Home / LinuxUser / 2008 / 02 / TV aus dem Keller

Top-Beiträge

GIMP - Auswahl und Ebenen
(324 Punkte bei 38 Stimmen)
GIMP - Laserschwert
(322 Punkte bei 41 Stimmen)
Panorama ohne Weitwinkel
(272 Punkte bei 16 Stimmen)
Ein erstes Resümee
(247 Punkte bei 20 Stimmen)
Re: Mehrere Partitionen auf USB-Stick
(233 Punkte bei 9 Stimmen)

Heftarchiv

LinuxUser Heftarchiv

EasyLinux Heftarchiv

Ubuntu User Heftarchiv

Partner-Links:

Shopping
Topsuche
 
Yatego Deutschlands größte Shoppingmall. 8500 Shops,
3.1 Mio Artikel. Alle Bestseller, Gutscheine und Themenwelten.

Notebooks und Netzwerkhardware bei Mercateo günstig kaufen.
Internet Telefonie mit VoIP Telefonen von Gigaset
Das B2B Portal www.Linx.de informiert über Produkte und Dienstleistungen.
Bei Freeware bietet Ihnen kostenlose Software Downloads von Programmen.
Günstige Digitalkameras finden Sie im Preisvergleich.

TV aus dem Keller

Videoserver selber basteln

01.02.2008 Mit wenigen Handgriffen machen Sie Linux zum vollwertigen Videoserver, der TV-Sendungen aufzeichnet, lagert und verteilt.

Videokassetten waren gestern – heute archiviert der Cineast die flimmernden Bilder auf DVDs oder einem Festplatten-Recorder. Letzterer rückt die Daten jedoch nur selten problemlos wieder heraus. DVDs taugen mitunter nicht für längere Aufnahmen: Eine "Herr-der-Ringe"-Verfilmung passt mitsamt Werbung nur unter starken Qualitätsverlusten auf einen handelsüblichen Rohling.

Einen preiswerten Ausweg bietet ein selbstgebastelter Videoserver. Alles, was Sie dazu benötigen, sind ein (ausgemusterter) PC, eine TV-Karte und die Software MythTV [1]. Diese kostenlose Media-Center-Software erweitern Sie bei Bedarf unkompliziert über zusätzliche Plugins.

Bastelstunde

Die Funktionsweise des gesamten Aufbaus verdeutlicht Abbildung 1: Als Basis dient ein herkömmlicher Linux-PC, der unter der Regie von MythTV zum digitalen Videorecorder mutiert. Über die eingebaute TV-Karte scannt die Software die Fernsehprogramme und legt sie auf der eingebauten Festplatte ab. Im Vergleich mit Festplatten-Recordern reicht hier der Plattenplatz praktisch unbegrenzt: Bei knappem Speicher ergänzen Sie eine weitere Festplatte oder tauschen die vorhandene gegen ein größeres Modell aus. Sie erhalten so genug Platz, um die Aufzeichnungen auch im Urlaub nicht stoppen zu müssen.

Abbildung 1: Auf dem Videoserver im Keller läuft das MythTV-Backend, welches das Frontend auf dem Wohnzimmer-PC mit Inhalten versorgt.

Den Server stöpseln Sie an das Hausnetzwerk und verbannen ihn in den Keller. Von dort aus versorgt er nun den kleinen Media-Center-PC im Wohnzimmer mit Video- und Fernsehmaterial. Auf ihm läuft wiederum die MythTV-Oberfläche, die Kontakt mit dem Server im Untergeschoss hält. Sie kramen bequem von der Couch aus im Videoarchiv oder wählen aus dem elektronischen Programmführer, welche Sendung der Server im Keller als nächstes aufnehmen soll. Doch zuvor wird ein prüfender Blick auf die Hardware fällig.

