Die leichtgewichtige Distribution für SoC-Systeme wie den Raspberry Pi bietet über alle unterstützten Geräte hinweg kleine Neuerungen. So gibt es Verbesserungen bei der automatischen Einrichtung sowie ein paar aktualisierte Images.
Die liegen für den Orange Pi 5 Max, den Orange Pi 5 Pro und den NanoPi M6 vor. Die DietPi-Fassungen für die RISC-V-Systeme StarFive VisionFive 2 und PINE64 Star64 basieren ab sofort auf Debian Trixie („Testing“). Außerdem stehen dort die Tools Bazarr, Raspotify, NZBGet, MicroK8s und AdGuard Home zur Verfügung.
Hauseigene Skripte
Das DietPi Display Tool kann die DSI Display Ports auf dem NanoPi M6 aktivieren und konfigurieren. Ein Raspberry Pi lässt sich über „dietpi-config“ auf den neuen Kernel- und Firmware-Stack umstellen – vorausgesetzt, es arbeitet unter der Haube Debian 12 („Bookworm“) oder höher.
Neu ist das Skript „dietpi-display“, über das man bequem die Display Modes auf der Konsole einstellen kann. Das Skript greift dabei auf das Kernel Mode Setting (KMS) und den Direct Rendering Manager (DRM) des Linux-Kernels zurück. Sofern man einen Dienst mit dem hauseigenen Tool „dietpi-services“ startet, fährt dieser auch dann hoch, wenn er deaktiviert ist.
Neues von der Softwareverwaltung
Beim ersten Systemstart kann sich DietPi 9.10 anhand einer Konfigurationsdatei automatisch einrichten. Diese „dietpi.txt“ kennt die neue nützliche Option „AUTO_SETUP_APT_INSTALLS“, über die man Pakete von APT automatisch nachinstallieren lassen kann.
Die bereits vorhandene Option „AUTO_SETUP_INSTALL_SOFTWARE_ID“ nimmt jetzt mehrere Software-IDs entgegen. Die jeweils zugehörigen Programme spielt dann das Skript „dietpi-software“ ein. In früheren DietPi-Versionen konnte man nur eine Software-ID hinterlegen, durfte dafür aber „AUTO_SETUP_INSTALL_SOFTWARE_ID“ mehrfach in der „dietpi.txt“ unterbringen. Diese Möglichkeit wollen die DietPi-Entwickler in einer der kommenden Versionen streichen. Anwender sollten folglich möglichst zeitig ihre „dietpi.txt“ anpassen.
Apropos „dietpi-software“: Der Softwaremanager kann ab sofort den Musik-Player myMPD einrichten. Im Gegenzug kennt er nicht mehr einige Netzwerkwerkzeuge (iftop, iptraf, iperf, mtr-tiny, nload und tcpdump) sowie einige Texteditoren (ifm, emacs, jed, vim, vim-tiny, neovim). Nach Ansicht der Entwickler lassen sich diese schneller als einzelnes Paket via APT einspielen.





