Pinguin auf Fotosafari
Digital Kameras im Test
Fujifilm MX-2700
Die MX2700 ist sehr puristisch ausgelegt - gegenüber der MX-1700 hat sie kein Zoomobjektiv und kann keine Serienaufnahmen schießen. Dafür hat das Gerät ein CCD mit 2,3 Megapixel. Auch bei der MX-2700 arbeitet Fujifilm mit denselben Akkus (Typ NP-80) wie bei den anderen beiden Modellen. Sollte der mitgelieferte Akku defekt sein, kann es nicht nur teuer, sondern im Urlaub auch schwer werden Ersatz zu beschaffen. Ansonsten ist die Kamera sehr handlich, aber leider etwas zu schwer für die Hemdentasche. Das Metallgehäuse macht einen stabilen Eindruck - nur die Abdeckung für die Speicherkarte sieht etwas schwach aus. Unter Linux ist die Kamera erfreulicherweise unspektakulär - alles funktioniert (zwar nicht besonders schnell, aber stabil)
Fujifilm MX-2900
Die MX-2900 hat äußerlich mit den beiden kleineren Modellen nichts gemeinsam, sie hat jedoch denselben CCD-Chip wie die MX-2700, also auch die maximale Auflösung von 1800x1200. Leider hat sie auch die Batterie (NP-80 Format) geerbt, was bei dem großen Gehäuse nicht mehr nötig gewesen wäre - hier hätten bequem auch Standard-Mignons Platz gefunden. Sie verfügt über ein optisches Dreifach- und ein digitales Zweifach-Zoom. Die manuelle Fokussierung, ist nur beschränkt einsatzfähig: Es wird weder eine Entfernungsangabe im Display eingeblendet, noch wird das Display auf maximale Vergrößerung geschaltet, womit man dann bei einer Auflösung von ca. 400 auf 300 erraten soll, ob das hochauflösende Bild scharf ist - eine unlösbare Aufgabe. Im manuellen Modus kann man zwischen Blende F4 und F8 wählen, und danach durch Auswahl einer der "Belichtungsmessarten" die Belichtungsdauer indirekt einstellen. Wie auch die MX-1700 kann sie im Serienmodus neun Bilder binnen vier Sekunden schießen (640x480), oder bei Bedarf Hilfslinien für Panoramaaufnahmen ins Display einblenden. Unter Linux ist die Kamera bei den Transferraten die langsamste im ganzen Test, allerdings nur unwesentlich langsamer als die MX-2700.
Open Digita Service Project
Das Open Digita Service Project, kurz ODS, hat es sich zur Aufgabe gemacht, digitale Kameras mit dem Digita-Betriebssystem unter Unix/Linux zu unterstützen. Dieses Embedded-Betriebssystem wird z. B. von Kodaks DC220 und DC260 verwendet. Das Projekt ist sehr jung - Version 0.0.3 ist aktuell - der Funktionsumfang noch klein, die Stabilität jedoch schon hervorragend. Wie bei PhotoPC hat ODS nur eine einfache Kommandozeilenschnittstelle, und ist nur der Source verfügbar [2], aber auch hier läuft die Kompilation mittels eines einfachen tar -xzf opendis-0.0.3.tar.gz && cd opendis-0.0.3 && ./configure && make ab. make install kopiert dann noch die ausführbare Datei nach /usr/local/bin. Das Binary ks könnte aber auch gleich aus dem Verzeichnis heraus aufgerufen werden. Bilder können mit ks -d /dev/ttyS0 download auf den Computer kopiert werden, wobei anstatt /dev/ttyS0 selbstverständlich auch eine andere Schnittstelle genannt werden kann.
Optionen
-d DEVICE wählt die Schnittstelle zum Foto, standardmäßig ist die erste serielle (/dev/ttyS0) aktiv
-s die Schnittstelle ist eine serielle (standardmäßig)
-u die Schnittstelle ist eine USB-Schnittstelle
-i die Schnittstelle ist über Infrarot (IRDA) (z. Z. noch nicht unterstützt)
-r ÜBERTRAGUNGSRATE stellt die Geschwindigkeit der Schnittstelle ein. Standardmäßig sind es 9600, 115200 sollten meist möglich sein.
Befehle
- list zeigt alle Dateien in der Kamera
- download kopiert alle Bilder von der Kamera auf die Festplatte.
- delall löscht alle Bilder auf der Kamera, einzeln löschen ist z. Z. nicht möglich.
- settime setzt die Uhrzeit in der Kamera
- shoot macht eine Aufnahme
- poweroff schaltet die Kamera ab



