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KDE-News

01.09.2007

Private Haushaltsverwaltung mit Eqonomize

Wer schon immer ein Haushaltsbuch führen wollte, findet dazu in der KDE-Anwendung Eqonomize eine interessante Lösung. Ganz einfach, so verspricht der Autor der Software, lässt sich sogar eine doppelte Buchführung für die für Kasse in kleinen Haushalten vornehmen. Auch wiederkehrende Ereignisse wie Einkäufe beherrscht das Programm, und die Budgetierungsfunktion zeigt auf, wieviel man ausgegeben darf, damit am Ende des Geldes möglichst wenig Monat übrig bleibt. Möchten Sie Eqonomize ausprobieren, finden Sie den Quellcode unter http://www.kde-apps.org.

economize_chart.png

Graphen visualisieren bei Economize den Verlauf der Haushaltsausgaben.

Eclipse-Integration für Qt

Die norwegische Firma Trolltech stellt ein Plugin für die Entwicklungsumgebung Eclipse vor, die die Entwicklung von Qt-Anwendungen vereinfachen soll. Eigentlich ist Eclipse, selbst in Java geschrieben, eine Entwicklungsumgebung für Java-Projekte. In letzter Zeit hat sie sich jedoch zu einer universellen IDE mit Unterstützung für viele Sprachen gemausert.

Für die Unterstützung von C++ greifen die Norweger auf das CDT-Plugin zurück. Zusätzlich integrierten sie eine Verwaltung für Qt-Projekte, Qt-spezifische Semantiken wie Signals und Slots, den Meta-Object-Compiler sowie den GUI-Editor "Designer". Dazu bietet die Integration an, Konsolen- und GUI-Anwendungen per Assistent zu erstellen.

Bislang funktioniert die C++-Integration unter Windows und Linux, die Unterstützung von Mac OS X und 64-bittige Windows-Versionen ist für die Zukunft geplant. Wer lieber ganz bei Java bleiben mag, muss trotzdem nicht auf Qt verzichten: Mit "Qt Jambi" hat Trolltech Java-Bindungen für Qt vorgestellt. Damit einhergehend existiert auch für Jambi eine Eclipse-Integration, die sogar in friedlicher Koexistenz mit dem C++-Plugin leben kann.

eclipseintegrationcodeeditorwithautocompletion.png

Die Integration bringt auch eine Autovervollständigung mit.

eclipseintegrationuidesigner.png

Auch der Qt Designer fühlt sich ab sofort in Eclipse wohl.

KDE-Konferenz in Glasgow trotz Bombenterror erfolgreich

Am 7. Juli ging an der Universität Strathclyde in Glasgow die 5. KDE-Konferenz zu Ende. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Teilnehmer ein einwöchiges Programm absolviert, das mit der so genannten Contributor-Konferenz begann. Dort referierten Projektmitgliedern zu neuen Technologien in KDE 4. Der Trolltech-Angestellte und KHTML-Entwickler Lars Knoll ließ in seiner Keynote durchblicken, dass die kommende Version von Qt 4 mit Apples HTML-Engine "Webkit" kommen wird, die selbst auf KHTML basiert. Zusätzlich arbeiten die Hacker an einem KPart für Konqueror, sodass der Webbrowser neben der KDE-Version von KHTML auch mit Webkit als Rendering-Engine arbeiten und KPart gegebenenfalls sogar mittelfristig ablösen kann.

Ein weiteres wichtiges Thema waren neben teils sehr technischen Vorträgen auch Usability und Design. Mit Quasar stellte Grafikexperte Zack Rusin ein Framework für Entwickler vor, das es auch Laien ermöglichen soll, grafische Effekte in ihren Programmen zu integrieren. Der Hauptentwickler der neuen grafischen Oberfläche Plasma, Aaron Seigo, hob in seinem Vortrag hervor, dass Effekte keinesfalls ein Selbstzweck seien. Vielmehr trügen kurze Animationen zum Verständnis der Abläufe beim Benutzer bei. "Aktuell arbeitet unsere Software gegen die Evolution", hob Seigo hervor. "Wir verstehen Dinge besser, wenn wir ihren Verlauf verfolgen können. Wenn Dinge verschwinden oder plötzlich auftauchen, sprechen Menschen von Magie, weil sie es nicht verstehen."

Kontrovers diskutiert wurde auch die Keynote des Ubuntu-Gründers und Canonical-Chefs Mark-Shuttleworth. Er nannte 13 Punkte, die er KDE-Projekt mit auf den Weg geben wollte. Kontrovers diskutiert wurde dabei vor allem Shuttleworth' Forderung nach einem festen Releasezyklus, den viele KDE-Entwicklern ablehnen, weil sie um Einbußen bei Qualität und ihrer eigenen Kreativität fürchten.

Weitere Forderungen war die Unterstützung von Echtzeit-Kollaboration in aktueller Software und eine bessere Organisation der Community. Vor allem in Asien, Heimatort vieler Ingenieure von Unterhaltungselektronik, müsse Linux bekannter werden, um so vermehrt seinen Weg in eingebettete Geräte zu finden. Dabei polarisierte Shuttleworth mit seiner These, dass man zu Gunsten der Verbreitung von Linux in Asien Nachsicht mit GPL-Verletzern haben solle. Dies wiederspricht insbesondere den Bemühungen des GPL-Violation-Projekts, gegen aus Asien kommende Hardware, deren Firmware gegen die GPL verstößt, juristisch vorzugehen.

Ein großes Thema der Konferenz waren auch die Desktop-Suche Strigi und der "semantische Desktop", den der französische Distributor Mandriva mittels "Nepomuk" in KDE 4 implementiert. Nepomuk ist ein Projekt, das maßgeblich von der EU finanziert wird.

