Beim Klonen und Sichern von Partitionen hilft das Live-System Clonezilla. Dessen neue Version 3.2.1-9 aktualisiert zwar primär die enthaltenen Softwarepakete, legt aber auch bei der LZ4-Kompression nach und entfernt die Unterstützung für das Dateisystem Btrfs.
Letzteres geschieht aus rein pragmatischen Gründen: Das unter der Haube für die Sicherung von Partitionen zuständige Werkzeug Partclone unterstützt Btrfs nur ungenügend.
Mehrere Änderungen gab es im Zusammenhang mit der LZ4-Kompression. Bislang existierten hierfür mit „lz4“ und „lz4mt“ zwei Packprogramme. Letztgenanntes stellt eine plattformunabhängige und Multithreading-fähige Fassung von „lz4“ bereit. Das Clonezilla-Team hat jetzt „lz4“ so compiliert, dass es seine Arbeit auf mehrere parallele Threads verteilen kann und beide Tools zusammengeführt. Des Weiteren ruft Clonezilla das Packprogramm „lz4“ ab sofort standardmäßig mit dem Parameter „-T0“ auf.
Durch diese Änderungen entfällt die zur Konfiguration eingesetzte Variable „extra_lz4mt_opt“. Wer Einfluss auf die LZ4-Kompression nehmen möchte, kann dies über die neuen Boot-Parameter „extra_lz4_opt“, „extra_lz4_dc_opt“, „extra_lz4_opt_onthefly“ und „extra_lz4_dc_opt_onthefly“.
Seine Log-Dateien legt Clonezilla ab sofort in dem Verzeichnis ab, das die Umgebungsvariable „$ocs_log_dir“ vorgibt. Standardmäßig ist dies „/var/log/clonezilla/“. Ergänzend kennt der Expert-Modus einen neuen Parameter „-plu“, über den Anwender alle zu Clonezilla gehörenden Log-Dateien auf den USB-Stick schieben können. Apropos Expert-Modus: Standardmäßig ist dort die Option „-r“ deaktiviert, die eine Partition in den verfügbaren Platz auf dem Zieldatenträger einpasst. Clonezilla schaltet sie jedoch automatisch beim Auswählen der Option „-k1“ ein – die wiederum erstellt eine Partitionstabelle, in der alle Partitionen proportional so groß sind, wie auf dem ursprünglichen Datenträger.
Sämtliche Softwarepakete haben die Clonezilla-Entwickler am 03. März 2025 aus dem Debian Sid Repository geholt. Unter der Haube schlägt der Kernel 6.12.17-1, das zentrale Werkzeug Partclone meldet sich in Version 0.3.33 und das Hauptspeichertestprogramm Memtest86+ liegt in der Version 7.20 vor. Erstmals an Bord sind die Debian-Pakete „pmount“, „jc“ und „util-linux-extra“.





