Funknetze von Grund auf
Wichtige Schlagworte rund um WLAN im Überblick
WPA
Da sich der WEP-Standard als alles andere als sicher erwiesen hat, begann die IEEE, mit 802.11i ein neues Sicherheitskonzept als Ersatz für WEP zu entwickeln. Die Entwicklung schritt jedoch nicht so schnell wie gewünscht voran, so dass sie 2003 Teile des Konzepts schon vor der finalen Version unter dem Namen WPA ("Wi-Fi Protected Access") in Betrieb nahm.
WPA verwendet wie WEP den RC4-Algorithmus, erlaubt aber Schlüssellängen von bis zu 63 Zeichen und ein Authentifizieren über Pre-Shared Keys (WPA-PSK) oder EAP aus IEEE 802.1x. Zudem ersetzten die Entwickler das WEP-Protokoll durch das Temporal Key Integrity Protocol (TKIP), das den Schlüssel ändert, sobald der Access Point 10 KByte Daten übertragen hat.
WPA2
Die endgültige Implementation von 802.11i erfolgte 2004 unter dem Namen WPA2 (Wi-Fi Protected Access 2). WPA2 nutzt nicht mehr den RC4-Algorithmus, sondern AES (Advanced Encryption Standard) [3], um die Daten zu verschlüsseln. Neben TKIP verwendet WPA2 auch noch das Verschlüsselungsprotokoll CCMP [4], das es ermöglicht, WPA2 im Ad-Hoc-Modus zu nutzen. Da AES reichlich Rechenleistung oder entsprechende Verschlüsselungshardware erfordert, gelingt das Umstellen von WPA auf WPA2 nicht immer problemlos und setzt zum Teil neuer Hardware voraus. Möchten Sie noch mehr über die verschiedenen Sicherheitsaspekte von WLANs erfahren, lesen Sie dazu auch den Artikel zu WLAN-Security in dieser Ausgabe.
Glossar
IEEE
Institute of Electrical and Electronic Engineers. Berufsverband von Ingenieuren aus den Bereichen Elektrotechnik und Informatik mit Sitz in New York City. Er bildet Gremien zum Normen von Techniken, Hardware und Software.
[1] 802.11-Standard: http://www.ieee802.org/11/
[2] 802.1x: http://de.wikipedia.org/wiki/802.1x
[3] AES: http://de.wikipedia.org/wiki/Advanced_Encryption_Standard
[4] CCMP: http://de.wikipedia.org/wiki/CCMP



