Synchronlaufen
Dropbox vs. Ubuntu One
Ubuntu: Installation
Bei Canonicals Lösung benötigen Sie zuerst ein Konto auf Launchpad [6] und müssen auf der Ubuntu-One-Homepage eine Anforderung zur Aufnahme in das Beta-Programm stellen. Die Bearbeitungszeit dauert unter Umständen mehrere Tage, schlimmstenfalls zwei bis drei Wochen. Die Installation erfolgt wie bei Dropbox recht unkompliziert: Nachdem Sie das DEB-Paket heruntergeladen und über Gdebi eingerichtet haben, wählen Sie unter Gnome im Anwendungsmenü Internet | Ubuntu One aus. Anschließend bestätigen Sie im neu geöffneten Browser-Fenster Ihren Anmeldung. Die Software ist nun betriebsbereit, ein Rechtsklick auf das Ubuntu-One-Symbol im Benachrichtigungsfeld des Panels bietet unter anderem das Öffnen das Synchronisationsordners und des Web-Ordners an.
Auch Ubuntu One stellt momentan nur eine Nautilus-Anbindung bereit – ob und wann andere Anbindungen folgen, ist derzeit nicht bekannt.
Synchronisieren und Teilen
Dateien, die Sie im weiteren Verlauf mit einem anderen Rechner synchronisieren möchten, kopieren oder verschieben Sie einfach in den Dropbox- beziehungsweise Ubuntu-One-Ordner. Der Daemon lädt den Inhalt dieses Ordners dann auf Server des Anbieters und synchronisiert die Daten mit jenen der anderen von Ihnen angemeldeten Rechner. Dabei arbeitete im Test der Ubuntu-One-Server deutlich langsamer als jener von Dropbox.
Sowohl bei Dropbox als auch bei Ubuntu One können Sie über das Web-Interface Ordner zur gemeinsamen Nutzung für mehrere Anwender freigeben. Bei Dropbox wählen Sie den entsprechenden Ordner aus und klicken auf Share this folder. Anschließend geben Sie die E-Mail-Adresse des Kommunikationspartners an, der dann per E-Mail eine Einladung bekommt (Abbildung 1). In entsprechend freigegebene Verzeichnisse dürfen die angegebenen Nutzer sowohl lesen als auch schreiben.
Unter Ubuntu One ist das Prozedere ähnlich: Im Web-Interface (Abbildung 2) geben Sie anderen Benutzern per E-Mail die Rechte, um Dateien in einem geteilten Ordner zu verändern, zu löschen oder neu zu erstellen. In Ordnern, die Sie mit Read-Only kennzeichnen, dürfen die anderen Teilnehmer nur lesen – eine solche Einschränkung ist bei Dropbox derzeit nicht möglich.
Dropbox markiert im Dateimanager bereits synchronisierte Ordner und Dateien mit einem grünen Häkchen (Abbildung 3), den Synchronisationsvorgang visualisiert es mit einem animierten blauen Symbol dar. Das ist insofern nützlich, als man jederzeit über den aktuellen Status auf dem Laufenden bleibt. Bei Ubuntu One fehlt die Markierung bereits synchronisierter Dateien völlig. Auch hier gibt aber das animierte Symbol im Benachrichtigungsfeld darüber Auskunft, in welchem Zustand sich der Online-Ordner momentan befindet. Allerdings lässt Ubuntu One den Benutzer dabei völlig im Dunkeln darüber, wieviel der zur Verfügung stehenden 2 GByte Platz bereits verbraucht sind – diese Information liefert nicht einmal der Dateimanager. Dieses Feature sollten die Entwickler schleunigst einbauen.
Dropbox bietet neben der bloßen Synchronisation zwei zusätzliche Funktionen, die Ubuntu One fehlen: Zum einen lassen sich gelöschte Dateien sich innerhalb von 30 Tagen wieder herzustellen, und auch zu älteren Dateiversion kann man zurückspringen (Abbildung 4). Zum anderen umfasst Dropbox eine Fotoverwaltung mit Albumansicht. Um sie zu nutzen, erstellen Sie im Photo-Ordner von Dropbox ein neues Verzeichnis und kopieren die fraglichen Bilder dorthin. Nun können Sie sie auch mit jemandem teilen, der Dropbox nicht installiert hat. Dazu müssen Sie nur die Adresse des Web-Ordners weitergeben.