Der Konferenz schloss sich am Montag das KDE-e.V.-Treffen an, auf dem die bisherige Präsidentin des Vereins, Eva Brucherseifer, nach fünf Jahren aus zeitlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung stellte. Neu in das Board gewählt wurde Klaas Freitag, der bei Suse/Novell in Nürnberg arbeitet und unter anderem für die KDE-Scan-Applikation Kooka verantwortlich zeichnet. Ins Amt des Vorsitzenden rückte Aaron Seigo nach, der schon zuvor im Board vertreten war.

Von Dienstag bis Freitag schloß sich der Coding-Marathon an, an dem die Teilnehmer ihre Ideen mit anderen Interessierten besprechen und umsetzen konnten. So trafen sich Interessierte der Nepomuk-Architektur und des Audioplayers Amarok zu so genannten Bird-of-a-Feather-Sitzungen. Ebenfalls während der Veranstaltungen fanden der "Education Day" und ein Treffen der OpenDocument-Entwickler statt. Wichtige Themen des "Education Day" waren neben den KDE-Edu-Anwendungen vor allem Intels auf KDE basierender Classmate-PC sowie Skole-Linux.

Insgesamt fünf Tage dauerte das kreative Treffen an, das trotz der Bombenanschläge am Flughafen Glasgow und dem zwischenzeitlichen Gepäckverlust einer stattlichen Anzahl von Konferenzteilnehmern hauptsächlich positiv bewertet wurde. Wer die Konferenzteilnehmer genauer kennenlernen will, kann auf der interaktiven Grafik unter http://static.kdenews.org/danimo/akademy07/group-photo.html Köpfe mit Namen in Übereinstimmung bringen. Für die Konferenz im kommenden Jahr sucht der KDE e.V. noch einen passenden Ort für die Veranstaltung. In den vorherigen Jahren waren bereits Dublin, Malaga, Stuttgart und Nove Hrady (CSR) Austragungsorte der Akademy-Konferenz.

group-photo.jpg

Über 200 Teilnehmer fanden sich zur Akademy 2007 in Glasgow ein.

Neue KDE-Patrone: Novell und Intel

Mit Novell und Intel hat der KDE e.V., die gemeinnützige Körperschaft hinter dem KDE-Projekt, zwei weitere große Firmen ins Boot geholt. Sie unterstützen das Projekt als "Patrone" finanziell und erhalten dadurch auch eine nicht stimmberechtigte Mitgliedschaft.

Kürzlich als Patron hinzugestoßen ist außerdem die schwedische Firma Klarälvdalens Datakonsult AB. Die von KDE-Mitbegründer Matthias "Kalle" Dalheimer gegründete Firma, die auch ein Büro in Berlin hat, beschäftigt eine Reihe von KDE-Kernentwicklern und arbeitet in zahlreichen Projekten mit der KDE-Community zusammen, so zum Beispiel bei der Integration des KDE-PIM-Clients Kontact mit dem Kolab-Server.

Das so genannte Patronship ist die höchste Förderstufe, die das Unterstützerprogramm des KDE e.V. kennt, und der zuvor die norwegische Firma Trolltech sowie Ubuntu-Gründer Mark Shuttleworth beitraten.

Neue Gimmicks für Konquerors Service-Menü

Dass der Universalbrowser Konqueror bereits jede Menge Features mitbringt, fällt den meisten Benutzern sehr schnell auf. Dass sein Kontextmenü nahezu beliebig erweiterbar ist, wissen jedoch die Wenigsten. Host on Imageshark lädt beispielsweise eine Bilddatei beispielsweise auf den beliebten Bilder-Uploaddienst. So kann man bequem Grafiken mit anderen Leuten teilen. Audiokonverter konvertiert eine Audiodatei aus den Formaten OGG, MP3, AAC, M4A, FLAC, WMA, Realaudio, Musepack oder Wavpack per Mausklick in die Formate MP3, OGG, M4A, WAV und FLAC. Dazu müssen zwar eine Reihe von Kodierwerkzeugen installiert sein, die der Autor des Servicemenüs aber angibt. Recursively create M3U playlists erstellt die bekannten Audioplaylisten rekursiv für ein beliebiges Verzeichnis – auch dazu genügt ein Rechtsklick. Diese und viele Menüs finden sich in der Kategorie Servicemenü von KDE-Apps.org.

Amarok bringt Update und sucht Jingle

Das Amarok-Projekt hat Version 1.4.6 des beliebten Audio-Players herausgebracht. Zu den neuen Features zählen neben einem neuen Iconset und zahlreichen Bugfixes auch eine gesteigerte Geschwindigkeit der zugrunde liegenden Datenbank sowie die Unterstützung der alternativen iPod-Firmware Rockbox.

Unterdessen geht die Entwicklung der kommenden Version 2.0 weiter voran: Das kommende Release soll einen passenden Jingle für den ersten Start erhalten. Dazu hat das Projekt auf seiner Homepage in Zusammenarbeit mit dem Audioportal Magnatune und des Projekt Ccmixter.org einen entsprechenden Wettbewerb eröffnet: Aus von CC-Mixter gehosteten Jingles von Magnatunes gilt es einen neuen Jingle zu komponieren. Er muss unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen, der auch die verwendeten Samples unterliegen. Der Jingle wird einen Claim von KDE-Begründer Matthias Ettrich ablösen, der diesen für die aktuellen Amarok-Versionen eingesprochen hatte.

Der Gewinner des Wettbewerbs erhält neben der Ehre, sein Stück im Lieferumfang von Amarok zu finden, 100 US-Dollar sowie einige Amarok-Merchandizing-Produkte.

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LinuxUser 05/2014

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