Olympus C900 Zoom

Die C-900 Zoom kommt im selben bewährten Design daher wie die herkömmlichen Apparate von Olympus. Auch bei der C-900 muss beim Abschalten stets der Objektivschutz gegen das Objektiv geschoben werden, damit dieses eingefahren wird und danach der Schutz ganz zugeschoben werden kann - ein Wunder, dass sich dabei das Objektiv nicht verstellt. Die Auflösung ist wie bei der C-830L auf 1280x960 Bildpunkte begrenzt. Das Dreifach-Zoom erlaubt aber den Ausschnitt besser zu wählen. Die wichtigsten Funktionen sind direkt per Knopfdruck auswählbar - weniger oft benutzte Optionen wie Belichtungskorrektur oder Weißabgleich sind über ein Menü wählbar. Schade, dass auch die Auflösung und Kompression in diesem Menü gewählt werden muss, denn bei dem mitgelieferten 4 MB Speicher sind nur acht Bilder in sehr guter Qualität möglich - da wird man schon des öfteren die Auflösung wechseln wollen. Mit maximalem Speicherausbau (16 MB) sind ca. 36 hochauflösende Aufnahmen möglich. Wie bei allen Kameras von Olympus klappt der live-preview mit Hilfe von gPhoto: dabei wird das aufgenommene Foto direkt an den Rechner gesandt, ohne in der Kamera gespeichert zu werden. Es gibt sogar einen sogenannten "Video Mode" (320x260) womit automatisch ständig neue Bilder aus der Kamera geholt und angezeigt werden - bei serieller Übertragung kommt jedoch kein echtes Videogefühl auf.

Olympus C2020

Bei der C2020 fällt sofort das etwas lose Objektiv ins Auge - im ausgefahrenen Zustand wackelt es ca. 1-2 mm. Auch die Objektivabdeckung ist nicht ganz ausgereift: sie wird direkt am Gehäuse verankert und schützt die Optik somit zwar sehr gut während des Transports - vergisst man jedoch den Protektor vor Benutzung der Kamera abzunehmen, so müht sich das Objektiv vergeblich ab bei dem Versuch, die Abdeckung aus dem Weg zu schieben - aus dem Inneren der Kamera sind währenddessen unheilvolle Geräusche zu hören. Ansonsten ist die Kamera gut bedienbar und übersichtlich. Der manuelle Fokus wird durch zwei einfache Tastendrücke ermöglicht und während der Schärfeneinstellung wird automatisch das 2,5-fache Digitalzoom aktiviert. Daran können sich die anderen Hersteller ein Beispiel nehmen, denn auf den kleinen Bildschirmen kann man in der Regel nicht erkennen, ob ein Bild wirklich scharf wird. Beim automatischen Fokus kann man zwischen mittig und flächenorientiert wählen. Videos, die mit der Olympus C2020 aufgenommen wurden, lassen sich zwar unter Linux auf die Festplatte kopieren - jedoch konnten wir kein Programm finden, welches die Wiedergabe oder Weiterverarbeitung ermöglicht hätte. Da aber auch ein normaler Serienbildmodus zur Verfügung steht, ist das nicht so tragisch: bei 640x480 werden in 45 Sekunden fast 70 Bilder geschossen.

gPhoto

gPhoto [6] ist das bequemste Hilfsmittel zur Übertragung der Bilddaten von der Kamera zum Rechner: Es kommt bei Bedarf schon kompiliert [7] (als RPM-Paket) und hat eine graphische Oberfläche. Die Installation geht auf einem System mit RPM-Unterstützung (RedHat, Suse, Mandrake) durch ein einfaches rpm -i gphoto*. Bei anderen Distributionen muss man entweder das RPM-Paket in das entsprechende Format bringen, oder den Quelltext selbst kompilieren. Die Konfiguration der Kameras kann ebenfalls über die grafische Oberfläche vorgenommen werden - einfach Browse Directory in der Statuszeile drücken, und schon kommt ein weiteres Fenster, in welchem sich das Kameramodell und die verwendete Schnittstelle einstellen lassen. Danach kann man über den Menüpunkt Camera/Download Index/Thumbnails die Voransicht laden und die auf den Rechner zu kopierenden Bilder auswählen - der Transfervorgang wird anschließend mit Camera/Download Selected/Images/Save to Disk (oder Tastenkombination Strg+G) gestartet. Bei manchen Kameras kann man auch die Einstellungen (wie z. B. Auflösung und Blitz über Configure/Configure Camera) ändern, wobei dies nicht bei allen Kameras möglich ist. Glücklicherweise ist gPhoto auch skriptfähig, d. h. es kann auch mit der Kommandozeile gearbeitet werden. Die wichtigsten Befehle im Überblick:

gphoto startet gPhoto mit grafischer Oberfläche

gphoto -n Zeige die Anzahl der auf der Kamera gespeicherten Bilder

gphoto -s # Dateiname Speichere das #'te Bild unter Dateiname ab.

gphoto -d # Lösche das #'te Bild auf der Kamera

gphoto -p Dateiname Mache eine Aufnahme und speichere das Bild unter Dateiname ab

Stimmen die Farben nicht? gPhoto kann es beheben!

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