Ab in den Keller

Bis auf wenige Ausnahmen empfängt Deutschland mittlerweile digitales Fernsehen. Das Empfangsgerät muss den Datenstrom somit nur noch auffangen und auf der Festplatte ablegen. Die Hardware-Anforderungen an den Videoserver bleiben so erfreulich niedrig, ein drei Jahre alter Computer genügt bereits.

Zum Empfang des Fernsehprogramms benötigen Sie eine TV-Karte, die unbedingt zum existierenden Anschluss passen muss. Zur Auswahl stehen derzeit die gute alte Antenne (DVB-T), das Kabel (DVB-C) und der Satellit (DVB-S). Bevor Sie jetzt in den nächstgelegenen Elektronikmarkt eilen, werfen Sie einen Blick auf die Seite Linuxtv.org [2]. Im dortigen DVB Wiki finden Sie eine Datenbank mit allen TV-Karten, die derzeit unter Linux laufen. Zudem gab es gerade einen Test von DVB-T-Empfängern im LinuxUser 12/2007 [3]. Ob die TV-Karte funktioniert, überprüfen Sie am einfachsten mittels Kaffeine. Erscheint dort kein Bild oder fehlt gar die Option Digitales Fernsehen im Eingangsmenü, werfen Sie einen Blick in die Ausgabe von dmesg. Meist verlangen die TV-Karten nach einer so genannten Firmware. In diesem Fall gilt es, die zugehörige Datei aus dem Internet zu fischen und in das entsprechende Verzeichnis zu kopieren (meist /lib/firmware). Bei Problemen und Fragen hilft das Wiki unter Linuxtv.org weiter.

Aktuelles Heft bestellen
Kommentare
Einem Freund empfehlen    Druckansicht

1094 Hits
Wertung: 69 Punkte (1 Stimme)

Infos zum Autor

Tim Schürmann

Tim Schürmann ist Diplom-Informatiker und derzeit als freier Autor unterwegs. Mehr Informationen finden Sie auf seiner Homepage unter www.tim-schuermann.de.


Infos zur Publikation

LinuxUser erscheint monatlich und kostet in der Nomedia-Ausgabe EUR 5,50 und mit DVD EUR 8,50. Weitere Informationen zum Heft finden Sie auf der LinuxUser-Homepage.

Im LinuxUser-Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben für 3 Euro. Das Jahresabo (ab EUR 56,10) können Sie im LNM-Shop bestellen.

Tipp der Woche

Schöneres Gnome mit Faenza
Schöneres Gnome mit Faenza
Marcel Hilzinger, 19.08.2010 14:49, 0 Kommentare

Wer seinen Desktop liebt, verpasst ihm ab und zu ein optisches Update. Sehr gut eignen sich dazu neue Fensterdekorationen, ein neues Farbschema und natürlich ein neues Symbolset. Ein besonders...

Aktuelle Fragen

SUSE und Windows parallel betreiben, reparieren des BOOTMANAGERS
oli m., 31.08.2010 10:17, 6 Antworten
ich betreibe XP, VISTA, W7 und SUSE parallel auf einer Festplatte. wenn ich SUSE als letztes ins...
kmail link verweist auf firefox, umstellung wieder auf konqueror ???
oli m., 31.08.2010 10:06, 2 Antworten
seit firefox mit suse installiert wird, startet ein link in einer email automatisch auch firefox....
SUSE 11.3 - nvidia 9800GT+ - DUALMONITOR Installation/Einstellung
oli m., 31.08.2010 09:57, 2 Antworten
Grafikkarte: nvidia GForce 9800GT+ Monitore: 2x Medion MD 20094 1920x1200 SUSE 11.3 nach ins...
Tastatur / Maus blockiert
Roland M. Egloff, 30.08.2010 22:56, 0 Antworten
Hallo Linux Freunde, Die folgende Info. ist vielleicht für jemand nutzlich... Ich musste mi...
Erstellung von Newslettern unter Suse 11.3
Klaus Werner, 27.08.2010 09:45, 1 Antworten
Moin suchen ein Programm zur Erstellung von Newslettern. sollte unter Linux laufen. Jemand eine...