Die Macher des Videoschnittprogramms OpenShot haben eines „ihrer größten Updates“ veröffentlicht. Tatsächlich ist die Liste der Änderungen relativ lang, die meisten Neuerungen liegen jedoch im Detail – bis auf zwei Ausnahmen.
Zunächst geht OpenShot 3.4 deutlich flotter zu Werke als die Vorversion. Durch Optimierungen am Kern der Anwendung arbeiten viele Funktionen um rund 32 Prozent schneller. Der Masken-Effekt beschleunigt sogar um bis zu 63 Prozent. Die genannten Werte gehen allerdings auf interne Benchmarks der OpenShot-Entwickler zurück. In anderen Projekten können die Geschwindigkeitsvorteile geringer ausfallen.
Als zweite größere Neuerung nennt die Ankündigung fünf neue Effekte. Im Einzelnen gibt es
- einen neuen Schärfe-Filter inklusive High-Pass-Modus,
- eine Color Map, die eine Farbanpassung (Color Grading) über LUT-Dateien im „.cube“-Format ermöglicht,
- eine Stereografische Projektion (Spherical Projection), die sich 360°-Videos annimmt,
- einen Lens-Flare-Effekt und
- einen Outline-Effekt, der auf Kanten und Linien wirkt.
Darüber hinaus hat das OpenShot-Team das Cropping vereinfacht: Über entsprechende Anfasser lässt sich ein Clip jetzt deutlich intuitiver direkt in der Vorschau beschneiden beziehungsweise ein passender Bildausschnitt einstellen.
Keyframes dürfen Filmer auf der Zeitleiste per Drag-and-Drop verschieben. Die Keyframes rasten zudem an entsprechenden Stellen ein, was wiederum die genaue Positionierung vereinfacht. Apropos Zeitleiste: Über die Einstellungen lässt sich eine modernere Variante aktivieren. Sie bietet zusätzliche Funktionen, gilt aber noch als experimentell und kann OpenShot zum Absturz bringen.
Viele kleinere Änderungen verbessern schließlich noch die tägliche Schnittarbeit. So enthält das Kontextmenü „Time“ neue Einträge für Repeat, Loop und Ping-Pong-Effekte. Außerdem kommt OpenShot besser mit Final Cut Pro XML-Dateien zurecht.





