Das Uutils-Projekt reimplementiert die Kernwerkzeuge eines Linux-Systems in Rust. Mit der neuen Version 0.1.0 hat die Entwicklung weiter an Fahrt aufgenommen. Einige Werkzeuge laufen schneller als die GNU-Pendants, mehrere unterstützen zudem SELinux.
Mit dem von vielen Distributionen eingesetzten Sicherheits-Framework arbeiten im Einzeilen cp, ls, mkdir, mknod, mkfifo, install und stat zusammen – und somit die wichtigsten Alltagswerkzeuge. Unter anderem cat, ls, wc, tail und seq sollen obendrein schneller als ihre gleichnamigen Kollegen aus den GNU Coreutils arbeiten.
Die Rust Coreutils wollen langfristig die in C entwickelten GNU Coreutils ersetzen können. Neben den herausgearbeiteten Geschwindigkeitsvorteilen vermeidet die Programmiersprache Rust einige Speicherfehler, an denen C-Programme gerne kranken. Aufgrund des daraus folgenden Sicherheitsgewinn möchte Canonical die Rust Coreutils schon in der nächsten Ubuntu-Version 25.10 standardmäßig einsetzen.
Allerdings sind die Rust Coreutils noch nicht komplett kompatibel zu ihren GNU-Pendants. Die Rust Coreutils 0.1.0 machen hier zwar wieder einen Schritt nach vorne, von 618 Tests der entsprechenden GNU Testsuite erfüllt sie jedoch erst 522. Immerhin kann sich das Projekt über regen Zulauf freuen: Seit der Vorversion 0.0.30 haben 40 Entwickler erstmals Programmcode beigesteuert.





