Home / LinuxUser / 2008 / 02 / TV aus dem Keller

Newsletter abonnieren

Lies uns auf...

Folge LinuxCommunity auf Twitter

Top-Beiträge

War doch klar...
(229 Punkte bei 11 Stimmen)
Meinst Du: Patch CD Updates?
(179 Punkte bei 5 Stimmen)
One goes, one comes
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Speichern in der Cloud
(161 Punkte bei 4 Stimmen)
Re: Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
(161 Punkte bei 4 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 10000 Shops,
3.5 Mio Artikel. Alle Bestseller, Servertechnik und Technik Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

TV aus dem Keller

Videoserver selber basteln

01.02.2008 Mit wenigen Handgriffen machen Sie Linux zum vollwertigen Videoserver, der TV-Sendungen aufzeichnet, lagert und verteilt.

Videokassetten waren gestern – heute archiviert der Cineast die flimmernden Bilder auf DVDs oder einem Festplatten-Recorder. Letzterer rückt die Daten jedoch nur selten problemlos wieder heraus. DVDs taugen mitunter nicht für längere Aufnahmen: Eine "Herr-der-Ringe"-Verfilmung passt mitsamt Werbung nur unter starken Qualitätsverlusten auf einen handelsüblichen Rohling.

Einen preiswerten Ausweg bietet ein selbstgebastelter Videoserver. Alles, was Sie dazu benötigen, sind ein (ausgemusterter) PC, eine TV-Karte und die Software MythTV [1]. Diese kostenlose Media-Center-Software erweitern Sie bei Bedarf unkompliziert über zusätzliche Plugins.

Bastelstunde

Die Funktionsweise des gesamten Aufbaus verdeutlicht Abbildung 1: Als Basis dient ein herkömmlicher Linux-PC, der unter der Regie von MythTV zum digitalen Videorecorder mutiert. Über die eingebaute TV-Karte scannt die Software die Fernsehprogramme und legt sie auf der eingebauten Festplatte ab. Im Vergleich mit Festplatten-Recordern reicht hier der Plattenplatz praktisch unbegrenzt: Bei knappem Speicher ergänzen Sie eine weitere Festplatte oder tauschen die vorhandene gegen ein größeres Modell aus. Sie erhalten so genug Platz, um die Aufzeichnungen auch im Urlaub nicht stoppen zu müssen.

Abbildung 1: Auf dem Videoserver im Keller läuft das MythTV-Backend, welches das Frontend auf dem Wohnzimmer-PC mit Inhalten versorgt.

Den Server stöpseln Sie an das Hausnetzwerk und verbannen ihn in den Keller. Von dort aus versorgt er nun den kleinen Media-Center-PC im Wohnzimmer mit Video- und Fernsehmaterial. Auf ihm läuft wiederum die MythTV-Oberfläche, die Kontakt mit dem Server im Untergeschoss hält. Sie kramen bequem von der Couch aus im Videoarchiv oder wählen aus dem elektronischen Programmführer, welche Sendung der Server im Keller als nächstes aufnehmen soll. Doch zuvor wird ein prüfender Blick auf die Hardware fällig.

Ab in den Keller

Bis auf wenige Ausnahmen empfängt Deutschland mittlerweile digitales Fernsehen. Das Empfangsgerät muss den Datenstrom somit nur noch auffangen und auf der Festplatte ablegen. Die Hardware-Anforderungen an den Videoserver bleiben so erfreulich niedrig, ein drei Jahre alter Computer genügt bereits.

Zum Empfang des Fernsehprogramms benötigen Sie eine TV-Karte, die unbedingt zum existierenden Anschluss passen muss. Zur Auswahl stehen derzeit die gute alte Antenne (DVB-T), das Kabel (DVB-C) und der Satellit (DVB-S). Bevor Sie jetzt in den nächstgelegenen Elektronikmarkt eilen, werfen Sie einen Blick auf die Seite Linuxtv.org [2]. Im dortigen DVB Wiki finden Sie eine Datenbank mit allen TV-Karten, die derzeit unter Linux laufen. Zudem gab es gerade einen Test von DVB-T-Empfängern im LinuxUser 12/2007 [3]. Ob die TV-Karte funktioniert, überprüfen Sie am einfachsten mittels Kaffeine. Erscheint dort kein Bild oder fehlt gar die Option Digitales Fernsehen im Eingangsmenü, werfen Sie einen Blick in die Ausgabe von dmesg. Meist verlangen die TV-Karten nach einer so genannten Firmware. In diesem Fall gilt es, die zugehörige Datei aus dem Internet zu fischen und in das entsprechende Verzeichnis zu kopieren (meist /lib/firmware). Bei Problemen und Fragen hilft das Wiki unter Linuxtv.org weiter.

Einem Freund empfehlen    Druckansicht Bookmark and Share
Kommentare

1575 Hits
Wertung: 110 Punkte (2 Stimmen)

Schlecht Gut

Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


Infos zur Publikation

Infos zur Publikation

title_2012_02

Aktuelle Ausgabe kaufen:

Heft bestellen Heft als PDF kaufen

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Duden Korrektor unter 64-Bit
Duden Korrektor unter 64-Bit
Tim Schürmann, 06.02.2012 10:36, 0 Kommentare

Der Duden Korrektor bietet eine äußerst nützliche Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für LibreOffice und bringt in der aktuellen Version 8 e...

Aktuelle Fragen

rndc reload zone - failed bad zone
Ludwig jun. B., 06.02.2012 16:08, 2 Antworten
Schönen guten Tag, ich habe folgendes Problem. Immer wenn ich folgendes Kommando ausführen bek...
Skype für 64-Bit-Prozessor u. Suse 12.1
Klaus Sigerist, 05.02.2012 11:39, 3 Antworten
Hallo Gemeinde! Ich bin nur ein einfacher Nutzer und habe Probleme mit der Installation von Skyp...
8! Anfängerfrage :) Wie finde ich in Ubuntu die Datenträger (Bild, Text)
samuel leusam, 04.02.2012 15:53, 2 Antworten
Ich habe neu Ubuntu. Wenn ich die SD Karte im Laptop einstecke, erkennt er sie und gibt ihr den N...
OpenSuse 12.1-Service Kit 01/12
Christoph-J. Walter, 28.01.2012 08:52, 2 Antworten
Hallo Gemeinde, ich habe 12.1 neu installiert. Alles in Ordnung! Nun möchte ich das Service Kit (...
Ubuntu 11.10 konfigurieren
Michael Hinz, 27.01.2012 17:52, 1 Antworten
Ubuntu läuft bei mir. Allerdings nur, wenn die Daten-CD eingelegt ist. Unabhängig von Bios-Einste...