Mitchell Baker, die Vorstandsvorsitzende der Mozilla-Stiftung, hat in ihrem Blog einen Plan vorgestellt, mit dem Mozilla bis 2010 die Vorherrschaft im Web erringen will.
Am vergangenen Wochenende schlug Mitchell Baker vor, Ziele zu entwerfen, die Mozilla bis 2010 umsetzen will. Es sollten keine technischen Specs sein, sondern eher Ideen. Nun lässt sich ihr Plan, der im wesentlichen drei Punkte umfasst, in ihrem Blog nachlesen.
Zunächst geht es darum, “Mozillas Rolle als Herzstück des Internets zu vertiefen”, so Baker. Communities sollen weiter wachsen und für externe Entwickler Möglichkeiten zum Mitmachen schaffen. Der Kampf um die “thought leadership” soll verschiedene Aspekte berücksichtigen: die Nachhaltigkeit der Organisation, die verteilten Entscheidungsfindungen, die persönliche Kontrolle, aber auch das Open Web.
Das Buzzword der “thought leadership” stammt aus den 90ern. Ein “thought leader” verfügt über die Fähigkeit, erfolgreich innovative Ideen und Konzepte in einem Umfeld zu entwickeln und zu verbreiten, das stark vom Wissen geprägt wird. Der Erfolg der Ideen, wirkt sich dann positiv auf den Erfolg des Geschäfts aus.
Als zweiten Punkt thematisiert Mitchell den Umgang mit Daten: Mozilla soll Menschen helfen, ihre Daten als ihr Eigentum zu betrachten und sie zu kontrollieren. Zugleich soll die Öffentlichkeit zukünftig mehr Einblicke in die gesammelten und anonymisierten Daten zum Nutzerverhalten bekommen.
Nicht zuletzt – und das ist der dritte Punkt – soll Mozilla effektive Produkte für den mobilen Markt hervorbringen und dabei zugleich zeigen, dass “mobil” auch ein Teil des Open Web ist. Dieses Schlagwort zielt auf die Bemühungen der Open Web Foundation ab, die einheitliche Schnittstellen und Standards für die verschiedenen Web-Dienste entwickelt. Zu der Stiftung gehören unter anderem Google, Facebook, MySpace und Sourceforge, ein bekanntes Produkt des Open Web ist OpenID. Der Dienst erlaubt es, sich mit einer ID bei mehreren Webseiten anzumelden.
Zusammengefasst will die Mozilla-Stiftung also als Speerspitze im Netz auftreten und innovative Ideen entwickeln und umsetzen, wobei man insbesondere auf Standards achtet. Die Ziele hatte Mitchell bereits auf dem Firefox Summit präsentiert und von den Teilnehmern kommentieren lassen. Nun geht es darum, den zum Teil noch recht vagen Formulierungen in den nächsten zwei Jahren Leben einzuhauchen.





