Synchronlaufen
Dropbox vs. Ubuntu One
Web-Interface
Im logisch aufgebauten Web-Interface von Dropbox erstellen Sie mit wenigen Klicks neue Ordner, geben diese für andere frei oder laden neue Dateien auf den Server. Recent Events gibt dabei Aufschluss über die letzten Aktionen. Eine nette Dreingabe stellt die Möglichkeit dar, die Events auch als Feed zu abonnieren (Abbildung 5). Unter Photos steht Ihre Fotogalerie zur Ansicht bereit. Einstellungen unter anderem zum Benutzerkonto und den angemeldeten Rechnern finden Sie unter Account. Das Dropbox-Wiki [7] dient als Anlaufstelle, falls die Hilfe- und FAQ-Seite nicht weiterhilft, und bietet Informationen und Download-Adressen zu Dropbox-Erweiterungen.
Die Seite von Ubuntu One fällt dagegen eher spartanisch aus (Abbildung 6). Eine Dreispaltenansicht zeigt links die eine Übersicht der Ordner, in der Mitte den Inhalt des aktuellen Folders und rechts die Details dazu, etwa ob Sie den Ordner freigegeben haben. Generell verhält sich das Interface recht träge.
Hier punktet Dropbox ebenso wie in den anderen Bereichen: Das klar durchdachte Web-Interface trägt zur einfachen Benutzung bei. Obwohl sich Dropbox ebenso wie Ubuntu One offiziell noch in der Betaphase befindet, bietet es die ausgereiftere Benutzeroberfläche. Allerdings ist Dropbox auch schon länger auf dem Markt.
Fazit
Dropbox schlägt Ubuntu One derzeit um Längen. Das fängt schon bei der Beschränkung des Canonical-Produkts auf eine einzige Distribution ab. Dropbox dagegen arbeitet sogar plattformunabhängig und läuft nicht nur unter Linux, Mac OS X und Windows, sondern demnächst sogar auf dem iPhone. Auch mit seinen interessanten Zusatzfeatures wie der Revisionskontrolle und den Fotoalben sticht Dropbox das Canonical-Produkt klar aus.
Mehr Feinschliff braucht bei beiden Kandidaten die Dateimanager-Integration, die sich derzeit auf Gnomes Nautilus beschränkt. Unverständlicherweise fehlen bei Ubuntu One obendrein die grundlegenden Informationen zum aktuellen Verbrauch auf der Online-Festplatte. Das Team rund um Shuttleworth hat also jede Menge zu tun, um den Rückstand aufzuholen und unter Umständen demnächst mit Features aufzuwarten, die die Konkurrenz bei Dropbox noch nicht zu bieten hat.
Infos
[1] Dropbox: http://getdropbox.com
[2] Ubuntu: http://www.ubuntuone.com
[3] Dropbox-CLI: http://wiki.getdropbox.com/DropboxAddons/DropboxLinuxCLI
[4] Quellcode der Nautilus-Anbindung: https://www.getdropbox.com/download?dl=packages/nautilus-dropbox-0.6.1.tar.bz2
[5] Nautilus: http://www.gnome.org/projects/nautilus
[6] Lauchpad: http://www.launchpad.net
[7] Dropbox-Wiki: http://wiki.getdropbox.com



