Securonis 3.0 schmeißt GNOME über Bord

Securonis 3.0 schmeißt GNOME über Bord

Desktop der Distribution Securonis 3.0

Desktop der Distribution Securonis 3.0

Securonis 3.0 „Darkcloux“

Die auf eine hohe Privatsphäre fokussierte Distribution Securonis setzt in ihrer neuen Version vollständig auf den Mate-Desktop und rüstet zahlreiche weitere Werkzeuge nach. So löscht der Data Destroyer die ihm übergebenen Dateien endgültig.

Dazu überschreibt er die Dateien mit anderen Daten. Ebenfalls neu dabei ist der FireScorpion Browser. Bei ihm handelt es sich um einen angepassten („gehärteten“) Firefox-Browser, der unter anderem Werbung und ein Tracking unterbindet.

Securonis möchte nicht nur die Privatsphäre schützen, sondern auch eine möglichst sichere Arbeitsumgebung bereitstellen. Dazu liefert die Distribution ab sofort den System Knight mit, der nach Malware und Rootkits Ausschau hält. ColdBootDef wiederum überschriebt den Hauptspeicher beim Herunterfahren des Systems, was sogenannte Cold-Boot-Angriffe verhindern soll. Den Password Manager haben die Entwickler generalüberholt, gleiches gilt für die Tools Nuke2System, Paranoia und PhysicalSec. Die drei kommen zudem als eigenständige Programme.

Das System versteht zudem zwei neue Bootparameter, die es in einen Performance-Modus versetzen oder den Kernel besonders stark abhärten. Apropos Kernel: Der arbeitet im Hintergrund jetzt in der Version 6.12.30.

Securonis 3.0 „Darkcloux“ entfernt gleich mehrere Komponenten. Dazu zählen die komplette Desktop-Umgebung Gnome, sowie Netxtrack und der Panic Mode. Letztgenannter kommt jetzt in Form von drei separaten Tools. Die Wireshark-Alternative Netxtrack musste wiederum gehen, weil sie den Entwicklern als „unnötig komplex“ erschien.

Die Distribution Securonis basiert auf Debian Testing und leitet standardmäßig den kompletten Netzwerkverkehr über das Tor-Netz. Zugriff gibt es zudem auf das I2P-Netzwerk und zahlreiche Sicherheitswerkzeuge.

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