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Firmen-Desktop unterwegs nutzen
Konfigurieren und Einloggen
Schließen Sie diesen letzten Punkt ab, präsentiert NX einen Anmeldebildschirm. Geben Sie hier Ihren Login-Namen auf dem Server sowie das zugehörige Passwort ein und klicken Sie auf Login. Nutzen Sie verschiedene NX-Server auf verschiedenen Rechnern, wählen Sie die passende Session aus dem Dropdownmenü.
Um die NX-Verbindung Ihren persönlichen Bedürfnissen anzupassen, klicken Sie auf Configure. Es öffnet sich ein Fenster mit verschiedenen Registern, über das Sie den Client konfigurieren. Die einzelnen Punkte erklärt die Webseite von NoMachine ausführlich [5]. Viele der Optionen brauchen Sie kaum jemals – es sei denn, Sie sind mit einem Modem unterwegs und kämpfen mit Performance-Problemen. Dann dürfte auch der Schalter Use custom settings im Reiter General für Sie von Interesse sein. Dort finden Sie eine Reihe von Optionen, über die Sie zum Beispiel die Qualität der übertragenen Bilder reduzieren, was den Datentransfer beschleunigt. Eine weitere wichtige Option im Reiter General heißt Remember my password. Sie erlaubt es, eine Session per Doppelklick auf das Logo aufzurufen, ohne ständig Passwort und Login eingeben zu müssen.
Noch interessanter ist der Reiter Services: Über Enable SMB printing and file sharing geben Sie beispielsweise Dateien, Ordner und ganze Festplatten zum Datentausch zwischen NX-Client und -Server frei [6]. NX reicht dazu die Samba-Freigaben vom Server an den Client weiter. Sie geben einen lokalen Ordner frei und einen Mountpunkt an, an dem der entfernte NX-Server das Verzeichnis einhängt. Dazu muss auf dem lokalen Rechner ein Samba-Server laufen, den Sie über /etc/init.d/smb start zum Tanzen bringen. Auch Druckerfreigaben lassen sich auf diese Weise realisieren.
Über [Strg]+[C] und [Strg]+[V] tauschen Sie ansonsten standardmäßig kopierten Text zwischen Client und Server aus. Das hilft etwa, um Passworte zu kopieren, aber auch längere Texte. Probleme machen dabei allerdings unterschiedliche Textkodierungen.
Im Reiter Environment bestimmen Sie, in welchem Ordner die in den NX-Sitzungen gesammelten Daten landen. Wählen Sie Enable multimedia support (Abbildung 7), können Sie Musik anhören oder sogar Videos abspielen, die auf dem Server schlummern. Ein Klick auf Save speichert die Änderungen.
Musik übers Netz
Um die auf dem entfernten Server lagernden musikalischen Schätze zu erschließen, müssen Sie dort den ESD-Sound-Server installieren. Unter Ubuntu heißt das Paket esound, OpenSuse installiert es automatisch. Zum Abspielen der MP3- und OGG-Dateien brauchen Sie noch die passenden Codecs, dann genießen Sie die Musik über XMMS oder das Konsolenprogramm esdplay. Nutzen Sie XMMS, so drücken Sie [Strg]+[P], um zu den Eigenschaften zu gelangen und wählen dann im Reiter Audio-I/O-Plugins als Ausgabe-Plugin das eSound-Ausgabe-Plugin.
Um Videos anzuschauen, brauchen Sie keinen besonderen Videoserver. Allerdings funktioniert der Transport selbst im lokalen Netz oft nur in einer kleinen Auflösung und mit Rucklern. Optimieren Sie die Filmwiedergabe serverseitig – etwa durch eine geringere Farbtiefe oder durch eine höhere Kompression – hält der Server womöglich auch als Filmquelle her.



