Derzeit scheinen Betrüger auf Google Anzeigen zu schalten, die auf eine falsche Homebrew-Seite leiten. Über diese gelangt dann wiederum nicht der bekannte Paketmanager, sondern Malware auf das eigene System. Betroffen sind macOS und Linux.
Homebrew ist ein alternativer Paketmanager, der vor allem unter macOS zum Einsatz kommt, aber auch unter Linux funktioniert. Wer auf Google nach Homebrew sucht, erhält unter Umständen als ersten Eintrag eine Anzeige, die wie der zu erwartende Suchergebnis-Link zur echten Homebrew-Seite wirkt. Ein Klick darauf führt jedoch zu einer Website, die das Original imitiert. Die dort wartende Installationsanweisung spielt schließlich eine Malware ein.
Die Fake-Seite der Angreifer steht unter einer URL bereit, die sich nur in einem Buchstaben von der offiziellen Homebrew-Adresse brew.sh unterscheidet. Dies erschwert es Anwendern, die Falle als solche zu erkennen.
Auf die betrügerische Werbung aufmerksam gemacht hat Ryan Chenkie auf X. Der Sicherheitsexperte mit dem Pseudonym „JAMESWT“ hat daraufhin die Malware untersucht. Demnach handelt es sich offenbar um den AmosStealer, der Informationen aus dem Browser ausliest und Kryptowährungen stiehlt.
Der Paketmanager Homebrew ist vor allem unter macOS weit verbreitet, er läuft allerdings auch unter Linux. Die Malware kommt mit beiden Systemen zurecht und stellt somit auch für Linux-Nutzer eine Gefahr dar. Durch seinen Installationsmechanismus erleichtert Homebrew solche Angriffe: Die Installation erfolgt über einen Shell-Befehl, der ein Skript herunterlädt und dieses umgehend ausführt. Nutzer können die Herkunft des Skriptes nicht verifizieren.





