich auf der Entwicklerliste des Projekts für ein mehrjähriges Moratorium an der Skriptsprache ausgesprochen, während der es keine Änderungen an der Grammatik oder Semantik soll (http://tinyurl.com/lu0912-python). Stattdessen sollen sich die Arbeiten in dieser Zeit auf die Akzeptanz von Python 3.x und die Entwicklung passender Bibliotheken konzentrieren.
Neben zahlreichen Fehlerbereinigungen bringt Kdenlive 0.7.6 (http://www.kdenlive.org) auch etliche neue Features mit. Dazu zählt insbesondere ein komplett neues Titelmodul, das unter anderem Scroll-Funktionen und Zoomen im Titel erlaubt. Einzelne Tracks lassen sich zudem umbenennen und Keyframes verschieben, was Composite-Übergänge ermöglicht.
Rechtzeitig zum Release von Ubuntu 9.10 hat AMD seine proprietären Treiber für ATI-Grafikkarten (http://ati.amd.com/products/catalyst/) aktualisiert. Neben zahlreichen Bugfixes umfasst die neue Version Catalyst 9.10 auch Support für "Karmic Koala". Andere Distributionen mit aktuellen Kernel- und X.org-Versionen profitieren ebenfalls vom Update.
Mit Cheese steht unter Gnome schon lange ein einfaches Tool für die Webcam-Nutzung zur Verfügung. Mit Kamoso 1.0 (http://tinyurl.com/lu0912-kamoso) bekommen jetzt auch KDE-Fans eine solche Lösung: Das Programm nimmt per Knopfdruck Fotos oder Videos auf und kann diese auch direkt zu einem Facebook-Account oder zu Youtube hochladen.
Es gibt Amarok, Dragon und Kaffeine – aber ein Mediaplayer, der Audio und Video gleichermaßen unterstützt, fehlt KDE 4 noch. Bangarang (http://tinyurl.com/lu0912-bangarang) soll nun diese Lücke füllen. Bislang gibt es zwar nur eine frühe Entwicklerversion, die aber bereits über die zentralen Features verfügt und sich in den semantischen Desktop von KDE 4 einklinkt.



