Die neue Version der Digital Audio Workstation Ardour behebt in erster Linie zahlreiche Fehler, fügt aber auch ein paar kleinere Funktionen hinzu. Des Weiteren haben die Entwickler die Stabilität im Umgang mit MIDI verbessert.
Ardour 4.4 unterstützt jetzt die Dateiformate RF64 und MBWF. Beide sind darauf ausgelegt, große Mengen Audiodaten zu speichern, wobei MBWF die 64-Bit-Version von Broadcast WAV ist. Ardour weigert sich ab sofort LV2-Plugins zu laden, deren Buffer-Größe unbekannt ist. Des Weiteren blendet die Version 4.4 alle Plugins aus, die nicht verwendet werden können. Die Click-Sounds lassen sich jetzt einfacher zurücksetzen.
Sämtliche weiteren kleineren Neuerungen sowie alle korrigierten Fehler listet die entsprechende Ankündigung auf. In ihr weisen die Entwickler auch darauf hin, dass sich Ardour zwar mit GCC 5 übersetzen lässt, einige Plugins aber mit dem neuen C++11-Interface des Gnu-Compilers nicht zurecht kommen. Dazu zählen insbesondere abgate, ams-lv2, amsynth, beatslash, deteriorate, eq10q, guitarix, ingen, midimsg, newtonator, triceratops und vocproc. Im Zweifelsfall soll man weiterhin GCC 4 verwenden.
Ursprünglich hatten die Entwickler eine Renovierung der GUI geplant, die jedoch erst in einer der nächsten Versionen nachgereicht werden.
Artikel zu Ardour befanden sich zuletzt im LinuxUser 06/2013 und im LinuxUser 07/2015.





