Auf der OSCON kündigte David Recordon eine neue Stiftung an, die Open Web Foundation. Sie soll – ähnlich wie die Apache Foundation – für mehr Standardisierung bei Community-getriebenen Web-Entwicklungen sorgen, so Recordon. Allerdings wolle die Stiftung selbst keine Standardisierungsbehörde sein, sondern vielmehr den Communities in rechtlichen Fragen helfen, damit diese ihre Entwicklungen dann über Organisationen wie die IETF, OASIS oder W3C standardisieren.
Langfristig wolle man die Zahl der Stiftungen auf diese Weise reduzieren, schreibt Dawn Foster in ihrem Blog, was zunächst paradox klingt. Ihre Argumentation: Man könne auf diese Weise doppelte Kosten und Anstrengungen einsparen und Menschen zusammenbringen. Das komme laut Foster dem gesamten Ökosystem zugute, zumal einige Leute gleich in mehreren Boards sitzen.
Als Beispiel für ein Projekt, das von der neuen Stiftung profitieren könne, nennen die Gründer OpenID. Tatsächlich ist die Idee zur Open Web Foundation laut Scott Kveton auch im Rahmen eines Board Meetings der OpenID-Foundation entstanden.
Ob die neue Stiftung den Stiftungsdschungel tatsächlich lichten kann, bleibt zunächst abzuwarten. Schaut man sich auf der Webseite der Stiftung um, scheinen aber zumindest auch andere Firmen, Organisation und Individuen mit im Boot zu sitzen, etwa Sourceforge, O’Reilly, BBC, Google, Facebook, Yahoo, MySpace und weitere Größen.




