Curl-Erfinder ergreift Maßnahmen gegen KI

Curl-Erfinder ergreift Maßnahmen gegen KI

Daniel Stenberg reicht’s

Daniel Stenberg hat genug: Der Maintainer des Up- und Download-Werkzeugs Curl ergreift teils drastische Maßnahmen gegen den Einsatz von künstlicher Intelligenz bei Bug-Reports.

Schon seit geraumer Zeit kämpft das Curl-Team mit Fehlermeldungen, die offensichtlich falsch sind. Die letzte Meldung trudelte erst vor zwei Tagen ein. Sie monierte Probleme in der Funktion „ngtcp2_http3_handle_priority_frame“ – nur existiert eine solche Funktion in Curl gar nicht. Offenbar hat der Thread-Ersteller eine künstliche Intelligenz befragt, die wiederum einen Fehler fantasiert hat.

Eben jene Meldung brachte schließlich für Daniel Stenberg das Fass zum Überlaufen. Auf LinkedIn kündigte er Maßnahmen gegen solchen „AI Slop“ an. Ab sofort muss jeder, der einen Fehlerbericht einreicht, die Frage beantworten: „Haben Sie eine KI genutzt, um dieses Problem zu finden oder diesen Bericht zu schreiben?“ Sofern man die Frage mit „Ja“ beantwortet, folgen einige weitere, um die Kenntnisse der meldenden Person auf die Probe zu stellen. Obendrein verbannen die Entwickler alle Nutzer, deren Fehlerberichte das Team als „AI Slop“ einstuft.

Laut Daniel Stenberg hätte es noch keinen KI-gestützten Fehlerbericht gegeben, der tatsächlich gültig beziehungsweise brauchbar gewesen wäre. Stattdessen koste die Bearbeitung der Berichte nur Zeit. Daniel Stenberg würde daher am liebsten den dafür zuständigen Personen eine entsprechende Rechnung servieren.

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