Frühlingsmode

Das neue Fedora im Schnelltest

01.05.2006
Fedora eröffnet die Frühjahrsmode der Saison mit einigen gewagten Software-Stücken. Wir haben einen Blick auf die neue Kollektion geworfen.

Was ist bloß los mit den Linux-Distributoren? Kaum einer schafft es noch, die eigene Distribution termingerecht fertigzustellen. Neben Ubuntu und Suse hatte auch Red Hat [1] den Veröffentlichungstermin der Community-Distribution Fedora Core verschoben. Am 20. März war es endlich soweit, die ISO-Images fanden ihren Weg auf die weltweiten Mirror-Server.

Neues Logo, neues Glück

Nach dem Booten überrascht Fedora mit einem neuen "Artwork", das neben der blubbernden Blasenoptik auch das neue Fedora-Logo enthält: ein symmetrisches "f", das über einem blauen Unendlichkeitszeichen liegt. Beides ist eingebettet in eine Art Sprechblase, die nach der Idee der Logo-Schöpfer für die Stimme der Community steht. Ähnlich soll das f neben Fedora auch Freedom (Freiheit) bedeuten [2]. Das alles kann man wohl als Versuch verstehen, zumindest über das Logo-Design die Offenheit des Fedora-Projekts zu kommunizieren, die Red Hat nach Ansicht vieler bisher vermissen ließ.

Abgesehen von der Optik hat sich im Fedora-Installer nichts Wesentliches geändert. Mit einer grafischen Oberfläche führt er durch die übersichtliche Installation, die neben der konventionellen Partitionierung auch die Verwendung logischer Volumes mit LVM anbietet. Privatanwender sollten davon jedoch absehen, wenn es keinen speziellen Grund gibt, LVM zu benutzen.

Installation oder Upgrade

Hat der Installer die Pakete auf die Festplatte kopiert, bleiben noch einige abschließende Schritte. Dazu zählen die Einrichtung von Firewall und SELinux, das Anpassen von Datum und Uhrzeit sowie der Soundkarten-Test. Alte Fedora-Releases lassen sich in der Regel ohne Neu-Installation auf Core 5 updaten. Mehr Informationen dazu finden sich im LinuxUser-Artikel zu Fedora Core 4 [3].

Nach dem ersten Booten begrüßt ein ebenfalls optisch aufgemöbelter Gnome-Login-Manager den Fedora-Benutzer. Den Login-Prozess selbst haben die Entwickler etwas beschleunigt. Als Standard-Desktop kommt in Fedora Gnome 2.14 zum Einsatz, KDE-Fans können ihren Lieblings-Desktop in Version 3.5 installieren. Die Neuerungen in Gnome 2.14 stellt ein eigener Artikel in diesem Heft vor.

Weitere Neulinge auf dem Desktop sind die Paket-Manager-Frontends Pup und Pirut. Warum Red Hat gleich zwei Tools zu einem ähnlichen Zweck beilegt, erschließt sich nicht ohne Weiteres. Pup kümmert sich jedenfalls eher um System-Updates, während Pirut sich auf das Installieren und Entfernen von Software im Allgemeinen konzentriert. Beide benutzen das darunter liegende Yum-Paketmanagement, das sich wiederum auf RPM stützt.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

Mit der Zeitschrift LinuxUser sind Sie als Power-User, Shell-Guru oder Administrator im kleinen Unternehmen monatlich auf dem aktuelle Stand in Sachen Linux und Open Source.

Sie sind sich nicht sicher, ob die Themen Ihnen liegen? Im Probeabo erhalten Sie drei Ausgaben zum reduzierten Preis. Einzelhefte, Abonnements sowie digitale Ausgaben erwerben Sie ganz einfach in unserem Online-Shop.

NEU: DIGITALE AUSGABEN FÜR TABLET & SMARTPHONE

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist auch ohne eigenes Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!       

Tipp der Woche

Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Ubuntu 14.10 und VirtualBox
Tim Schürmann, 08.11.2014 18:45, 4 Kommentare

Wer Ubuntu 14.10 in einer virtuellen Maschine unter VirtualBox startet, der landet unter Umständen in einem Fenster mit Grafikmüll. Zu einem korrekt ...

Aktuelle Fragen

eeepc 1005HA externer sound Ausgang geht nicht
Dieter Drewanz, 18.03.2015 15:00, 0 Antworten
Hallo LC, nach dem Update () funktioniert unter KDE der externe Soundausgang an der Klinkenbuc...
AceCad DigiMemo A 402
Dr. Ulrich Andree, 15.03.2015 17:38, 2 Antworten
Moin zusammen, ich habe mir den elektronischen Notizblock "AceCad DigiMemo A 402" zugelegt und m...
Start-Job behindert Bootvorgang, Suse 13.2, KDE,
Wimpy *, 20.02.2015 10:32, 4 Antworten
Beim Bootvorgang ist ein Timeout von 1 Min 30 Sec. weil eine Partition sdb1 gesucht und nicht gef...
Konfiguration RAID 1 mit 2 SSDs: Performance?
Markus Mertens, 16.02.2015 10:02, 6 Antworten
Hallo! Ich möchte bei einer Workstation (2x Xeon E5-2687Wv3, 256GB RAM) 2 SATA-SSDs (512GB) al...
Treiber für Canon Laserbase MF5650
Sven Bremer, 10.02.2015 09:46, 1 Antworten
Hallo ich weiß mittlerweile das Canon nicht der beste Drucker für ein Linux System ist. Trotzd...