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Hauptsache Internet

UMTS-Karten unter Linux

01.07.2008 Für die einen ist es der Fernseher, für die andern das Internet: Das Wichtigste bei der Arbeit und im Urlaub. An Orten, wo es weder DSL noch Telefonanschluss gibt, bietet sich eine Mobilfunklösung an. LinuxUser hat die zugehörige Hardware getestet und zeigt, wie Sie im Nu online sind.

Nicht nur in der Arbeitswelt ist die Möglichkeit, von überall aus ins Netz zu gehen, sehr beliebt. Während so etwas früher aufgrund hoher Datentarife ein Luxus für einen eher kleinen Kundenkreis war, fallen die Preise seit einiger Zeit durchaus auch für Privatpersonen erschwinglich aus. Wir haben die aktuellen UMTS-Geräte großer Mobilfunkanbieter einem Test unterzogen.

Die Kandidaten

Für die Tests benutzten wir aktuelle UMTS-Karten der Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und o2 (siehe Tabelle "Geräte im Überblick"). Der Lieferumfang fällt bei allen vier Anbietern vergleichbar aus. T-Mobile, Vodafone und o2 liefern ihre Expresscard-Karten mit einem Adapter auf PC Card Type II, sie lassen sich somit an jedem Notebook mit Cardbus-Schacht betreiben. Allen USB-Sticks liegt ein kurzes Verlängerungskabel bei. T-Mobile legt zusätzlich ein kleines Schlüsselband in die Packung. Der USB-Stick von E-Plus lässt sich über einen MicroSD-Kartenslot auch als portabler Speicher nutzen. Allen Geräten liegt ein kurzes Handbuch zur Bedienung der mitgelieferten Software bei, die jedoch nur für Windows und Mac OS X zur Verfügung steht. T-Mobile, Vodafone und o2 liefern zusätzlich noch einen Treiber auf CD.

Geräte im Überblick

 

Modell

Web'n'walk ExpressCard IV

Web'n'walk Stick III

Mobile Connect Card

UMTS Express Card E800

UMTS USB Stick E169

Surf-Card-Express

Surf Stick

Anbieter

T-Mobile

T-Mobile

Vodafone

E-Plus

E-Plus

o2

o2

Typ Huawei E870 Huawei E170 Option GE 0301 Huawei E800 Huawei E169 Huawei E800 Huawei E169G
Anschlussart Expresscard USB Expresscard Expresscard USB Expresscard USB
HSDPA/HSUPA +/+ +/+ +/+ +/-- +/-- +/-- +/--
Preis ohne Vertrag (ca.) 190 Euro 180 Euro 400 Euro 180 Euro 150 Euro 150 Euro 120 Euro

+ ja / x in Planung / – nein

Für die Datenübertragung im Mobilfunk gibt es verschiedene Standards, die auch verschiedenen Geschwindigkeiten entsprechen. Die Standards GPRS, EDGE, UMTS und HSDPA beherrschen sämtliche Geräte, einen Upload via HSUPA bieten nur T-Mobile und Vodafone: bei E-Plus und o2 fehlt hier netzseitig die Unterstützung. Einen Überblick über den aktuellen Netzstand bei den vier deutschen Mobilfunkanbietern gibt die Tabelle "Übertragungstechniken". Beachten Sie dabei, dass einige Dienste nur in den Ballungsgebieten größerer Städte funktionieren. Fragen Sie deshalb unbedingt beim Provider die genauen Daten an, bevor Sie einen Datenvertrag abschließen. In den Test in München erreichten wir über die Vodafone-Expresscard Downloadraten von 300 kByte/s, was in etwa DSL 3000 entspricht.

Übertragungstechniken

GPRS

EDGE

UMTS

HSDPA

HSUPA

Unterstützte Geschwindigkeit 53,6 kbit/s Downstream 220 kbit/s Downstream 384 kbit/s Downstream 3,6 / 7,2 Mbit/s Downstream 1,45 Mbit/s Upstream

Anbieter (Stand 05/2008)

T-Mobile + + + + +
Vodafone + + + + +
E-Plus + + x
o2 + + + x

+ ja / x in Planung / – nein

Setup unter Linux

Für die getesteten Geräte bringen aktuelle Distributionen bereits passende Kernelmodule mit, einen Treiber müssen Sie also nicht installieren. Für die Tests benutzten wir Ubuntu 8.04 und OpenSuse 10.3, bei anderen oder älteren Distributionen weichen die einzelnen Schritte unter Umständen ab.

Das Setup besteht aus drei Schritten: Der Linux-Kernel muss die passenden Module für das Gerät laden, Sie müssen die Karte vom USB-Storage-Modus in den Datenmodus umschalten und Sie benötigen ein Tool für die PIN-Eingabe und Einwahl. Für den letzten Schritt können Sie die Einwahltools wvdial oder pppd nutzen. Komfortabler funktioniert es aber mit dem grafischen Werkzeug umtsmon[1], das wir im Folgenden beschreiben.

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Infos zum Autor

Florian Effenberger

Florian Effenberger

Florian Effenberger engagiert sich seit vielen Jahren für freie Software und ist ehrenamtlich Vorstandsvorsitzender der The Document Foundation. Zuvor war er fast sieben Jahre im Projekt OpenOffice.org aktiv, zuletzt als Marketing Project Lead. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen darüber hinaus in der Konzeption von Unternehmens- und Schulnetzwerken samt Softwareverteilungslösungen auf Basis freier Software. Zudem schreibt er regelmäßig für zahlreiche deutsch- und englischsprachige Fachpublikationen und beschäftigt sich dabei auch mit rechtlichen Fragestellungen.


Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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