Mit Skip lassen sich schnell iPhone- und Android-Apps aus einer gemeinsamen Codebasis erstellen. Die zuvor kommerzielle Software steht ab sofort unter der GNU LGPL v3. Die dadurch wegfallenden Einnahmen sollen Spenden ersetzen.
Skip erzeugt aus Swift- und SwiftUI-Quellcode passende Anwendungen für Android. Entwickler müssen so nur eine Anwendung für iOS implementieren. SwiftUI-Elemente übersetzt Swift dabei in entsprechenden Pendants des GUI-Toolkits Jetpack Compose. Die entstehenden Apps nutzen folglich die optischen Vorgaben und Eigenheiten von Android.
Wer Skip nutzen wollte, musste dazu bislang ein Abonnement abschließen. Ausgenommen waren lediglich kleinere Entwickler mit sehr geringen Einnahmen. Mit der jetzt verfügbaren Skip-Version 1.7 stehen die entsprechenden Komponenten unter der GNU LGPL v3, der Quellcode findet sich auf GitHub. Gleichzeitig zieht das komplette Projekt von der Präsenz skip.tools nach skip.dev um.
Die Weiterentwicklung von Skip sollen Sponsoren sicherstellen. Wer dazu zählen möchte, kann dem Team über GitHub Sponsors eine monatliche Spende zukommen lassen. Ergänzend offerieren die Skip-Entwickler für Unternehmen ein spezielles Corporate Sponsorship. Abhängig von der Höhe des Beitrags erhalten zahlende Unterstützer zusätzliche Vorteile. Unter anderem erscheint ihr Logo auf der Skip-Website und in der Dokumentation, darüber hinaus gibt es einen direkten Draht zum Skipt-Team. Wer Skip bereits abonniert hatte, wird übrigens automatisch zu einem solchen Sponsor. Die zahlungspflichtige Unterstützung lässt sich allerdings jederzeit kündigen.
Nach Angaben der Skip-Entwickler führten vor allem zwei Punkte zur Offenlegung des Quellcodes: Zum einen würden Programmierer heute erwarten, dass Entwicklerwerkzeuge kostenlos zur Verfügung stehen, zum anderen seien Programmierer skeptisch gegenüber Closed-Source-Produkten – was würde etwa passieren, wenn der Hersteller Insolvenz anmeldet?
Allerdings hätte Skip seine Werkzeuge auch unter ein Dual-Lizenz-Modell stellen können. Unklar bleibt auch, ob sich genügend Sponsoren für eine langfristige Finanzierung finden. Der radikale Schritt, die komplette Software unter einer Open-Source-Lizenz freizugeben, überrascht daher.





