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Automatisches Freistellen mit Gimp und Inkscape

01.02.2008 Das mühselige Hantieren mit Pfaden und Lassos ist Vergangenheit: Siox extrahiert beinahe automatisch beliebige Bereiche aus Pixelgrafiken.

Das Freistellen von Bildelementen zählt zu den alltäglichen Aufgaben beim Bearbeiten von Digitalfotos. Meist geht es darum, einzelne Bildelemente getrennt von den anderen in Helligkeit, Kontrast oder Farbe zu verbessern. Freisteller benötigt man auch, um Collagen aus Fotos zu erstellen, bei denen sich Objekte aus verschiedenen Bildern zu einem neuen Kunstwerk zusammenfügten.

Schon im vordigitalen Zeitalter gab es diese Freisteller: Beim Belichten arbeitete der Fotograf unter anderem mit Masken aus Karton, die einzelne Bildteile abdeckten oder freiließen. Dieses Prinzip hat sich in der Digitalfotografie erhalten – allerdings mit wesentlich vielfältigeren Möglichkeiten, einzelne Komponenten freizustellen. So können Sie Bildteile ebenso anhand ihrer Randlinien voneinander abgrenzen wie über ähnliche Farb- oder Helligkeitswerte.

Doch das Freistellen fällt nicht immer leicht: Gerade bei Objekten mit diffusem Rand artet es gern zu echter Fummelei aus, ohne dass das Ergebnis letztendlich befriedigt. Spezielle Freistellerwerkzeuge versprechen, dem Menschen diese lästige Arbeit abzunehmen. Eins davon ist Siox, eine Entwicklung des Zentrums für Digitale Medien an der Freien Universität in Berlin. Siox steht für "Simple Interactive Object Extraction". Das Prinzip ist ebenso leicht zu verstehen, wie schwer zu realisieren: Statt die mitunter sehr verzweigten Konturen eines Objekts mühsam mit einem Auswahlwerkzeug zu maskieren, um es aus dem Ursprungsbild herauszulösen, markieren Sie mit Siox ein Objekt nur noch grob, um es von seinem Hintergrund abzuheben. Das kleine Programm gibt es als Plugin für die Bildbearbeitung Gimp ab Version 2.2 sowie das Vektorgrafikprogramm Inkscape.

Siox einrichten

Um Siox in Gimp 2.2 oder höher als Plugin zu nutzen, laden Sie die bereits fertig übersetzte Datei von der Projekt-Homepage herunter, wo Sie sie im Abschnitt Plugin for Gimp 2.2 als Binärdatei siox4gimp finden. Kopieren Sie die Datei nach .gimp-2.2/plug-ins in Ihrem Home-Verzeichnis oder für eine systemweite Installation nach /usr/lib/gimp/2.0/plug-ins. Setzen Sie gegebenenfalls noch mittels sudo chmod a+x siox4gimp oder über die entsprechende Funktion des Dateimanagers das Execute-Flag, damit Gimp das Plugin beim nächsten Start automatisch einbinden kann.

Wenn Sie Siox mit dem Vektorgrafikprogramm Inkscape nutzen möchten, müssen Sie erfreulicherweise gar nichts tun; Siox gehört bei den aktuellen Versionen des Programms bereits zum Lieferumfang.

Bildvoraussetzungen

SIOX arbeitet mit allen RGB(A)-Bildern, also Grafiken mit RGB-Farbraum plus Alpha-Kanal für die Transparenz, nicht aber mit Graustufenbildern. Grafiken mit indizierten Farben, zum Beispiel weboptimierte GIFs, müssen Sie vor dem Freistellen mit Siox nach RGB konvertieren. In Gimp klicken Sie dazu auf Bild | Modus und wählen dort RGB aus.

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